Filmarchiv

Internationales Programm
Bird Island Maya Kosa, Sergio Da Costa

Eine Vogelpflegestation ist ein wundersames Refugium für verletzte Wildvögel – und für den Protagonisten Antonin, der nach längerer Krankheit dort eine Arbeit aufnimmt.

Bird Island

Dokumentarfilm
Schweiz
2019
60 Minuten
Untertitel: 
englische
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Joëlle Bertossa, Flavia Zanon
Maya Kosa, Sergio Da Costa
Sergio Da Costa
Gabriel Gonzalez, Maya Kosa, Sergio Da Costa
Maya Kosa, Sergio Da Costa
Xavier Lavorel
Nach längerer Krankheit und Isolation nimmt Antonin in einer Vogelpflegestation seine Arbeit auf. Als Folge der Krankheit hat er noch immer mit Fatigue zu kämpfen. Die neuen Kolleginnen und Kollegen lassen ihm geduldig Zeit anzukommen. In diesem kleinen Universum erhält Antonin genauso Schutz wie die Patienten. Die Wildvögel werden mit teilweise sehr schweren Verletzungen abgeliefert, einige leiden unter Schock. Sie benötigen die ganze Hingabe der Tierärztin und der Pflegerin – und die bekommen sie auch. Vom lauten Getöse des nahegelegenen Flughafens lassen sie sich nicht aus der Ruhe bringen.

Tagebuchartig berichtet Antonin als Erzähler im Off über die Station. In einer literarischen Sprache erklärt er die Arbeitsabläufe und berichtet von den Schicksalen der Schwäne, Uhus oder Krähen. Auch die Interaktionen im Team und die Behandlungen der Tiere sind minimalistisch gezeigt. So pendelt der Film zwischen stilisierter Künstlichkeit und dokumentarischer Beobachtung hin und her. Behutsam entwickelt sich die warmherzige Geschichte an diesem wundersamen Ort zu einer Fabel über die Rettung von Tieren – und Menschen – in Not.

Annina Wettstein



Ausgezeichnet mit dem Healthy Workplaces Film Award.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Das Fieber

Dokumentarfilm
Österreich,
Deutschland,
Schweiz
2019
99 Minuten
Untertitel: 
englische
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Markus Wailand
Katharina Weingartner
Siri Klug
Andrea Wagner
Toby Cornish
Katharina Weingartner
Patrick Becker, Peter Braeker
Der Kampf will nicht enden. Noch immer regiert Malaria weite Teile Afrikas. Alle 60 Sekunden stirbt südlich der Sahara ein Kind an diesem Parasiten. Insgesamt ist sie der Grund für rund eine halbe Million Todesfälle im Jahr. Aber warum gelingt es einfach nicht, die Krankheit erfolgreich zu bezwingen, obwohl seit etlichen Jahren unzählige internationale Hilfsorganisationen an einer Lösung arbeiten?

Natürlich liegt das am Geld, an globalen Interessenskonflikten, an der mächtigen Pharmaindustrie. Das ist nichts Neues. Doch der österreichischen Filmemacherin Katharina Weingartner ist nun ein spannender dokumentarischer Thriller gelungen, der in das leidlich bekannte große Bild im Wortsinn aufregende, den Kontext verschiebende und erweiternde Verbindungslinien einzeichnet: zwischen dem Parasiten und der Pharmaindustrie, zwischen Selbstbestimmung in Ostafrika und dem reichsten Mann der Welt. Im Fokus stehen drei mutige Menschen in Uganda und Kenia, die vor Ort gegen die Krankheit kämpfen und oft mit alternativen Methoden weiter kommen, als das die westliche Medizin gerne hätte. Denn eine eigene Lösung, ohne fremde Hilfe und Technologien, ohne die merkantilen oder öffentlichkeitswirksam philanthropischen Interessen der Helfenden, würde ja Unabhängigkeit bedeuten.

