Filmarchiv

Countries

Sugar Cage

Dokumentarfilm
2019
60 Minuten
Untertitel: 
englische
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Zeinah AlQahwaji, Ali Hammoud (Reader Films)
Zeinah AlQahwaji
Ali Assad, Hassan Ali
Zeinah AlQahwaji
Raya Yamisha
Ein Storchenschwarm zieht über der kargen Ebene seine Kreise. Die Zugvögel können sich frei bewegen – ganz im Gegensatz zu den Eltern der Regisseurin, die in ihrer Wohnung in der Nähe von Damaskus ausharren. Täglich versuchen sie, die Angst vor einem Bombeneinschlag, aber auch vor der Isolation zu überwinden. Zunehmende Altersbeschwerden machen die Situation nicht leichter. Seit Kriegsausbruch in Syrien hat Zeinah AlQahwaji ihre Eltern immer wieder besucht und in der Wohnung gefilmt, um herauszufinden, was „Zuhause“ unter diesen schwierigen Umständen bedeutet. Sie bleibt mit ihnen konsequent im engen Apartment. Nur die Augen und die Kamera schweifen ständig in die Weite, hin zur Stadt. Den Eltern ist die Wohnung ein vertrautes Refugium, obwohl sie wie in einem Käfig eingesperrt sind.

Das über mehrere Jahre entstandene Filmmaterial verwebt die Regisseurin in ihrem Langfilmdebüt zu einem intimen Porträt. Es ist ein unspektakulärer Blick auf den Alltag im Kriegsgebiet, fern der journalistischen Berichterstattung. Der Lauf der Zeit ist allein anhand der sich ändernden Jahreszeiten zu erkennen. Die wiederkehrenden Unterbrechungen der Wasser- und Stromversorgung geben ebenfalls eine Struktur vor. Aber selbst die Nachrichten scheinen monoton: Wenn zum wiederholten Mal zu vernehmen ist, wie sich die internationale Politik um Syrien bemüht, zucken die Eltern nicht einmal mit den Schultern.

Annina Wettstein

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Greetings from Aleppo

Dokumentarfilm
2017
17 Minuten
Untertitel: 
englische
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Jos de Putter, Bas Vroege
Issa Touma, Floor van der Meulen, Thomas Vroege
Darius Timmer
Issa Touma
Floor van der Meulen, Thomas Vroege
Tom Jansen
Der syrische Fotograf Issa Touma reist aus Europa in seine Geburtsstadt Aleppo und besucht seine Familie, alte Freunde und Studenten, die dort noch immer leben. Es ist ein Film über den Alltag und die Kunst des Überlebens im Angesicht von Krieg und Zerstörung, über die Tragik und Absurdität des Lebens in einer Extremsituation. Und vor allem wird erschreckend deutlich, wie wenig die Nachrichtenbilder mit dem eigentlichen Leben und Geschehen in Aleppo korrespondieren.

Frederik Lang

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9 Days – From My Window in Aleppo

Dokumentarfilm
2015
13 Minuten
Untertitel: 
englische
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Jos de Putter
Thomas Vroege, Floor van der Meulen
Issa Touma
Thomas Vroege, Floor van der Meulen
Issa Touma
Tom Jansen
Der Fotograf Issa Touma kann seine Wohnung in Aleppo nicht verlassen – vor der Tür wird hart gekämpft: die Assad-Armee gegen die Aufständischen und schließlich kommt noch der IS. Issa richtet die Kamera auf sich selbst und durch die heruntergezogene Jalousie aus dem Fenster. So entsteht ein authentisches Bild, das Menschen aus Konfliktregionen vertraut scheinen mag: Nachrichtenbilder, die echten Geräusche der Straßengefechte von draußen und die „Normalität“ des Alltags – Perversion des Kriegs.

