Filmarchiv

Strictly Animated
A Morning Stroll Grant Orchard

New York City an einem frühen Morgen im Jahr 1959: Ein Huhn biegt um die Ecke, läuft an einem verdutzten Fußgänger vorbei, steigt die Treppe zu einer Wohnung hoch, klopft mit dem Schnabel an die Tür und wird, nach kurzer Wartezeit, hereingelassen.

A Morning Stroll

Animationsfilm
UK
2011
7 Minuten
Untertitel: 
englische
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Sue Goffe
Grant Orchard
Nic Gill
Nic Gill
Sander Jones, Lucas Vigroux, Perrine Marais, Florian Mounie, Max Stöhr
Nic Gill
Grant Orchard
New York City an einem frühen Morgen im Jahr 1959: Ein Huhn biegt um die Ecke, läuft an einem verdutzten Fußgänger vorbei, steigt die Treppe zu einer Wohnung hoch, klopft mit dem Schnabel an die Tür und wird, nach kurzer Wartezeit, hereingelassen. Der gleiche Morgenspaziergang wiederholt sich in den Jahren 2009 und 2059. Das Fazit: Es steht gar nicht gut um unseren Planeten.

Duscha Kistler

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Strictly Animated
All Is Full of Love Chris Cunningham

„It’s like Kamasutra meets Industrial Robotics“, meinte der britische Videokünstler Chris Cunningham und lieferte damit die wohl treffendste Beschreibung für seinen erotischen Musikclip zu Björks „All Is Full of Love“.

All Is Full of Love

Animationsfilm
UK
1999
4 Minuten
Untertitel: 
keine
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Cindy Burnay
Chris Cunningham
Björk
John Lynch
Gary Knight
„It’s like Kamasutra meets Industrial Robotics“, meinte der britische Videokünstler Chris Cunningham und lieferte damit die wohl treffendste Beschreibung für seinen erotischen Musikclip zu Björks „All Is Full of Love“, in welchem sich zwei identische Roboter in elegantem Weiß und mit Björks Gesichtszügen im sterilen Licht eines Operationssaales leidenschaftlich küssen und berühren.

Duscha Kistler

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Aquarela

Dokumentarfilm
Dänemark,
Deutschland,
UK
2018
90 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Aimara Reques, Heino Deckert, Sigrid Dyekjær
Victor Kossakovsky
Eicca Toppinen
Victor Kossakovsky, Ben Bernhard
Victor Kossakovsky, Molly Malene Stensgaard, Ainara Vera
Victor Kossakovsky, Aimara Reques
Alexander Dudarev
Ein Film über das Wasser. Schönheit, Kraft und Bedrohung mischen sich in den Bildern von Victor Kossakovskys neuester Arbeit: Die Ruhe des Eises am Baikalsee trügt. Unter der Oberfläche brodelt es, schmilzt es – deutlich früher als sonst. Viel zu tun für eine Gruppe von Nothelfern. Ein Auto nach dem anderen ziehen sie aus den gefrorenen Massen und bergen die Fahrer.

Eisberge versinken hier im Meer, Stürme peitschen Regenfluten in Florida an Land, ganze Ozeane stürzen den Salto Ángel in Venezuela hinunter. 40 Jahre nach seinen Anfängen als Filmemacher, 30 Jahre nach seinem Abschluss an den Höheren Kursen für Drehbuch und Regie in Moskau und rund sieben Jahre nach seinem Dokumentarfilm „Vivan Las Antipodas!“, der den Globus in geografischen Gegensätzen durchmaß, hat Victor Kossakovsky einen weiteren Film gedreht, der die Landschaften der Welt zu seinen Protagonisten erhebt. „Aquarela“ zeigt Gewässer aus aller Welt, in all ihren Erscheinungsformen, in all ihren sich wandelnden, von vergleichsweise winzigen Temperaturunterschieden bedingten Aggregatzuständen. Die Kamera kartografiert auf Booten, taucht unter die Oberflächen, erhebt sich in die Luft, um die Weite des Raumes zu erfassen. Kossakovsky komponiert zu Heavy-Metal-Musik eine visuelle Symphonie der Urgewalten. Die mächtigen Bilder gebieten Ehrfurcht. Staunen flutet wie die Gischt von der Leinwand.

