Filmarchiv

Internationales Programm
Above the Styx Maria Stoianova

Ostern auf einem Kiewer Friedhof: Menschen strömen an die Gräber ihrer Geliebten, speisen mit ihnen und zelebrieren das Leben. Eine intime Gesellschaftsstudie eines traditionsreichen Landes.

Above the Styx

Dokumentarfilm
Ukraine
2019
29 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Maria Stoianova
Maria Stoianova
Anna Khvyl
Maria Stoianova, Yulia Danylchuk, Maria Terebus, Liudmyla Paraskiva, Kateryna Rybachuk, Anastasiya Feshchuk, Ivan Bershadskyi, Alla Onopchenko
Maria Stoianova
Maria Terebus
Andrii Rogachov
Ganz präzise steckt ein junger Mann Plastikblümchen in die Erde. Ein älteres Paar baut ein Picknick direkt neben dem Grab auf. Ein Törtchen, belegte Brote, Eier. Es ist Ostern auf einem Kiewer Friedhof. Unzählige Menschen strömen an die Gräber ihrer Geliebten, um das Leben zu zelebrieren, ihrer Verstorbenen zu gedenken und sich vom Priester ein paar Tropfen Weihwasser abzuholen. Dem Regiekollektiv gelingt eine intime Gesellschaftsstudie ihrer traditionsreichen Heimat.

Julia Weigl

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

DOK Neuland
Aftermath: Euromaidan Alexey Furman, Sergii Polezhaka

In der VR-Dokumentation werden die Ereignisse des 20. Februar 2014 auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew rekonstruiert. Fünfzig Menschen verlieren ihr Leben, als die Polizei das Feuer auf Euromaidan-Protestanten eröffnet.

Aftermath: Euromaidan

VR-Erfahrung
Ukraine
2019
30 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
Alexey Furman
Alexey Furman, Sergii Polezhaka
DakhaBrakha
Nikita Yurenev
Daria Zubrytska, Yaroslava Drutsa
Sergii Polezhaka, Sergii Korovaynyi
Nikita Bohdanov
Andrii Kulykov, Marko Suprun
Sergii Polezhaka
Kirill Zhylinsky
Anastasia Trepition
Liza Nesterenko, Artem Yudin
Kirill Zhylinsky
In der VR-Dokumentation werden die Ereignisse des 20. Februar 2014 auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew rekonstruiert. Fünfzig Menschen verlieren an diesem Tag ihr Leben, als die Polizei das Feuer auf Euromaidan-Protestanten eröffnet. Durch den Einsatz von Archivmaterial und 360°-Interviews entfaltet sich die Geschichte Stück für Stück in der mittels CGI und Fotogrammetrie nachgebauten Umgebung.

Lars Rummel, Marie Hinkelmann

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Spätlese
Ceremony Phil Collins

Was verbindet Manchester im Jahr 2017 mit der russischen Revolution? Friedrich Engels. Dessen Theorien bilden den Ausgangspunkt für Reflexionen über den Zustand des heutigen Großbritannien.

Ceremony

Dokumentarfilm
Deutschland,
Ukraine,
UK
2018
67 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Siniša Mitrović, Natasha Dack Ojumu
Phil Collins
Mica Levi, Demdike Stare, Gruff Rhys
Neus Ollé-Soronellas, Joseph Briffa, Jonathan Stow, Alex Large, David Bewick, Pedro Labanca, Federico Funari, Phil Collins, Siniša Mitrović, Matthias Schellenberg
David Charap, Andreas Dalström
Phil Collins
Jochen Jezussek
Was verbindet das Manchester des Jahres 2017 mit der russischen Revolution 100 Jahre zuvor? Friedrich Engels. Bevor er gemeinsam mit Karl Marx das Kommunistische Manifest verfasste, hatte der Philosoph und Unternehmer einige Jahre in der nordenglischen Industriehauptstadt des 19. Jahrhunderts gelebt. Ausgehend von Engels’ kommunistischen Theorien reflektiert der Künstler Phil Collins über deren Aktualität: Wie sieht „die Lage der arbeitenden Klasse in England“ – so ist eines seiner Hauptwerke überschrieben – heute aus? Würde Engels nicht vielmehr über die „working poor“ schreiben, die arbeitenden Armen? Wie unterscheidet sich die „Tyrannei des Kapitals“ von damals und heute, die unsere Gesellschaften, unser Leben, Denken und Handeln noch immer fest im Griff zu haben scheint? Ist deshalb der Kommunismus wieder ein denkbares Ideal?