Zaza Rusadze

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Haunted

Dokumentarfilm
2014
117 Minuten
Untertitel: 
englische
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Liwaa Yazji
Liwaa yazji
Kinan Abou Afach
Talal Khoury, Joude Gorani, Liwaa Yazji
Carine Doumit
Liwaa Yazji
DB Studio
Stell dir vor, es ist Krieg. Wo geht man hin? Was nimmt man mit? Für die Menschen in Syrien ist dies kein bloßes Gedankenspiel. Keiner will die Heimat verlassen. Alle versuchen, bis zur letzten Minute auszuharren. Man fragt sich, was bleibt, wenn man alles verlässt. Vielleicht ist die Tasse Kaffee am Morgen die letzte? Im Hintergrund fallen Bomben. Bilder von zerstörten Städten und Gespräche mit Menschen, die noch darin leben, zeigen, dass Krieg nichts Abstraktes ist. Er passiert jetzt.

Kim Busch

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Home

Dokumentarfilm
2015
70 Minuten
Untertitel: 
englische
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Christin Luettich
Rafat Alzakout
Farah Kassem, Juma Hamdo, Joude Gorani, Rafat Alzakout
Zeina Aboul-Hosn
Rafat Alzakout
Raed Younan
Was eine gute Zeit für Kunst ist? Vielleicht eine, wo sie ganz unmöglich scheint und doch entstehen muss, als ein Beweis von Vitalität. Manbidsch in Nordsyrien gehörte zu den Städten, aus denen sich die Regime-Streitkräfte 2012 zurückzogen. Die Kämpfe haben damit allerdings nicht aufgehört: Das Assad-Regime, die Freie Syrische Armee und zunehmend auch der „Islamische Staat“ bekriegen sich weiterhin erbittert. Dennoch wird das öffentliche Leben unter anhaltender Bombardierung und anderen extremen Beschwernissen von örtlichen Räten und Zentren für Zivilgesellschaft halbwegs aufrechterhalten.

Der Regisseur Rafat Alzakout, der nach Beirut emigrierte, fährt für diesen Film nach Manbidsch, um nach Freunden zu sehen und Zeit mit ihnen zu verbringen. Er begleitet Ahmed, den Balletttänzer, Mohamed, den ehemaligen Offizier der staatlichen Streitkräfte, und den früheren Zeichenlehrer Taj bei ihren Versuchen, unter den gegebenen Umständen ein „normales Leben“ zu führen und ihre individuellen, künstlerischen und gesellschaftlichen Visionen nicht aus den Augen zu verlieren. So schaffen sie immer wieder provisorische Oasen eines freien Miteinanders. In seiner Unmittelbarkeit von direkter Beobachtung und vertrauter Befragung der Freunde sowie tagebuchartigen Reflexionen findet „Home“ ein schönes Gleichgewicht zwischen Heldenlied und Alltagsgeschichte, Hoffnung und Desillusionierung.

Ralph Eue

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From My Syrian Room

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Nathalie Combe, Heino Deckert, Georges Schoucair, Myriam Sassine, Hazem Alhamwi
Hazem Alhamwi
Sivan
Hazem Alhamwi, Ghassan Katlabi
Florence Jacquet
Hazem Alhamwi
Nuzha Al Nazer, Frédéric Maury
Beklemmung überfällt einen. Die Feder von Hazem Alhamwi kratzt über eine Schwarz-Weiß-Skizze, die eines Hieronymus Bosch würdig wäre. Apokalyptische Motive und zugespitzte Satire sind seine Spezialität und waren die Rettung. In einem Land wie Syrien, wo alles, selbst das Atmen – wie einer bitter kommentiert – kontrolliert wurde, brauchte es Fluchträume. Kunst, die auf Öffentlichkeit verzichtet, kann einer sein. Der Film entstand, als die Proteste im Windschatten des Arabischen Frühlings hoffen ließen, dass sich etwas ändern könnte: endlich aussprechen, was jahrzehntelang unterdrückt war und zu hohen Gefängnisstrafen geführt hätte. In Gesprächen mit Freunden und Verwandten betreibt der Regisseur Ursachenforschung, beginnend mit Kindheitserfahrungen von Propaganda und Personenkult, Anpassung und Angst. Heute, da sich die Ereignisse überschlagen, ist die hohe Zeit der schnellen Medien. Alhamwis differenzierte Töne, assoziative Motive und Ausflüge in die Bilderwelt der Kindheit haben es schwer mitzuhalten in einer Gegenwart, in der Syrien zwischen religiösen und ethnischen Interessen sowie denen des Auslands zerrieben wird. Die Stimmen aus Alhamwis Zimmer hallen nach aus einer Zeit, als Demokratisierung und Freiheit gefordert wurden. Diesen kurzen Moment, als die Opposition sich zu formieren und zu formulieren suchte, hält der Film fest. Die Zeit der Idealisten war kurz bemessen.
Cornelia Klauß

