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Next Masters Wettbewerb
The Diviners Roman Bordun

Ein kaleidoskopartiges Porträt der aktuellen Ukraine, gebaut aus dokumentarischen Facetten des Lebens in Kiew, in Odessa, in Lwiw. Ein Porträt, das eigentlich uns alle ins Bild nimmt.

The Diviners

Dokumentarfilm
Ukraine
2019
58 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Roman Bordun
Roman Bordun
Roman Bordun
Roman Bordun
Roman Bordun
Daryna Rudokvas
Ein kaleidoskopartiges Porträt der aktuellen Ukraine. Dokumentarische Facetten aus dem Leben der Städtebewohner von Kiew, Odessa und Lwiw. Symmetrische Bildassoziationen der Fundstücke im Schnitt: gelb, gelb, gelb. Pinke Rohre. Kugeln und Kreise. Parade und Laufsteg. Formen und Farbspielereien und dazwischen, todernst, die aktuellen politischen Konflikte der Ukraine durch Volkes Stimme: Soll man Russen erschlagen wie Fliegen? Wer hat die Macht? Jugendliche Saufspiele arten in üble Schlägereien aus. Mädchen sind dämlich und verspielt. Junge Paare knutschen mechanisch und hüten dabei ihr Handy. Nackte am Strand haben Kreuze auf den Oberschenkeln. Hunde werden mit Zuneigung missbraucht.

Aufs Tableau kommt das Leben selbst, in seiner „Grausamkeit und Menschlichkeit, Liebe und Gleichgültigkeit“. Ein Porträt von uns allen: „den Gutmeinenden, den Mitleidlosen, den Komischen, den Naiven, den Ehrlichen“. Der Regisseur widmet den Film seinem russischen Kollegen Aleksandr Rastorgujew, der 2018 bei investigativen Recherchen über einen korrupten russischen Militärkonzern in der Zentralafrikanischen Republik ums Leben kam.

Saskia Walker

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Delta

Dokumentarfilm
Deutschland,
Ukraine
2017
80 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Yulia Serdyukova, Gennady Kofman, Kirill Krasovski
Oleksandr Techynskyi
Oleksandr Techynskyi
Marina Maykovskaya
Oleg Golovoshkin
Das dünnbesiedelte Donaudelta in der Bukowina liegt an der EU-Außengrenze auf rumänischem und ukrainischem Gebiet. Abseits des von Containerschiffen befahrenen Hauptstroms verästelt sich ein Netz von Seitenflüssen in einem endlosen Schilfwald. Im veränderlichen Licht des Hochwinters wechseln sich warme und kalte Brauntöne ab. Nebelwände und graue Wassermassen verwischen den Horizont. Durch das hohe Röhricht bahnen sich Männer ihren Weg zur Schilfernte. Die Kamera drängt sie an den Bildrand. Der stark begrenzte Schärfenbereich macht sie mal zu Fremden in einer unwirklichen Landschaft, mal werden sie von dieser aufgesogen. Bei Kälte und Feuchtigkeit schneiden sie das riesige Schilf, packen es zu mächtigen Bündeln und schleppen es über Eisrinnen. So hart die Arbeit, so rau der Ton der Landarbeiter untereinander, so derb der Alltag, den es zu überleben gilt. In der unwegsamen, wilden Abgeschiedenheit der Region bietet der orthodoxe Glaube ein schützendes Heim. Hektisch und durcheinander schöpfen in Nahaufnahme Eimer und Flaschen das Weihwasser aus dem Fluss. Bei der Aussegnung trauert das Dorf mit Gesängen dicht gedrängt um den Verstorbenen. Es sind spirituelle Rituale einer kleinen, isolierten Gemeinde, umarmt von den Adern der mächtigen Donau. Oleksandr Techynskyis haptischer Film fängt die Nähe in der großen Weite ein.

André Eckardt



Lobende Erwähnung im Next Masters Wettbewerb;
Nominiert für MDR-Filmpreis, Healthy Workplaces Film Award, Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts

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