Julia Weigl

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Our Lucky Hours

Dokumentarfilm
Belgien,
Frankreich,
Schweiz
2019
77 Minuten
Untertitel: 
englische
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Alexandre Cornu
Martine Deyres
Olivier Brisson, Nicola Marinoni
Jean-Christophe Beauvallet, Dino Berguglia, Antoine-Marie Meert
Philippe Boucq, Catherine Catella, Martine Deyeres
Martine Deyeres, Anne Paschetta
Olivier Hespel, Marianne Roussy, Olivier Schwob
Zwischen 1939 und 1945 starben 45.000 Patienten in psychiatrischen Kliniken in Frankreich. Es gab nur einen Ort, an dem die Kranken die Euthanasie überlebten: das Hospital in dem abgelegenen Dorf Saint-Alban. Hinzu kam, dass es hier Ärzten, Pflegekräften und Patienten gemeinsam mit den Dorfbewohnern gelang, eine ganze Reihe von Kriegsflüchtlingen, Widerstandskämpfern und verfolgten Juden zu verstecken und damit vor dem sicheren Tod zu retten.

Warum war Saint-Alban so eine Ausnahme? Die Regisseurin Martine Deyres fand bei ihrer Recherche in den Archiven des Krankenhauses Fotos, Schmalfilme und Tonaufnahmen. Dieses Material nutzt sie, um das Bild einer Einrichtung zu zeichnen, die ihrer Zeit weit voraus war. Die Patienten wurden respektiert, integriert und individuell gefördert. Außerdem trugen sie durch die Mitarbeit im Haushalt oder auf den Feldern vor allem in der Kriegszeit dazu bei, dass in Saint-Alban niemand hungern musste. Es gab eine Patientenzeitung sowie diverse künstlerische und handwerkliche Kurse. Die Holzskulpturen von Auguste Forestier gelangten sogar als „Art Brut“ zu Berühmtheit, als der Maler Jean Dubuffet die Arbeiten des Saint-Alban-Patienten nach Kriegsende entdeckte. Aus all dem wird ein flammender filmischer Appell für einen respektvollen Umgang mit psychisch Erkrankten, der in Zeiten ökonomischer Zwänge und starker Normierungstendenzen wichtiger ist denn je.

Luc-Carolin Ziemann

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Taste of Hope

Dokumentarfilm
Deutschland,
Schweiz
2019
71 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
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Laura Coppens
Laura Coppens
Azadeh Zandieh
Laura Coppens
Angelika Levi, Laura Coppens
Azadeh Zandieh
Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des genossenschaftlichen Wirtschaftens. Es verbreitet Angst, weil es den kleinen Rädchen im gigantischen Wirtschaftsgetriebe die Macht gibt, über Sinn, Zweck und Drehzahl der ganzen Maschine zu entscheiden. Es ist eines der letzten großen Emanzipationsprojekte: die Befreiung vom Frust, die eigenen Geschicke in den nicht immer geschickten Händen fremder Leute zu wissen. Die seit 2016 bestehende Teeveredelungskooperative Scop-TI im südfranzösischen Gémenos geht auf einen solchen Befreiungsakt zurück: 1.336 Tage lang besetzte die Belegschaft die Produktionsstätten der Fralib-Teefabrik und erpresste vom „arbeitgebenden“ Weltkonzern einen Neuanfang unter eigener Regie.

Wie genau diese Regie aussieht und ob sie den revolutionären Geist des Maschinen-Kidnappings in eine funktionierende, für alle existenzsichernde Produktionsroutine zu überführen vermag, ist die Grundfrage von Laura Coppens’ Film, der damit zu einer Art Rechenschaftsbericht wird – über Einnahmen und Ausgaben, über Einsichten und Verausgabung. Auf einem Fließband schickt sie uns in einen genossenschaftlichen Arbeitsalltag, der doch wartungsintensiver ist, als sich das die eine oder der andere vorgestellt hatte. Im Leitungsbüro hängt ein Konterfei von Che Guevara, bei der Bank hängt ein Kreditverfahren in der Luft. Der Kampf geht weiter.