Und auch Engels selbst darf erneut nach Manchester reisen, in Form einer Statue, deren Transport aus einem ukrainischen Dorf zu ihrem neuen Aufstellungsort in der ehemaligen Industriekapitale der Film begleitet – ein vielschichtiges sozialistisches Roadmovie von der einen Außenseite der EU zur (demnächst) anderen.

Frederik Lang

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Deep Love

Animationsfilm
Ukraine
2019
14 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Andrij Granytsia
Mykyta Lyskov
Anton Bajbakov, Kurs valyut, Oleksij Dyachkov
Mykyta Lyskov
Mykyta Lyskov
Mykyta Lyskov
Mykyta Lyskov
Anton Bajbakov
Der Weißkopfseeadler, Krafttier der USA, fliegt mit einer sternenförmigen Kloake über eine ukrainische Stadt und wirft ein Ei ab, dessen Aufprall für einen aufsteigenden Atompilz sorgt. Genosse Lenin platzt der Schädel. Ein von sich Überzeugter macht einen Kopfsprung in einen wasserlosen Pool. Es sieht nicht gut aus in diesem Land, das gerade versucht, zu sich zu finden, und die eigenen Fassaden mit blau-gelben Streifen versieht.

Carolin Weidner



Ausgezeichnet mit einer Goldenen Taube im Next Masters Wettbewerb kurzer Dokumentar- and Animationsfilm.

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From Crimea to Siberia: How Russia Is Tormenting Political Prisoners Sentsov and Kolchenko

Dokumentarfilm
Ukraine
2018
64 Minuten
Untertitel: 
englische
VO_Englisch
Credits DOK Leipzig Logo
Nataliya Gumenyuk
Anna Tsyhyma, Anhelyna Karyakyna
Anna Tsyhyma
Anhelyna Karyakyna
Anhelyna Karyakyna
Der Film erzählt die Geschichte des ukrainischen Filmemachers Oleg Sentsov und dem Aktivisten Sasha Kolchenko, die während des Konflikts 2014 auf der Krim festgehalten wurden. Trotz internationaler Proteste wurden sie wegen terroristischer Anschläge verurteilt und verbrachten mehrere Jahre in russischer Haft. Der Film begleitet Sentsovs Schwester auf derselben Strecke, auf der die ukrainischen Gefangenen nach ihrer Inhaftierung vor vier Jahren transportiert wurden.

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Next Masters Wettbewerb
The Diviners Roman Bordun

Ein kaleidoskopartiges Porträt der aktuellen Ukraine, gebaut aus dokumentarischen Facetten des Lebens in Kiew, in Odessa, in Lwiw. Ein Porträt, das eigentlich uns alle ins Bild nimmt.

The Diviners

Dokumentarfilm
Ukraine
2019
58 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Roman Bordun
Roman Bordun
Roman Bordun
Roman Bordun
Roman Bordun
Daryna Rudokvas
Ein kaleidoskopartiges Porträt der aktuellen Ukraine. Dokumentarische Facetten aus dem Leben der Städtebewohner von Kiew, Odessa und Lwiw. Symmetrische Bildassoziationen der Fundstücke im Schnitt: gelb, gelb, gelb. Pinke Rohre. Kugeln und Kreise. Parade und Laufsteg. Formen und Farbspielereien und dazwischen, todernst, die aktuellen politischen Konflikte der Ukraine durch Volkes Stimme: Soll man Russen erschlagen wie Fliegen? Wer hat die Macht? Jugendliche Saufspiele arten in üble Schlägereien aus. Mädchen sind dämlich und verspielt. Junge Paare knutschen mechanisch und hüten dabei ihr Handy. Nackte am Strand haben Kreuze auf den Oberschenkeln. Hunde werden mit Zuneigung missbraucht.

Aufs Tableau kommt das Leben selbst, in seiner „Grausamkeit und Menschlichkeit, Liebe und Gleichgültigkeit“. Ein Porträt von uns allen: „den Gutmeinenden, den Mitleidlosen, den Komischen, den Naiven, den Ehrlichen“. Der Regisseur widmet den Film seinem russischen Kollegen Aleksandr Rastorgujew, der 2018 bei investigativen Recherchen über einen korrupten russischen Militärkonzern in der Zentralafrikanischen Republik ums Leben kam.

Saskia Walker

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.