Filmarchiv

Alzheimer

Animationsfilm
Iran
2012
8 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Alireza Hashempour
Alireza Hashempour
Selected Music
Alireza Hashempour
Malaeke Farhang Adib
Alireza Hashempour, Malaeke Farhang Adib
Mani Hashemian
Ein alter Mann lebt allein mit seinem Hund. Da er immerzu alles vergisst, muss der Hund für ihn mitdenken, jeden Tag aufs Neue. Eine satirische Annäherung an den Alltag mit Alzheimer.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Anatomie des Weggehens Oliver Tataru

Eine Familie, die einst Rumänien verließ und in Deutschland nie ganz ankam. Ein Riss trennt die Generationen und ihre Erinnerungen. Versuch eines Abgleichs und einer Annäherung.

Anatomie des Weggehens

Dokumentarfilm
Deutschland
2012
73 Minuten
Untertitel: 
englische
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Oliver Tataru
Oliver Tataru
Simon Weber
Oliver Tataru
Oliver Tataru
Da war doch was? Nein, für Oliver Tatarus Vater nicht. Worüber sollte er mit seinem Sohn vor der Kamera reden? Doch der Regisseur gibt nicht auf. Als Kind lebte er nicht in Deutschland, sondern in Bukarest, Rumänien. Als Kind sah er auch keinen Grund, von dort wegzugehen. Seine Eltern hingegen sahen in Ceauşescus Rumänien keine Zukunft. Und dann war es halt beschlossen. Das Weggehen begann, es dauerte zwei Jahre. Ein quälender Abbruch, der nicht zum Aufbruch werden wollte und die Familienmitglieder zunehmend voneinander isolierte. Irgendwann war die halbe Wohnung aufgelöst: verscherbelt. Und da sollte nichts gewesen sein?
Der Sohn will wissen, warum ihm eine Zukunft in seiner Heimat verwehrt blieb. Er konfrontiert seine Eltern, befragt sie getrennt voneinander. Trotzig wie ein Kind reagiert er auf ihre Weigerung, an dieser Wiederaufbereitung von Gefühlen mitzuwirken. Mitten im Interview verliert seine Mutter die Fassung darüber, dass ihr Sohn anscheinend immer noch nicht begreifen will, wie die Wirklichkeit im damaligen Bukarest aussah: „wie Hiroshima“.
Zum Erinnerungsabgleich fährt Tataru zurück in seine Heimatstadt. Er findet poetische Bilder der Verlassenheit, jenes Grau der Bukarester Fassaden, das er einst als samten empfand, Risse in den Mauern, so groß wie der Erinnerungsriss, der quer durch seine Familie verläuft. Doch in den subjektiven Bildern liegt schon der Kitt. Alte Verletzungen und Ängste fügen sich zusammen zu einem Familienbild, ein Puzzle voller Spannung und Emotionen.
– Lars Meyer

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Internationales Programm
Arbeit Heimat Opel Ulrike Franke, Michael Loeken

Lehrlinge im Bochumer Opel-Werk, begleitet durch die Ausbildung: Bohren, Büffeln, Fräsen, Schwitzen, alles geben, Opelaner sein – in Zeiten von Stellenabbau und Werkschließungen.

Arbeit Heimat Opel

Dokumentarfilm
Deutschland
2012
90 Minuten
Untertitel: 
keine
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Ulrike Franke, Filmproduktion Loeken Franke
Ulrike Franke, Michael Loeken
Jörg Adams, Michael Loeken, Reinhard Köcher, Dieter Stürmer
Bert Schmidt
Ulrike Franke, Michael Loeken
Filipp Forberg, Axel Schmidt
Dem deutschen Auto vertraut die Welt, „Made in Germany“ gilt als Garant soliden Handwerks. Das hat viel mit dem weltweit einzigartigen System der Lehrlingsausbildung, das auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblickt, zu tun. Wie aber ist es heute Lehrling zu sein, noch dazu in einem Flaggschiff der deutschen Autoindustrie?
Ulrike Franke und Michael Loeken begleiten sechs 16- bis 19jährige, die 2009 ihre Ausbildung zum Industriemechaniker im Bochumer Opel-Werk beginnen, und ihren Lehrmeister. Sie sind dabei, wenn die Jungs das erste Mal die Opel-Hemden überstreifen, an Bohrmaschine und Drehbank schwitzen, zum hundertsten Mal nachmessen, verzweifeln, es Herrn Kranz wieder nicht recht machen können, in der Gewerkschaftsversammlung gelangweilt mit dem Handy spielen und vor der Prüfung urplötzlich alle Coolness verlieren. Immer noch gilt, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind, und doch ist etwas anders: Denn die Bilder vom – konsequent nur im Werk gefilmten – Arbeitsalltag der Jungen konfrontieren Loeken/Franke mit News über drohenden Stellenabbau bei Opel. Eherne Grundsätze und vorgeprägte Identitäten – Ich bin Opelaner, und Opel gehört zum Ruhrgebiet wie Schalke – sind im Auf und Ab der Börsenkurse ins Wanken geraten. In einer Phase des Übergangs von Schule und Elternhaus ins Arbeitsleben entwickelt jeder der Lehrlinge eine andere Strategie, mit der Unsicherheit umzugehen. Denn alles könnte vorbei sein, bevor es begonnen hat. Für 2016 wurde die Aufgabe des Standorts Bochum angekündigt.
– Grit Lemke

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Internationales Programm
Big Boys Gone Bananas!* Fredrik Gertten

Der schier aussichtslose Kampf einer kleinen Filmproduktion gegen den Lebensmittelkonzern Dole. Der Zusammenhang von Konsum, Meinungsfreiheit und Demokratie als Thriller.

