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Jahr

A Strange New Beauty

Dokumentarfilm
USA
2017
51 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver, Mike Degen
Eindringen in die Komfortzone eines luxuriösen, zwar bewohnten, aber menschenleeren Anwesens im Silicon Valley. Der erste Eindruck: die Illusion von Arkadien. Eine mühevoll hergestellte, auch mühsam aufrechterhaltene Behauptung. Obwohl die Mühsal, die in der prachtvollen Erscheinung des Ganzen steckt, souverän zum Verschwinden, auch zum Schweigen gebracht wurde. Bloß die Dinge und die Pflanzen, die dieses Arkadien ausmachen, wissen um seine Gewaltsamkeit. Und sie vermögen, Auskunft zu geben! Jedoch nur, wer genau hinsieht und zuhört, nimmt ihre geisterhaft-realen Stimmen, auch das unheimliche Getöse hinter dem Schweigen wahr. Geistermund tut Wahrheit kund. So erfährt man von der Welt hinter den Erscheinungen. Eine Welt, die von Dominanz und Unterwerfung geprägt ist. Von Strategien der Angstüberwindung. Und vom Widerstreit zwischen dem „selbstverständlichen“ Glücksstreben einiger weniger und den Kollateralschäden, die dabei verursacht werden. Denn letztlich ist dieser Film von Shelly Silver eine Erzählung von der Barbarei und wie sie sich, virtuos verfeinert, als seltsam neu und schön zu gebärden versteht, als „strange new beauty“ eben.

Ralph Eue

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Pushkar Myths

Dokumentarfilm
Indien,
USA
2017
104 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Vijay Pratap Singh
Kamal Swaroop
Ashok Meena, Kumar Avyaya
Shweta Rai
Radhamohini Prasad, Hansa Thapliyal
Kamal Swaroop
Kanishk Bhoklay, Manish Pal Singh, Gautam Nair
„Das ganze Jahr über konnte man eine verborgene Spannung fühlen, das ganze Jahr über ging etwas vor sich in Vorbereitung dieser drei Tage, als ob sie das letztgültige Ziel des ganzen Jahres wären.“ (Roberto Calasso: „Ka: Stories of the Mind and Gods of India“)

Pushkar ist eine Kleinstadt im Bundesstaat Rajasthan im Nordwesten Indiens und einer der heiligsten Orte des Hinduismus. Einmal im Jahr allerdings, während des Vollmonds im Monat Kartik im Herbst, verwandeln sich die Stadt und die sie umgebende Wüstenlandschaft in einen ausufernden Jahrmarkt mit Riesenrädern und Karussellen, Musik von Folklore bis Rock und farbenprächtigen Tanzdarbietungen. Aus den Dörfern der gesamten Region strömen zigtausende Menschen herbei, ganz gleich, ob Hindus oder Moslems, um mit Kamelen, Pferden und Rindern zu handeln. Das Spektakel erscheint so unvermittelt wie eine Fata Morgana in der Wüste. Und ebenso plötzlich ist der bunte Zauber auch wieder vorbei. Regisseur Kamal Swaroop – mit „Om Dar-B-Dar“ drehte er 1988 einen (post-)modernen Klassiker des indischen Kinos – erfasst das überbordende Geschehen mit genauem Blick für starke Bilder und für Details. Dabei erkundet er die Mythen- und Götterwelt Indiens ebenso wie ihre politische Instrumentierung.

Frederik Lang

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.