Fabian Tietke

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Kids DOK
Billie Maki Yoshikura

Billie und sein Herrchen sind ein eingespieltes Team. Der Hundebesitzer ist bereits etwas älter und sein tierischer Begleiter ist voll auf dessen Rhythmus eingestellt.

Billie

Animationsfilm
UK
2018
4 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Maki Yoshikura
Eleni Hassabis
Francesca Gambatesa
Victoria Jardine
Maki Yoshikura, Geoff McDowall, Robert Milne, Tim Sagar, Roly Edwards
Maki Yoshikura
Eleni Hassabis
Billie und sein Herrchen sind ein eingespieltes Team. Der Hundebesitzer ist bereits etwas älter und sein tierischer Begleiter ist voll auf dessen Rhythmus eingestellt. Als Billie nach einem Schicksalsschlag in eine neue Familie mit zwei lebhaften Kindern kommt, ist er erst mal überfordert. Da hilft nur noch der Besuch der Oma, die als Vermittlerin zwischen Hund und Kindern ganze Arbeit leistet.

Kim Busch

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Don’t Let It All Unravel

Animationsfilm
UK
2007
3 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Peter Lord, David Sproxton, Miles Bullough, Helen Brunsdon
Sarah Cox
Gemma Carrington, Jonathan Biggins
Ben Lole
Steven Edge, Sarah Cox, Ben Lole, Candi Smith
Will Norie
Die Welt, ein Wollknäuel. Die Natur, ein Strickwerk. Doch bloß nicht am Faden ziehen! Sarah Cox hat mit ihrem nur knapp dreiminütigen Film ein bemerkenswertes Bild für den Klimawandel und seine Folgen für unser Ökosystem geschaffen. „Don’t Let It All Unravel“ wurde für die Live-Earth-Konzerte produziert, die 2007 stattfanden, um auf die globale Erwärmung aufmerksam zu machen.

Duscha Kistler

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Strictly Animated
Furniture Poetry Paul Bush

Ein Film-Spiel, inspiriert von Ludwig Wittgensteins Zitat: „Was hindert mich anzunehmen, daß dieser Tisch, wenn ihn niemand betrachtet, entweder verschwindet oder seine Form und Farbe verändert (…)?“.

Furniture Poetry

Animationsfilm
UK
1999
6 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Paul Bush
Paul Bush
Andy Cowton
Ein Film-Spiel, inspiriert von Ludwig Wittgensteins Zitat: „Was hindert mich anzunehmen, daß dieser Tisch, wenn ihn niemand betrachtet, entweder verschwindet oder seine Form und Farbe verändert (…)?“ Paul Bush nimmt die Herausforderung an und verändert in wahnwitzigem Irrsinn alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Wer weiß schon, was wirklich ist? Was ist der Beweis dafür, dass ich etwas weiß?

Duscha Kistler

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I’m OK

Animationsfilm
Kanada,
UK
2018
6 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Abigail Addison (Animate Projects), Elizabeth Hobbs, Jelena Popović (National Film Board of Canada)
Elizabeth Hobbs
Elizabeth Hobbs
Elizabeth Hobbs
Elizabeth Hobbs
Sacha Ratcliffe
Im rasanten Galopp durch das stürmische Delirium von Oskar Kokoschka. Nach gescheiterter Amour fou mit Alma Mahler stürzt er sich 1915 als Dragoner in den Krieg, wird verletzt und arbeitet auf: das expressionistische Drama „Orpheus und Eurydike“ entsteht. Elizabeth Hobbs nimmt die Dynamik von Kokoschkas Zeichnungen und das Bewegte seines emotionalen Rausches auf. Kraftvoll und in leuchtenden Farben verschlingen sich unruhige Tuschestriche zu kurzlebigen Szenen über Leidenschaft und Leiden.