Big Boys Gone Bananas!*

Dokumentarfilm
Schweden
2012
90 Minuten
Untertitel: 
englische
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Margarete Jangård, WG Film
Fredrik Gertten
Conny Malmqvist, Dan "Gisen" Malmquist
Frank Pineda, Joe Aguirre, David McGuire, Malin Korkeasalo, Stefan berg, Kasia Winograd, Sasha Snow, Terese Mörnvik
Jesper Osmund, Benjamin Binderup
Charlotte Rodenstedt
Fredrik Gertten
Alexander Thörnqvist
Die Banane galt 1989 in Ostdeutschland, als ein ganzes Volk „gone bananas“ war, als Symbol des schönen Lebens schlechthin. Die Freiheit uneingeschränkten Konsums schien mit jener der Rede und der Kunst automatisch einherzugehen. Frederik Gertten lehrt uns nun, was Bananen wirklich mit Demokratie zu tun haben.
Dass ihr Anbau auf den nikaraguanischen Plantagen des Lebensmittelkonzerns Dole extrem gesundheitsschädigend für die Arbeiter ist, hatte Gertten in seinem letzten Film gezeigt. Vor dessen Premiere erhält der Filmemacher ein 200-seitiges Schreiben der Firma mit dem Ziel, die Aufführung zu stoppen. Eine beispiellose Kampagne – die Gertten hier dokumentiert und nacherzählt – nimmt ihren Lauf. Eine kleine, unabhängige Filmproduktion trotzt einem Big Player, der von der Justiz, dem L.A. Filmfestival und der Presse bis zum gesamten Internet alles und jeden nach Belieben kaufen, manipulieren, bedrohen oder gar vernichten zu können scheint. Ein ungleicher, schier aussichtsloser Kampf gegen eine Macht, die alle Orwellschen Fantasien in den Schatten stellt.
Erst, als die Zivilgesellschaft in Form des schwedischen Parlaments und einer Handvoll aufgeklärter Konsumenten zu begreifen beginnt, dass die Verantwortung für die Freiheit der Meinung und der Kunst nicht allein beim einzelnen Künstler liegen kann, sondern dass dieses Gut von allen verteidigt werden muss, gibt es eine unerwartete Wendung, die – wir ahnen es – etwas mit dem Konsum von Bananen zu tun hat …
– Grit Lemke

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Brave New Old

Animationsfilm
UK
2012
10 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Adam Wells
Adam Wells
Luke Davoll
Adam Wells
Den Alltagsspuren eines Mannes, seiner Frau und eines Film noir-Privatdetektivs zu folgen ist nicht ungewöhnlich für einen Film, aber die mechanische Erzählweise verändert hier alles.

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Captive

Animationsfilm
Estland
2012
6 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Timo Kähara
Thomas Auner (performer) / Johann Sebastian Bach (composer)
Timo Kähara
Timo Kähara
Timo Kähara
Timo Kähara
Timo Kähara
Die Einsamkeit eines Mannes in seiner Gefängniszelle. Die Routine ist sein einziger Begleiter: jeden Tag ein neuer Strich an der Wand. Doch irgendwann ist jede Wand voll...