Sylvia Görke

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Internationales Programm
Warum Schnecken keine Beine haben Aline Höchli

Schnecken gehen ins Büro, aber ein Knick in der Kapitalkurve verlangt rigorose Maßnahmen. Eine Tragikomödie über den Wirtschaftsfaktor in der biologischen Evolution.

Warum Schnecken keine Beine haben

Animationsfilm
Schweiz
2019
11 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Michèle Wannaz, Marcel Derek Ramsay
Aline Höchli
Samuel Schranz, Gurpreet Kaur
Marcel Derek Ramsay
Aline Höchli
Aline Höchli
Peter Bräker
Bunt, groovy und leichtfüßig kommt sie zunächst daher, Aline Höchlis Zeichenanimation. Schnecken gehen ins Büro. Die kreativen, geselligen, aber langsamen Arbeitskollegen werden in der bieneneifrigen Arbeitswelt toleriert. Doch ein Knick in der Kapitalkurve verlangt rigorose Maßnahmen. Am Ende stimmt die Work-Life-Balance wieder, allerdings mit überraschender Verteilung. Eine Tragikomödie über den Wirtschaftsfaktor in der biologischen Evolution.

André Eckardt

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Internationales Programm
Bay of Plenty Milva Stutz

Auf einer Plattform im Ozean trifft sich gelbe, belebte Masse. Deren primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale erweisen sich als transformativ. Ein seltsam erotisches Spiel beginnt.

Bay of Plenty

Animationsfilm
Schweiz
2018
12 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Milva Stutz
Milva Stutz
Lucia Cadotsch, Ludwig Wandinger
Milva Stutz, David Schlatter
Milva Stutz, David Schlatter
Milva Stutz
Lucia Cadotsch, Ludwig Wandinger
Die winzige Insel im Ozean wird zur Begegnungsstätte zweier merkwürdiger, gelber Figuren: Sie wackeln mit ihren Hintern und strecken ihre Brüste, Geschlechtsmerkmale verschieben sich, lösen sich auf, wachsen neu. Eine immerwährende Transformation, die auch noch neue Wesen hervorzubringen scheint. Plötzlich sind alle im Liebesrausch, schmusen miteinander und saugen an diversen Fortsätzen, eine große Verschmelzung kündigt sich an. Sexy und bizarr gleichermaßen.

Carolin Weidner

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Chris the Swiss

Dokumentarfilm
Kroatien,
Finnland,
Deutschland,
Schweiz
2018
90 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
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Samir (Dschoint Ventschr), Siniša Juričić (Nukleus Film), Heino Deckert (Ma.ja.de.), Iikka Vehkalahti (IV Films Ltd / p.s.72 productions)
Anja Kofmel
Marcel Vaid
Simon Guy Fässler
Stefan Kälin
Simon Eltz
Anja Kofmel
Daniel Hobi, Marco Teufen, Hrvoje Petek
Christian Würtenberg starb 1992 in Kroatien. Obwohl der junge Schweizer als Journalist gekommen war, trug er die Uniform einer internationalen Miliz, die auf kroatischer Seite im Bürgerkrieg kämpfte. Lange blieb rätselhaft, warum er selbst zur Waffe griff. Seine Cousine, die Filmemacherin Anja Kofmel, hat sich dieser Frage gestellt.

Sie befragt Weggefährten und ergänzt die dokumentarischen Aufnahmen mit düsteren, aufs Wesentliche reduzierten Animationssequenzen, die das narrative Gerüst des Films bilden. Tief eintauchend in die politischen Wirrungen zeichnet der Film nach, wie Chris Teil der nationalistischen, von Opus Dei unterstützten Söldner wurde. Ein politisch bis heute brisanter, visuell beeindruckender Krimi, der zeigt, wie schnell die persönliche Haltung im Krieg versehrt werden kann.