André Eckardt

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Into the Abyss

Dokumentarfilm
Deutschland,
UK,
USA
2011
107 Minuten
Untertitel: 
keine
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Erik Nelson
Werner Herzog
Mark Degli Antoni
Peter Zeitlinger
Joe Bini
Werner Herzog
Werner Herzog
Werner Herzog, Michael Perry, Jason Burkett
Der Fluch der Gewalt, wie lässt er sich bannen? Werner Herzog hat sich wiederholt mit der Todesstrafe in den USA auseinandergesetzt. „Into the Abyss“ rekonstruiert einen dreifachen Mord anhand von Archivmaterial und Gesprächen. Herzog befragt die Beteiligten: Er spricht mit den verurteilten Mördern Michael Perry und Jason Burkett, mit Familienmitgliedern, einem Geistlichen sowie einem ehemaligen Henker. Was haben diese Menschen gesehen, als sie in den Abgrund blickten? Lässt sich der Tod überhaupt in Bilder fassen? Jeder der Betroffenen erzählt eine andere Geschichte und der Untertitel des Films eröffnet eine weitere Lesart.

Kristina Jaspers

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Island of the Hungry Ghosts

Dokumentarfilm
Australien,
Deutschland,
UK
2018
98 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Alexander Wadouh
Gabrielle Brady
Aaron Cupples
Michael Latham
Katharina Fiedler
Gabrielle Brady
Leo Dolgan
Es gibt Orte, die einem unmittelbar bewusst machen, dass sie uns nicht brauchen, nie gebraucht haben. Sie existieren, auch wenn sie von uns nicht angeschaut werden. Die Weihnachtsinsel, ein 135 Quadratkilometer winziger Flecken im Indischen Ozean, ist so ein Ort. Sie erblickte ihren ersten Menschen wohl 1643. Kaum auszudenken, wie die endemischen roten Krabben, die bis dahin allein mit sich, dem tropischen Dickicht und den schneeweißen Sandstränden waren, über den sich großmäulig als „Entdecker“ aufspielenden Gast gestaunt haben müssen! Das Flüchtlingsauffanglager auf der Weihnachtsinsel ist noch so ein Ort. Seit 2001 setzt die australische Regierung hier Asylsuchende fest, um ihnen das Recht auf ein reguläres Aufnahmeverfahren auf dem Festland vorzuenthalten. Die Krabben staunen weiter.

In Gabrielle Bradys bild-, ton- und metapherngewaltigem Filmnachdenken über Gastrecht und Duldsamkeit begegnen wir diesem Staunen – poetisch verdichtet, emotional eindringlich und politisch geschärft. Zunächst in Gestalt der Trauma-Therapeutin Poh Lin, die Insassen des Internierungslagers dabei hilft, ihr Schicksal zu fassen, während sie selbst um Fassung ringt. Dann als mythische Geschichte von den umherirrenden Geistern der Toten, die sich die chinesischen Einwanderer erzählen. Und schließlich in der wuchernden, wimmelnden, unbeeindruckt daseienden Natur, die wächst und kriecht, wohin sie will.

Sylvia Görke


Nominiert für den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts

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Little Dieter Needs to Fly

Dokumentarfilm
Frankreich,
Deutschland,
UK
1997
77 Minuten
Untertitel: 
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Lucki Stipetić
Werner Herzog
Peter Zeitlinger
Rainer Standke
Werner Herzog
Josh Rosen
Werner Herzog, Dieter Dengler
Dieter Dengler, Werner Herzog, Eugene Deatrick
„Oh oh, this feels a little bit too close to home“, sagt Dieter Dengler in die Kamera, als junge Laoten ihm im Land seiner Peiniger erneut die Hände fesseln. Herzog schickt seinen Protagonisten, der im Vietnamkrieg über Laos abgeschossen wurde und sechs Monate unter unmenschlichen Bedingungen in Gefangenschaft verbrachte, auf einen Psychotrip der besonderen Art. Der Film wurde zum strategischen Modell für die Arbeit mit Reenactments, etwa in dem von Herzog mitproduzierten „The Act of Killing“ (2012) von Joshua Oppenheimer. Mit Christian Bale in der Hauptrolle hat Herzog den Stoff selbst als Spielfilm nachinszeniert.