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Of God and Dogs

Dokumentarfilm
2013
11 Minuten
Untertitel: 
englische
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Abounaddara Collective
Abounaddara Collective
Abounaddara Collective
Abounaddara Collective
Das Gesicht und die Stimme eines jungen syrischen Kämpfers. Die linke Hälfte seines Antlitzes in tiefem Schatten. Zu hören: eine Erzählung, immer noch glühend von der Erinnerung an eine Vernehmung, zu der er als Verhörspezialist hinzugezogen wurde. Die Worte und Sätze kommen zögernd und gewichtig. Der erste Satz, den er trocken und klar spricht, nachdem er sich rauchend, mit geneigtem Kopf und geschlossenen Augen gesammelt hat: „Ich habe getötet.“ Der Mann, den er am Ende des Verhörs erschoss, war unschuldig, davon ist er überzeugt. Die zehn Männer aber, die dem Verhör beiwohnten, hatten den Verdächtigen schon vorverurteilt, wollten ihren Befund nur legitimiert sehen. Was ein gewöhnlicher Arbeitseinsatz für den jungen Mann hätte sein sollen, wird binnen weniger langer Minuten zur Bewährungsprobe seines Menschseins, und er empfindet, dass er versagt hat. Von diesem Versagen handelt „Of God and Dogs“ und schwingt sich zum großen filmischen Requiem auf: unversöhnt, meisterlich, verzweifelt.
Ralph Eue

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Dok Internationales Programm
Our Terrible Country Mohammad Ali Atassi, Ziad Homsi

Syrien: Ein junger Fotograf begleitet einen bekannten Dissidenten auf der Flucht vor den Kampfhandlungen, vor der ISIS und ins Exil. Rau und direkt – eine Reflexion im Kugelhagel.

Our Terrible Country

Dokumentarfilm
2014
85 Minuten
Untertitel: 
englische
französische
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Christin Luettich
Mohammad Ali Atassi, Ziad Homsi
Ziad Homsi, Saeed Al-Batal
Marwan Ziadeh
Mohammad Ali Atassi
Nadim Mishlawi
Akt 1: Ziad Homsi, 24 Jahre, Fotograf und Freiheitskämpfer, trifft in Ghouta, der ersten befreiten Stadt im syrischen Bürgerkrieg, auf den Intellektuellen und „Doktor der Revolution“, Yassin al-Haj Saleh. So abwegig es vor dem Hintergrund der andauernden Straßenkämpfe und der vollständigen Zerstörung der Stadt erscheinen mag – Homsi beginnt, ein Porträt über den prominenten Dissidenten zu drehen. Zunächst noch unsicher im gegenseitigen Umgang, entwickelt sich zwischen beiden eine immer engere Beziehung.
Akt 2: ar-Raqqa. Salehs Heimatstadt wird von den Terroristen der ISIS eingenommen, sein Bruder verhaftet und eingesperrt. Er hat keine Wahl – er muss zurückkehren. Homsi begleitet ihn. Nach 20 Tagen anstrengendster Reise durch (noch) befreites Gebiet erreichen sie die Stadt. Nur, um sich dort vor den ISIS-Fanatikern zu verstecken, die Jagd auf alles machen, was klug, ausgebildet und selbstständig denkend ist. Den Bruder finden sie nicht.
Akt 3: Das erzwungene Exil. Saleh flieht vor dem wachsenden ISIS-Terror nach Istanbul, wo er auch seinen jungen Freund Homsi wiedersieht – ein Treffen zweier Generationen, die durch ihre Revolution mit all den Hoffnungen, Enttäuschungen und Rückschlägen verbunden sind. Die Idee, für die es sich zu kämpfen und zu sterben lohnt, ist verschwunden. Was bleibt, ist die Hoffnung, irgendwann einmal zurückzukehren. Um dort was zu tun?
Matthias Heeder