Luc-Carolin Ziemann


Nominiert für den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts und den MDR-Filmpreis; Schweizer Filmpreis 2019: Bester Dokumentarfilm, Beste Musik, Beste Montage

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Internationales Programm
Eisenberger – Kunst muss schön sein, sagt der Frosch zur Fliege Hercli Bundi

Etwa 45.000 Arbeiten hat der österreichische Künstler Christian Eisenberger bislang produziert. Ein Werk, das den Kunstbetrieb vor Herausforderungen stellt.

Eisenberger – Kunst muss schön sein, sagt der Frosch zur Fliege

Dokumentarfilm
Schweiz
2018
94 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Peter Zwierko
Hercli Bundi
Daniel Almada
Adrian Stähli, Aurelio Buchwalder, Christian Eisenberger, Hercli Bundi
Nela Märki
Hercli Bundi
Patrick Becker, Matthias Hefel, Hercli Bundi
„Kunst ist nur eine Ausrede der Gesellschaft“, sagt der österreichische Künstler Christian Eisenberger, während er dem Filmemacher Hercli Bundi seine neuste Serie von Bildern zeigt, die auf Sequenzen aus Pornofilmen beruht. Das gehöre zum „großen Menschentheater“, habe er einer empörten Freundin erklärt.

Der Blick in Eisenbergers Atelier zeigt einen für den Betrachter unentwirrbaren Haufen von Arbeiten in verschiedenen Stadien. Die Pappfiguren, mit denen er begann, „wurden über lange Jahre nicht gesammelt, sondern nur weggeworfen“. Heute ist Eisenberger froh, wenn wieder ein Schwung Kunst an die Galeristin rausgeht und Platz frei wird im Atelier. Auf etwa 45.000 Arbeiten wird Eisenbergers Werk geschätzt. Den Kunstbetrieb mit seinen Galerien, Messen und Museen nimmt Eisenberger nicht ohne Geschick zur Selbstvermarktung achselzuckend zur Kenntnis. Hauptsache, er kann weitermachen, ob nun im Atelier oder in einem Emaillierwerk. „Nicht in die laufende Maschine greifen!“, warnt ein vergilbtes Schild an seiner Werkstattwand. Das gilt wohl auch für den Künstler selbst.

Fabian Tietke

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Internationales Programm
Immer und Ewig Fanny Bräuning

Ein Paar, beide Ende 60, das mit einem zum mobilen Pflegezimmer umgebauten Caravan durch Europa reist. Regisseurin Fanny Bräuning hat ihren Eltern einen zutiefst intimen Film gewidmet.

Immer und Ewig

Dokumentarfilm
Schweiz
2018
85 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Thomas Thümena
Fanny Bräuning
Olivia Pedroli
Pierre Mennel
Catrin Vogt
Fanny Bräuning
Patrick Becker, Jean-Pierre Gerth
„Nur“ eine Liebesgeschichte. „Nur“ ein Film über Verbundenheit, Verschlungenheit, Verlässlichkeit, Vertrauen. Ein Paar, beide Ende 60, das mit einem zum mobilen Pflegezimmer umgebauten Caravan trotz der MS-Erkrankung der Frau durch Europa reist. Er, ein ehemaliger Fotograf, der seinen Beruf aufgegeben hat, weil er nicht mit der Pflege seiner Frau zu vereinbaren war. Sie, eine ehemalige Malerin und Grafikdesignerin, die nach einer Zeit im Koma noch einmal ins Leben zurückgekehrt ist, wenngleich seither vom Hals abwärts gelähmt.

