Filmarchiv

Jahr

The End of Time

Dokumentarfilm
Kanada,
Schweiz
2012
114 Minuten
Untertitel: 
deutsche

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Cornelia Seitler, Maximage GmbH
Peter Mettler
Gabriel Scotti, Vincent Hänni, Richie Hawtin, Robert Henke, Autechre, Thomas Koner, Costanza Francavilla, Christos Hatzis, Bruno Degazio
Peter Mettler, Camille Budin, Nick De Pencier
Peter Mettler, Roland Schlimme
Peter Mettler
Peter Bräker
Was ist Zeit? Drei Worte formen eine Frage, die wir nie endgültig werden beantworten können. Peter Mettler begibt sich auf eine Reise durch Raum und Zeit – sie dauert 114 Minuten.
Mit einem Heliumballon steigt ein Nasa-Pilot 10.0000 Meter hoch in die Atmosphäre, um sich zur Erde fallen zu lassen. Wo endet die Zeit? Wissenschaftler im schweizerischen CERN versuchen, den Urknall zu ergründen. Gibt es Zeit ohne Raum? Wo Materie alles Leben zerstört, bewegt sich die Erde zurück in ihren Urzustand. Gibt es Orte jenseits der Zeit? Eine Großstadt, in der die menschliche Zivilisation Geschichte ist. Ist Zeit ein niemals endender Kreislauf? Im Angesicht des Todes endlich Leben – im Hier und Jetzt. Nur das ist Leben, unerbittlich.
Peter Mettler befreit den Dokumentarfilm vom erzählerischen Korsett und begibt sich mit uns in den kinematografisch freien Fall. Er versucht sich an der Zeit, dehnt und beschleunigt sie, lässt uns in atemberaubende Tableaus eintauchen, montiert Stimmen, Bilder und Gedankenfragmente zu einem Raum-Zeit-Geflecht, dessen suggestiver Kraft man sich nur verweigern oder ergeben kann. Das ist Anmaßung, mit dem Risiko des Scheiterns behaftet, das ist großes Kino.
– Claas Danielsen

The Shelter

Dokumentarfilm
Schweiz
2014
101 Minuten
Untertitel: 
englische

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Fernand Melgar
Fernand Melgar
Fernand Melgar
Karine Sudan
Elise Shubs
Allabendlich im Winter spielen sich vor dem Bunker tumultartige Szenen ab: Genau 50 Obdachlose – nur in Ausnahmefällen wird die Zahl erhöht – dürfen die Bediensteten des städtischen Nachtasyls einlassen. Eine Zerreißprobe für beide Seiten, denn die Abgewiesenen finden im blitzsauberen schweizerischen Lausanne kaum Möglichkeiten, die Nacht ohne Ärger mit der Polizei und vor der Kälte geschützt zu verbringen.
Fernand Melgar erzählt von einer neuen Armut, die nicht nur rumänische Roma-Familien, sondern auch die einstige Mittelschicht und afrikanische Migranten aus dem von der Krise geschüttelten Teil Europas betrifft. Und er erzählt davon, wie das reiche Europa damit umgeht. Im Lauf einer Saison filmt er die Routine in der Unterkunft und auf Ämtern. Er folgt denen, die keinen Einlass fanden, in die Nacht und ist bei ihnen, wenn sie – unter uns, doch praktisch unsichtbar – auf Straßen oder in öffentlichen Einrichtungen den Tag rumbringen. Er sieht, wie sie die Fassade aufrechterhalten, während ihr Leben zu Bruch geht. Doch er zeigt auch, wie die Sozialarbeiter das Elend täglich aufs Neue zu bekämpfen suchen und nur verwalten können, während ihre Menschlichkeit oft genug in Konflikt mit den Vorschriften und ihrem Chef gerät.
Indem er alle Seiten genau ausleuchtet, liefert Melgar weit mehr als eine Sozialstudie. Es ist die beklemmende Analyse eines Systems, das durch barmherzige Spenden nicht zu reparieren ist.
Grit Lemke