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Looking Like My Mother Dominique Margot

Aus Angst, depressiv wie die Mutter zu sein, erwächst die Auseinandersetzung mit der Krankheit, den Siebzigern, Punk und sich selbst. Hybrides Roadmovie mit surrealen Momenten.

Looking Like My Mother

Dokumentarfilm
Schweiz
2016
78 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Brigitte Hofer, Cornelia Seitler
Dominique Margot
Peter Bräker
Simon Guy Fässler
Christof Schertenleib
Susanne Hofer
Dominique Margot
Peter Bräker, Jacques Kieffer
Die Angst, der Mutter nicht nur ähnlich zu sehen, sondern auch krank wie sie zu sein, treibt die Filmemacherin in dieses Vorhaben – voll der Hoffnung, die Ursachen des Defekts zu finden. Denn was man erklären kann, lässt sich auch verhindern oder wenigstens kontrollieren. Jedoch eine Depression, das ist, als wenn Dämonen langsam Besitz von einem ergreifen. Für das Kind Dominique Margot ergaben die Vorboten und Zeichen von Panik und Paranoia keinen Sinn. So begann sie, sich aus den Elementen des „Ver-rückt-Seins“ eine Fantasiewelt zu kreieren, in der die Mutter zur Geisterkönigin avancierte.

Der Schwere des Themas setzt die Regisseurin die Leichtigkeit der Inszenierung entgegen. In diesem Roadmovie zurück in die Vergangenheit und zu sich selbst vermischt sie experimentierfreudig Spielszenen und surreale Momente mit Interviews. Ihre Fluchtbewegungen führten zum Punk, in die Ferne und ins Kino. Egal, der Familie entkommt man nicht. Was heute ein akzeptierter Befund ist, wurde seinerzeit, in den 1970er Jahren, kaum erkannt. Die Mutter kam aus einem Bergbauerndorf, wo es seit alters her schlicht hieß, die Schwermut sei etwas Angeborenes.

Cornelia Klauß

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