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Animadok
Suleima Jalal Maghout

Das Porträt von Suleima, eine von Tausenden anonymen Frauen, die in Syrien gegen Abhängigkeit und Ungerechtigkeit kämpfen.

Suleima

Animadok
2014
15 Minuten
Untertitel: 
englische
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Estayqazat Project
Jalal Maghout
A.w. Team
Jalal Maghout
Jalal Maghout
Jalal Maghout
Jalal Maghout
A.w. Team
Das Porträt von Suleima, eine von Tausenden anonymen Frauen, die in Syrien gegen Abhängigkeit und Ungerechtigkeit kämpfen.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Everyday Everyday

Dokumentarfilm
2013
26 Minuten
Untertitel: 
englische
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Maia Malas, Madalina Rosca
Reem Karssli
Reem Karssli
Reem Karssli
Reem Karssli
Impressionen einer Wohnung, nur wenige Dinge werden mitgenommen. Eine Fahrt auf dem Rücksitz eines Autos. Dass es ein Außen gibt, ist nur zu erahnen. Ein Schatten auf dem Teppich, der zu einer anderen Wohnung gehört. Dieser Ort sei sicherer. Es gibt einen Balkon, über dessen Brüstung man besser nicht blicken sollte. In der Spiegelung der Fensterscheibe zeigt sich die Frau hinter der Kamera. Immer wieder sind Schüsse zu hören. Es heißt, ein Kiosk sei bombardiert worden. Nein, zwei. Es heißt, die Freie Syrische Armee baue eine Barriere vor dem Haus, das man mit der Vergangenheit, den Träumen und der Hoffnung zurücklassen musste. Mit „jedem Tag“ wachse die Angst. Jeder wisse, dass Syrien frei sei, frei bleibe und keine Diktatur akzeptieren werde, tönt es aus dem Fernseher.
Reem Karssli gelingt mit ihrem Videotagebuch das sensible Porträt einer Familie, deren Mitglieder „jeden Tag“ auf ihre ganz individuelle Art und Weise mit der Realität umgehen müssen, die „noch harscher, noch hässlicher“ sei als das, was eine Kamera einfangen könne. Ein seltenes Dokument, das durch seine extreme Unmittelbarkeit besticht und wohl nur durch ein Wunder diese Wohnung verlassen konnte.

Claudia Lehmann

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Retrospektive
Homeland of Barbed Wire Kais Al-Zubaidi

Gebiete unter israelischer Verwaltung waren Regisseuren der PLO-Filmorganisationen nicht zugänglich. Kais Al-Zubaidi schickte ein westdeutsches Filmteam in die 1967 besetzten Gebiete. ...

Homeland of Barbed Wire

Dokumentarfilm
1980
61 Minuten
Untertitel: 
keine
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PLO
Kais Al-Zubaidi
Gebiete unter israelischer Verwaltung waren Regisseuren der PLO-Filmorganisationen nicht zugänglich. Kais Al-Zubaidi schickte ein westdeutsches Filmteam in die 1967 besetzten Gebiete. Es sprach mit palästinensischen Bauern und Flüchtlingen sowie mit jüdischen Siedlern. Die Einen haben Felder und Weideland verloren oder sollen aus den Lagern, in denen sie seit 1948 leben, weiter gen Osten getrieben werden. Die Anderen nennen ihr neues Siedlungsgebiet „befreites Land“.

