Filmarchiv

Internationales Programm
Do Not Resist Craig Atkinson

Ein Land auf dem Weg zum Polizeistaat: Reise durch die USA mit erstaunlichem Material über den militärisch-industriellen Komplex, der hinter der Erschießung von Schwarzen steht.

Do Not Resist

Dokumentarfilm
USA
2016
72 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Laura Hartrick
Craig Atkinson
Grayson Sanders
Craig Atkinson
Craig Atkinson, Laura Hartrick
Scott Weber
Das waren Zeiten, in denen Hollywood der Welt erlaubte, über amerikanische Polizeirekruten zu lachen, die ihre Revolver anstarrten wie Bügeleisen! Natürlich sah die Realität nie so aus wie in „Police Academy“. Heute dagegen gleichen reguläre Polizeieinsätze zuweilen wirklich einem Kinoszenario, nämlich dem Kriegsfilm. „Do Not Resist“ eröffnet mit apokalyptischen Bildern aus Ferguson, Missouri, wo nach der Erschießung des 18-jährigen Afroamerikaners Mike Brown im August 2014 gegen Polizeigewalt protestiert wird. In der Hitze des Abends rücken schwer bewaffnete Polizisten vor, Gewehre im Anschlag, begleitet von einem Panzerwagen. Wozu werden sie hier eingesetzt? Und wer schützt die Rechte der Bürger?

Von Ferguson aus unternimmt Regisseur Craig Atkinson eine investigative Reise durch die USA, um die Polizeimethoden von morgen zu erkunden, und trifft auf eine lebhafte Debatte über die Militarisierung und den Weg in einen Polizeistaat. Tatsächlich: In Gemeinden fast ohne Kriminalität beschließen Abgeordnete die Anschaffung von Panzerwagen. Ideologen wie der Polizeitrainer Dave Grossman bemühen die Frontier-Metapher und das Gut-Böse-Schema. Brigaden im Einsatz gegen ein paar Gramm Gras zerschmettern wahllos Fensterfronten. Und Kriminologen erkunden die technischen Potenziale zur Früherkennung von Straftätern. Der Slogan „Yes We Can“ bekommt eine völlig neue Bedeutung.

Lars Meyer

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
I, Destini Nicholas Pilarski, Destini Riley

Jung und schwarz ist Destinis Bruder, wie unzählige oft unschuldige männliche Gefängnisinsassen in den USA.

2016

I, Destini

Animadok
USA
2016
14 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Nicholas Pilarski, Kathleen Lingo, Sarah Bassett, Lattina Lennon Riley, Lindsay Course
Nicholas Pilarski, Destini Riley
Markus Popp, Lucky Dragons, Nicholas Pilarski
Nicholas Pilarski, Destini Riley
Nicholas Pilarski
Destini Riley, Nicholas Pilarski, Sarah Bassett, Anabela Turlione, Isaac Sagastume, Kamil Adamski
Destini Riley
Nicholas Pilarski
Jung und schwarz ist Destinis Bruder, wie unzählige oft unschuldige männliche Gefängnisinsassen in den USA. Alle Worte und Linien der Geschichte aus über 10.000 Einzelbildern zeugen von schmerzhaftem Einzelschicksal und solidarischem Handeln zugleich. Destini Rileys künstlerische Trauerbewältigung ist auch ein Versuch, gegen die Gefängnisstrafe anzukämpfen. Der Film entstand, bevor „Black Lives Matter“ zu einer amerikaweiten Bewegung wurde, als Gemeinschaftsarbeit der 13-jährigen Destini und des Regisseurs.

Nadja Rademacher

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Pickle

Animadok
USA
2015
15 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Amy Nicholson
Amy Nicholson
Joel Shelton, Tim Schadt
Jerry Risius
John Young
Brothers McLeod
Amy Nicholson
Jose Araujo, Weston Fonger
Haustiere sind auch nur Menschen. Debbie und Tom betreiben eine Farm, und sie haben das größte Herz für geschundene Kreaturen, das sich überhaupt denken lässt. Hundertschaften von Tieren haben sie Obdach gegeben – von schielenden Siamkatzen über gehbehinderte Opossums bis zum titelgebenden Pickle, ein armer kleiner Fisch, der zum Pflegefall wurde und dem sie schließlich ein komfortables Schwammkorsett bastelten. Ein herzzerreißendes Animadok-Dramolett über die Tragik des Daseins.