Kristina Jaspers

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Eröffnungsfilm
Meeting Gorbachev Werner Herzog, André Singer

Künstler und Staatsmann im offenen Gespräch über Gott und die Welt, Tschernobyl und die Wiedervereinigung und nicht zuletzt auch über Michail Gorbatschow und Werner Herzog.

Meeting Gorbachev

Dokumentarfilm
Deutschland,
UK,
USA
2018
91 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Lucki Stipetić, Svetlana Palmer
Werner Herzog, André Singer
Nicholas Singer
Yuriy Burak, Richard Blanshard
Michael Ellis
Werner Herzog
Vladimir Rizun, Vasiliy Amochkin, Simon Bishop, Alexander Kuckuck
Im Zusammenhang von Realpolitik würden diese Begegnungen zwischen Michail Gorbatschow und Werner Herzog wohl Gipfeltreffen genannt werden. Und wie Gipfeltreffen sind die Begegnungen zwischen dem Filmemacher und dem ehemaligen Staatspräsidenten der Sowjetunion auch vorbereitet und durchgeführt worden. Über einen Zeitraum von sechs Monaten besuchte das Filmteam um Werner Herzog und André Singer den Initiator von Glasnost und Perestroika dreimal in dessen absoluter Zurückgezogenheit bei Moskau.

Es ist das erste Mal, dass sich Herzog in solcher Direktheit einem Politiker zuwendet, wobei er keinen Moment seine Bewunderung für den heute 87-jährigen Staatsmann und Friedensnobelpreisträger verhehlt. Umgekehrt ist es auch für Michail Gorbatschow eine Premiere, sich in dieser Ausführlichkeit von einem Künstler befragen zu lassen, der erklärtermaßen einen Sound im Sinn hat, der sich von dem, was ein professioneller Journalist hören und erzeugen möchte, unterscheidet. Entlang markanter Stationen in Gorbatschows politischer und persönlicher Karriere macht sich Herzog auch mit seinem neuesten Dokumentarfilm auf die Suche nach ekstatischen Momenten hinter faktischen Wahrheiten.

Ralph Eue

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Strictly Animated
Mr. Madila Rory Waudby-Tolley

Mister Madila ist ein spiritueller Heiler und begnadeter Berater in Sachen Impotenz, schwarze Magie, Liebes-Voodoo und Spielsucht oder bei Problemen mit der Fremdenpolizei.

Mr. Madila

Animationsfilm
UK
2015
9 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Rory Waudby-Tolley
Rory Waudby-Tolley
Paul Devlin
Rory Waudby-Tolley
Rory Waudby-Tolley
Rob Malone
Mister Madila ist ein spiritueller Heiler und begnadeter Berater in Sachen Impotenz, schwarze Magie, Liebes-Voodoo und Spielsucht oder bei Problemen mit der Fremdenpolizei. In einer Serie von Gesprächen zwischen ihm und dem Filmemacher erfahren wir einiges über die Natur der Wirklichkeit, ihren inneren Geist und über die Farbe des Nichts. „Alles ist meistens nichts.“

Duscha Kistler

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Roughhouse

Animationsfilm
Frankreich,
UK
2018
16 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Richard Van Den Boom, Jonathan Hodgson
Jonathan Hodgson
Stuart Hilton
Jonathan Hodgson
Zurine Ainz, Robert Bradbrook
Gabriel Jacquel, Gilles Cuvelier, Thomas Machart, Claire Trollé, Amélie Coquelet, Jonathan Hodgson
Jonathan Hodgson
Yan Volsy, Daniel Gries, Matthieu Langlet
Achtzigerjahre, UK: drei Mates ziehen nach Liverpool, um Kunst zu studieren. Anführer ist Shirley, Pub-Quiz-Champion, lässig. Doch der entpuppt sich schnell als säumiger Mitbewohner, Mietschulden häufen sich, der ohnehin schon raue Ton wird zum Bullying: Juckpulver in der Unterhose, die Angebetete auf einer Party verführt von einem anderen. Die Kumpel stecken auf allen Ebenen im Dreck. Wie weit kann man noch gehen? Wer kapituliert zuerst?

Carolin Weidner


Nominiert für den Young Eyes Film Award

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.