Filmarchiv

Jahr

Filmpreis Leipziger Ring
Black Sheep Christian Cerami

Zwei Brüder aus einer Suburb in Nordengland geraten unter den Einfluss der rechtsgerichteten „English Defence League“, die sich vor allem durch ihren lautstarken Anti-Islamismus-Kurs hervortut.

Black Sheep

Dokumentarfilm
UK
2015
16 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Alex Sedgley
Christian Cerami
Simon Plunkett
Samuel Haskell
Vicky Harris
Zwei Brüder aus einer Suburb in Nordengland geraten unter den Einfluss der rechtsgerichteten „English Defence League“, die sich vor allem durch ihren lautstarken Anti-Islamismus-Kurs hervortut. Was mit Neugier beginnt, wird für den Älteren zum Trip in die Welt der harten Jungs mit klarer Gesinnung, für den erst 13-jährigen Jack aber zum Albtraum. Mit einer am Spielfilm geschulten Kamera fängt der Regisseur mit beeindruckender Präzision das Kräftemessen nicht nur zweier ungleicher Charaktere ein.

Cornelia Klauß

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Grasp the Nettle Dean Puckett

Ein Aktivistencamp auf dem Londoner Parliament Square zwischen politischem Kampf, mühsamer Basisdemokratie, zweifelhaften Verbündeten und Polizeigewalt. „Occupy“ aus der Insiderperspektive.

Grasp the Nettle

Dokumentarfilm
UK
2013
89 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Daniel Erlacher
Dean Puckett
Leo Leigh, Lee Bruce, Duncan Sangster
Dean Puckett
Paco Sweetman
Dean Puckett, Can Aniker
Jeet Thakrar
Es ist immer das Einfachste, sich über Öko- und Protestbewegungen lustig zu machen, wenn einen die eigene Bequemlichkeit davon abhält, gegen Missstände vorzugehen. So geht es auch dem Filmemacher Dean Puckett: Von außen lässt sich das eigene Nichtstun nur mit einer gewissen ironischen Distanz aushalten. Also gibt er sein bisheriges Leben auf, kündigt Wohnung und Job, um wirklich zu erfahren, wie diese Gruppen funktionieren.
In den Nachwehen der Finanzkrise von 2008 schließen sich auch in London Menschen zusammen, die für ein anderes, nachhaltigeres Leben nicht nur auf die Straße gehen wollen. Auf einer Brachfläche im Westen der Stadt gründen sie in friedlichem Miteinander mit den Anwohnern eine Art Ökodorf, ein Utopia mit selbstgebauten Zelten, Gemüseackern und gemeinsamen Abenden am Lagerfeuer. Als sie eines Tages den Baggern weichen müssen, die den Boden für neue Apartmenthäuser bereiten, zieht die bunte Mischung aus Aktivisten, zivilisationsmüden Aussteigern, Obdachlosen und Durchgeknallten ins Zentrum und schlägt am Parliament Square ihre Zelte auf. Auf einmal stehen sie nicht nur vor der Herausforderung, ihr eigenes Chaos unter Kontrolle zu bekommen, sondern haben es nun auch mit der spaßfreien Staatsautorität zu tun.
Puckett gelingt ein differenziertes Porträt sozialer Experimente in Krisenzeiten, in denen vormals sichere Strukturen erodieren und sich ein Bedürfnis nach mehr Freiheit im städtischen Raum Bahn bricht.

Lina Dinkla

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.