Mit einem Strahlen im Gesicht spricht sie davon, wie sehr sie es liebt, bei den gemeinsamen Autofahrten aus dem Fenster zu blicken, selbst wenn draußen nur die Autobahn vorbeizieht. Mit verhaltener Bewunderung für das technisch Innovative führt er vor, wie das eingebaute Pflegebett für verschiedene Schlafstellungen taugt. Verträumter Pragmatismus, alltagskompatible Träumerei – alles, immer, trotzdem. Regisseurin Fanny Bräuning hat ihren Eltern einen zutiefst intimen Film gewidmet. In den Gesprächen mit ihnen erzählt sie die Geschichte einer Liebe, die den Krisen getrotzt hat.

Fabian Tietke

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The Apollo of Gaza

Dokumentarfilm
Kanada,
Schweiz
2018
78 Minuten
Untertitel: 
englische
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Philippe Coeytaux, Colette Loumède
Nicolas Wadimoff
Claude Fradette
Franck Rabel
Christine Hoffet
Nicolas Wadimoff, Béatrice Guelpa
Carlos Ibañez Diaz
Im August 2013 taucht in Gaza eine mehr als 2.000 Jahre alte Bronzestatue von Apollo auf. Ein palästinensischer Fischer soll die 750 Kilogramm schwere Plastik auf dem Meeresboden entdeckt und mit viel Arbeit und Mühe geborgen haben. Fotos geraten in Umlauf, die den gut erhaltenen, grünlich schimmernden Gott des Lichts, der Künste, der Heilkunst und der Orakel liegend auf einem Tuch mit Schlumpfmotiven zeigen. Auch wenn nur wenige den „Apollo von Gaza“ mit eigenen Augen zu Gesicht bekamen, wird er unmittelbar zum Objekt von merkantilen wie geopolitischen Interessen und Spekulationen. Es gibt Angebote und Gebote, Verhandlungen mit Museen, Verdachtsmomente und wilde Gerüchte. Dann ist die Statue plötzlich verschwunden, von der Hamas-Regierung beschlagnahmt – so heißt es, bevor man hinzufügt, nicht über die Sache sprechen zu dürfen.

Mit einer Mischung aus Mystery und investigativer Recherche zeichnet „The Apollo of Gaza“ die Geschichte um den spektakulären Fund nach, der nicht zuletzt symbolpolitisches Gewicht hat. Am Ende bleiben die Hoffnungen einer von Krieg und Blockade gezeichneten Region, die sich von dem schönen Gott in Bronze eine Wiederanknüpfung an die verschüttete kulturelle Vergangenheit verspricht.

Esther Buss

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Greater Than

Animationsfilm
Deutschland,
Schweiz
2017
9 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Roland Fischer
Kate Haase, Sebastian Hühnel
Verena Marisa
Sebastian Hühnel
Kate Haase
Kate Haase, Sebastian Hühnel
Kate Haase, Sebastian Hühnel
Lukas Fuchs
Wer aus seinem schützenden Kokon ins gleißende Licht der Außenwelt tritt, geht ein Wagnis ein. Vor allem, wenn die Welt aus langen, stelenartigen, weißen Gebilden besteht, die sich unberechenbar bewegen und einen zu erfassen drohen. Hier trifft Herma auf eine weit größere Kreatur, die ihre eigene Sprache spricht. Beiden gelingt es, je eine Stele zu erklimmen. Kann ihr sonderbarer Dialog trotz der Entfernung fortgeführt werden? Stilisierte Puppenanimation über Selbstbefreiung und ihre Grenzen.

Nadja Rademacher

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Internationales Programm
Köhlernächte Robert Müller

Mit mimetischem Interesse für die Zeitlichkeiten des traditionellen Entlebucher Köhlergewerbes zeigt uns Robert Müller, wie die Holzkohle entsteht. Eine archaisch-schöne Arbeit.