Irit Neidhardt

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Damascus, My First Kiss

Dokumentarfilm
2012
42 Minuten
Untertitel: 
englische
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Lina Al Abed, SakaDo Productions
Lina Al Abed
Wael al Kak
Joud Gorani
Andrijana Stojkovic, Rami Nihawi
Lina al Abed
Ghanem Al Mir
In ihrem dritten Dokumentarfilm setzt sich die palästinensisch-jordanische Filmemacherin Lina Alabed erneut mit der Rolle der Frau in der arabischen Welt auseinander. Drehort ist Damaskus, Syrien. Noch hat der Aufstand gegen das Assad Regime nicht begonnen. Trotzdem liegt Unruhe in der Luft und die Frage nach den Grenzen, die eine männerdominierte Gesellschaft den Frauen setzt, führt notwendig zu der Frage der Freiheit. Drei Frauen erzählen von ihrem Verhältnis zum Körper, zur Sexualität, von dem Druck der Traditionen und ihren Schuldgefühlen. Asma, eine Muslima, die mit 16 Jahren verheiratet wurde und nicht die geringste Vorstellung davon hatte, was Heirat bedeutet; Lina, Tochter einer wohlhabenden christlichen Familie, die bedauert, dass sie mit 45 Jahren ihren Körper noch immer nicht kennt; schließlich die Regisseurin selbst, die in sehr persönlichen Worten aus dem Off kommentiert und die Stimmen dieses Films zu einer einzigen Erzählung verbindet. Überraschend ist die Offenheit, mit der Asma und Lina ihr Leben beschreiben, überraschend für die Protagonistinnen selber. In einer wunderbaren Szene – Asma hat gerade davon erzählt, wie das Streicheln der Tochter in ihrem Armen als Weckung sexueller Lust kritisiert wurde – blickt sie gedankenverloren vor sich hin. Dann wendet sie den Kopf der Kamera zu und sagt diesen einen Satz: Wohin führst Du mich? Wie also die Verhältnisse ändern? Lina und Asma haben ihre Töchter von dem gesellschaftlichen Zwang befreit und lassen sie selbst über ihr Leben entscheiden. Damit schlagen die Frauen Schneisen in die versteinerten Verhältnisse, an deren Ende die Regisseurin die Freiheit des Menschen sieht, unabhängig vom Geschlecht.
– Matthias Heeder

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Tournesols - Al Rastan

Dokumentarfilm
2011
25 Minuten
Untertitel: 
englische
Al Rastan, Syrien, im August 2011. Das Osmanische Reich, die französische Besatzung, kein feudaler Herrscher hat dieser Stadt über die Jahrtausende das anhaben können, was die eigene Armee innerhalb eines Tages schaffte.
Über ein Jahr ist es schon wieder her, doch die Auslöschung dieser ganzen Stadt ist immer noch beispielhaft für das, was in und mit Syrien derzeit passiert.
Rohe wacklige Bilder führen in zerstörte Häuser. Eine im Wind flatternde Jacke ließ Assads Militär ein ganzes Haus zusammenschießen, ein Heckenschütze wurde hinter dem Fenster vermutet. Soldaten, die sich offen zur Desertation bekennen und die das Massaker in ihrer eigenen Stadt schließlich dazu bewegte, sich der Free Syrian Army anzuschließen. Frauen, die um ihre erschossenen Kinder trauern und hillflos die zerstörte Waschmaschine beweinen.
„Was für einen Nutzen hat eine Armee, die ihre eigenen Bürger erschießt und nur den Präsidenten beschützt?" „Wie soll denn eine ganze Stadt auf einmal aus Terroristen, westlichen Agenten, Kriminellen und bewaffneten Banden bestehen?" Zerrupfte Kätzchen auf der Suche nach etwas Futter. So viele Fragen und niemand gibt eine Antwort.
– Lina Dinkla

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