Ralph Eue

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The Prison in Twelve Landscapes

Dokumentarfilm
Kanada,
USA
2016
87 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Brett Story
Brett Story
Olivier Alary
Maya Bankovic
Avril Jacobson
Brett Story
Simon Gervais, Ian Reynolds
Es gehört zu den hervorstechenden Merkmalen von Film und Kino, allgemein sichtbare Phänomene des Wirklichen auch explizit erfahrbar zu machen. „The Prison in Twelve Landscapes“ stellt eine Steigerung dessen dar: Der Film sucht die Spuren einer Institution des amerikanischen Lebens, die sorgfältig aus den Augen und aus dem Sinn verbannt wurde, in der Alltäglichkeit des Sozialen und führt sie darüber in die Augen und in den Sinn zurück.

Statistisch gesehen sind in den USA gegenwärtig mehr Menschen in Gefängnissen interniert als zu jeder anderen Zeit und an jedem anderen Ort der Menschheitsgeschichte. Brett Storys Film ist eine ingeniöse dokumentarische Untersuchung zum amerikanischen Gefängnissystems quer durch die Staaten. Obwohl kaum einmal auch nur die Umrisse einer real existierenden Haftanstalt ins Bild kommen, wird erfahrbar, wie sehr die in die Unsichtbarkeit verdrängten Orte und ihre Insassen zum Alltag gehören und zugleich ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor sind.

Ralph Eue

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We Are Made of Bone

Dokumentarfilm
USA
2016
20 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Olivia Ebertz
Olivia Ebertz
Olivia Ebertz
Olivia Ebertz
Gonzalo Espinoza
Nirgends sonst wird der Tod auf so freudige und barocke Weise gefeiert wie in Mexiko. Das ist auch im New Yorker Stadtviertel Queens nicht anders, wo die Migranten einmal im Jahr den Tag der Toten mit allerlei Flitter, Weihwassern und liebevoll geschmückten Skeletten begehen. Das Totenfest gibt den Lebenden das Gefühl, einer vitalen Gemeinschaft anzugehören, die auch in der Fremde zusammensteht, wohin ihnen – so glaubt man jedenfalls – auch die Verstorbenen nachgeeilt sind.

Cornelia Klauß

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What Happened to Her

Dokumentarfilm
USA
2016
15 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Kristy Guevara-Flanagan
Kristy Guevara-Flanagan
Kristy Guevara-Flanagan
Jesse James Malings
Warum musste die schöne junge Frau so grausam sterben? Unermüdlich spielt Hollywood das gleiche Szenario durch. Der Found-Footage-Film versammelt die Wiederholungstat der Filmindustrie und collagiert endlos halbnackte und verrenkte Frauenkörper, zugerichtet für den männlichen Betrachter, der im Gegenschuss meist in der Szene enthalten ist: Männer, die auf Frauenleichen starren. Der Erfahrungsbericht einer Darstellerin aus dem Off und das Übermaß der Bilder offenbaren die sexuelle Obsession dahinter.

Lars Meyer

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Yellow

Animadok
Spanien,
USA
2016
4 Minuten
Untertitel: 
keine
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Ana Pérez López
Ana Pérez López
Ana Pérez López
Ana Pérez López
Ana Pérez López
Laura Sofía Pérez
Diese Frucht ist seit über hundert Jahren Teil unserer Kulturgeschichte und droht, aufgrund von Monokultur und einer sich anbahnenden Epidemie auszusterben. Ana Pérez López lässt uns an ihrer Internetexpedition teilhaben, die das Schicksal der Bananensorte Gros Michel mit wachem Humor erkundet. Eine Chronik in feinen Strichen, die auch aus Relikten der Medien- und Alltagsgeschichte des 20. Jahrhunderts nachzeichnet, wie telegen die Industriebanane ist und bleibt. Auch wenn es sie bald nicht mehr gibt.

Nadja Rademacher

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.