Köhlernächte

Dokumentarfilm
Schweiz
2017
92 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Carola Kutzner
Robert Müller
Fritz Hauser
Pio Corradi, Luzius Wespe, Robert Müller
Kathrin Plüss, Mirella Nüesch
Robert Müller
Guido Keller, Thomas Gassmann, Simon Graf, Salome Wüllner

Immer wieder flucht Fränz Röösli laut. Das Feuer hat ein Loch in seinen Kohlemeiler gefressen. Jetzt bemüht er sich mitten in der Nacht um Schadensbegrenzung und sorgt mit einigen Stockstößen dafür, dass Glut, Rauch und Feuer wieder glühen, rauchen und brennen wie sie sollen. Fränz Röösli ist ein Meister des Feuers, ein Feuerbezwinger – so muss man es fast zuspitzen, um die archaische Schönheit seiner Profession zu fassen. Gewerbsmäßig wird das Handwerk der Meilerköhlerei westeuropaweit heute nur noch im luzernischen Entlebuch betrieben. Etwa fünf Wochen dauert es, bis ein Meiler geschichtet und abgebrannt ist, bis man am Ende die Holzkohle in Säcke verlädt und zum Verkauf auf Lastwagen hievt. Mit einem mimetischen Interesse an den Zeitlichkeiten und den Rhythmen, an den zyklischen Arbeitsprozessen und den ewig wiederholten Handgriffen des Köhlergewerbes zeigt uns der Schweizer Regisseur Robert Müller die Verwandlung von Holz in Kohle – Arbeitsschritt um Arbeitsschritt, Holzschicht um Holzschicht, Schaufelstich um Schaufelstich, Fluch um Fluch. Dass dieses abgeschiedene Gewerk offensichtlich kein Nachwuchsproblem hat, kann man mit und nach diesem Film umstandslos verstehen.



Lukas Stern





Nominiert für Healthy Workplaces Film Award


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Appunti del passaggio

Dokumentarfilm
Belgien,
Italien,
Schweiz
2016
44 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Maria Iorio, Le Souvenir du Présent
Maria Iorio, Raphaël Cuomo
Alessandra Eramo
Gilles Aubry
„Ich habe keine bildliche Erinnerung. Ich erinnere mich an die Empfindungen.“ In ihrem künstlerisch bemerkenswert verdichteten Dokumentarfilm bündeln Maria Iorio und Raphaël Cuomo verschiedene Zeitzeugenaussagen zum persönlichen Bericht einer Italienerin, die 1965 als Arbeitsmigrantin in die Schweiz einreiste. Zentral ist für die Stellvertreterin vieler damaliger Wirtschaftsflüchtlinge aus Südeuropa das Gefühl, ein „vogelfreier Arbeits-Körper“ gewesen zu sein. Sie fühlt sich gedemütigt und kontrolliert durch die Prozeduren in der „Grenzsanität“, durch massive Unterbezahlung, gefährliche Arbeitsbedingungen, psychischen Druck in der Fabrik sowie durch offen geäußerte, verletzende Ressentiments gegenüber dem Fremden.

Der Film ist eine Collage aus Erinnerungsstücken, der eine weibliche Sprecherin ihre Stimme leiht und die bildlich bewusst im Ungefähren bleibt. Im Ungefähren, aber äußerst wirkungsvoll und offensichtlich skeptisch gegenüber realitätsversprechenden visuellen Zeugnissen. Neben verdrehten Detailausschnitten und Negativen von wenigen überlieferten Fotos bieten vor allem ruhige Videoaufnahmen aus der Jetztzeit, etwa die eines verlassenen Gebäudes mit all seinen Gebrauchsspuren, dem Audiobericht der Sprecherin und einer Stimmenperformance den passenden poetischen Raum.

André Eckardt

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Immersion

Animationsfilm
Schweiz
2016
3 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Jürgen Haas
Lalita Brunner
Moritz Widrig
Lalita Brunner
Lalita Brunner
Lalita Brunner
Thomas Gassmann, Hannes Oehen, Markus Graf
Hallenbad bedeutet Wasserspaß. Jedoch erst nach dem Sich-Freimachen. Und hier wird es kompliziert. Tommy gleitet am Ende durchs Nass – überraschenderweise. Mit kontrastreichen Farben, ausgefeiltem Split-Screen und geometrischem Formenspiel hat Lalita Brunner eine verblüffende Designsprache gefunden, um tief in Tommys körperliches Befinden einzutauchen.

André Eckardt


Nominiert für mephisto 97.6 Publikumspreis

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The Lives of Mecca

Dokumentarfilm
Italien,
Schweiz
2015
54 Minuten
Untertitel: 
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Nicola Genni, Domenico Lucchini, Enrica Viola
Stefano Etter
Mariangela Marletta
Amos Pellegrinelli
Nick Bedo
Dieses Mekka liegt im Westen. Am Strand von Coney Island, Brooklyn. Hierher pilgern seit Jahren einige Virtuosen des erfüllten Müßiggangs, um einer gemeinsamen Leidenschaft zu frönen: American Handball. Die Männer, überwiegend Freaks in fortgeschrittenem Alter, sind wechselseitig Akteure und Zaungäste. In einer Szene diskutieren zwei der Protagonisten über den richtigen Titel für den Film, an dem sie gerade mitwirken. Handball müsste im Zentrum stehen, sagt einer, dem das Spiel ernst und sein Geist heilig ist. Der andere will, dass es um die Fauna der Existenzen geht, die hier ums Spiel herum ins Kraut schießen: the lives of Mecca.

Es ist Patrick, der das sagt. Und der ist so etwas wie ein heiter-pantheistischer Philosoph. Manchmal hat er auch die Hoheit über die Musik, die hier aus dem alten Gettoblaster dröhnt, und er ist der Therapeut auf diesem sympathischen Flecken Erde. Ihm zur Seite stehen Aufschneider und Verschlossene, Kinder und Alte, Zerrissene und Gelassene. Jeder für sich ist ein begnadeter Performer der eigenen Geschichte(n). Worum es eigentlich geht: die Vielfalt der Ränder. Das Drunter und Drüber des Alltags. Die volle Energie des Sports. Und die totale Entspannung des nachbarschaftlichen Miteinanders.

Ralph Eue

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Grozny Blues

Dokumentarfilm
Schweiz
2015
104 Minuten
Untertitel: 
englische
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Frank Matter
Nicola Bellucci
Blues Brothers Cafe Band
Simon Guy Fässler
Anja Bombelli
Nicola Bellucci, Lucia Sgueglia
Nicola Bellucci
Die Bilder des Kriegs scheinen vergessen zu sein – Tschetschenien ist längst aus den Nachrichten der westlichen Presse verschwunden. Die Spuren der jahrelang andauernden militärischen Auseinandersetzungen mit Russland sind in der Hauptstadt Grosny kaum noch zu sehen. Es protzt mit neuen Promenaden, modernen Hochhäusern und greller Straßenbeleuchtung. Die Oberfläche glänzt, aber in den Seelen der Menschen sitzt der Schmerz noch tief. Ein Land, das dabei ist, seine Vergangenheit zu vergessen und neben dem nationalen Präsidenten Kadyrov allerorten auch Vladimir Putin huldigt. Vier Frauen, die sich jahrelang für Menschenrechte eingesetzt haben, versuchen, das kollektive Gedächtnis zu erhalten. Seit Beginn des Kriegs in den 90er Jahren haben sie Geschichten in Videos gesammelt und dokumentieren bis heute das Grauen des Kriegs und seiner Folgen, die im offiziellen Tschetschenien niemand sehen möchte. Geschickt stellt der Film Bilder aus diesem Archiv und solche aus dem heutigen Grosny gegeneinander. Dazwischen liegt die Geschichte des Unabhängigkeitskampfes und eines vergessenen Genozids.

---Zaza Rusadze

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