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Damascus, My First Kiss

Dokumentarfilm
Libanon,
Qatar,
Syrien
2012
42 Minuten
Untertitel: 
englische
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Lina Al Abed, SakaDo Productions
Lina Al Abed
Wael al Kak
Joud Gorani
Andrijana Stojkovic, Rami Nihawi
Lina al Abed
Ghanem Al Mir
In ihrem dritten Dokumentarfilm setzt sich die palästinensisch-jordanische Filmemacherin Lina Alabed erneut mit der Rolle der Frau in der arabischen Welt auseinander. Drehort ist Damaskus, Syrien. Noch hat der Aufstand gegen das Assad Regime nicht begonnen. Trotzdem liegt Unruhe in der Luft und die Frage nach den Grenzen, die eine männerdominierte Gesellschaft den Frauen setzt, führt notwendig zu der Frage der Freiheit. Drei Frauen erzählen von ihrem Verhältnis zum Körper, zur Sexualität, von dem Druck der Traditionen und ihren Schuldgefühlen. Asma, eine Muslima, die mit 16 Jahren verheiratet wurde und nicht die geringste Vorstellung davon hatte, was Heirat bedeutet; Lina, Tochter einer wohlhabenden christlichen Familie, die bedauert, dass sie mit 45 Jahren ihren Körper noch immer nicht kennt; schließlich die Regisseurin selbst, die in sehr persönlichen Worten aus dem Off kommentiert und die Stimmen dieses Films zu einer einzigen Erzählung verbindet. Überraschend ist die Offenheit, mit der Asma und Lina ihr Leben beschreiben, überraschend für die Protagonistinnen selber. In einer wunderbaren Szene – Asma hat gerade davon erzählt, wie das Streicheln der Tochter in ihrem Armen als Weckung sexueller Lust kritisiert wurde – blickt sie gedankenverloren vor sich hin. Dann wendet sie den Kopf der Kamera zu und sagt diesen einen Satz: Wohin führst Du mich? Wie also die Verhältnisse ändern? Lina und Asma haben ihre Töchter von dem gesellschaftlichen Zwang befreit und lassen sie selbst über ihr Leben entscheiden. Damit schlagen die Frauen Schneisen in die versteinerten Verhältnisse, an deren Ende die Regisseurin die Freiheit des Menschen sieht, unabhängig vom Geschlecht.
– Matthias Heeder

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Internationales Programm
Der Große Irrtum Dirk Heth, Olaf Winkler

Eggesin und anderswo: Menschen, die engagiert sind und arbeiten - ohne Einkommen. Das Konzept der Bürgerarbeit, reflektiert in einem nachdenklichen, vielschichtigen Essay.

Der Große Irrtum

Dokumentarfilm
Deutschland
2012
105 Minuten
Untertitel: 
englische
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Dirk Heth, Olaf Winkler
Dirk Heth, Olaf Winkler
Melanie Barth, Wolfgang Adams
Dirk Heth
Dirk Heth, Olaf Winkler
Olaf Winkler
Raimund von Scheibner
Wonach bestimmt sich der Wert eines Menschen? In unserer Gesellschaft scheint die Antwort klar: am Markt. Aber „wie kann man glücklich werden ohne Marktwert?“ beschäftigt Olaf Winkler und Dirk Heth. Sie kehren zurück in die schrumpfende Stadt Eggesin, die sie schon 2002 filmisch erkundeten. Dort finden sie 20 Prozent Arbeitslosigkeit vor, aber engagierte Menschen, die arbeiten, ohne dass dies mit einem wirklichen Einkommen verbunden wäre: Marion, die trotz Selbständigkeit von Hartz IV nicht los kommt. Die allein erziehende Diana, die sich mit „Maßnahmen“ durchschlägt. Die 1-Euro-Jobberin Irina, die sich mit Glück auf 1,50 oder einen Minijob steigern kann. Frau Westholm und ihre Ehrenamtlichen von der Heimatstube. Eine Lösung scheint das Konzept der Bürgerarbeit, vom Politiker Rainer Bomba auf Landes- und Bundesebene vertreten, zu bieten. In Eggesin schiebt der Bürgermeister das Projekt einer Zeitbank an. All diese Menschen benutzt der Film nie als Stichwortgeber, sondern nimmt sie in ihren Biografien und auferlegten Zwängen wahr und ernst. Zugleich wird der Ich-Erzähler – ein Kameramann in Briefen an seine Kinder – einer von ihnen, denn der Markt braucht ihn nicht mehr.
Die Filmemacher und ihre Protagonisten erleben gemeinsam, „wie das gnadenlose Paradigma der bedingungslosen Marktfähigkeit eine intakte Stadt zu verschlucken drohte“. Sie entdecken Ideen und Engagement, die ins Nichts zu laufen. Zwischen Hoffnung und wachsender Ohnmacht stellen sie Fragen, die gehört werden müssen.

Grit Lemke



Ausgezeichnet mit dem Filmpreis "Leipziger Ring" 2012

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Der Prozess

Dokumentarfilm
Österreich
2012
112 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Michael Seeber, Gerald Igor Hauzenberger, framelab filmproduktion
Gerald Igor Hauzenberger
Bernhard Fleischmann
Dominik Spritzendorfer, Gerald Igor Hauzenberger
Michael Palm
Chris Moser
Gerald Igor Hauzenberger
Michael Palm
Von Igor Hauzenbergers Film geht eine große Beunruhigung aus. Wenn im Namen des Paragrafen 278a, der eingeführt wurde, um Organisationen wie die Mafia und Al Quaida zu bekämpfen, aus einem Protestbrief eine Bedrohung, aus einem Tierschützer ein Staatsfeind, aus einer NGO eine terroristische Vereinigung wird, dann geraten die Säulen der Zivilgesellschaft bedenklich ins Wanken. Dreizehn Tierschützer stehen in Wien vor Gericht, weil sie mit durchaus medienwirksamen Aktionen gegen Massentierhaltung und den Handel mit Pelzen vor Ställen und Kaufhäusern protestierten. Klar, nackte Demonstranten, die mitten im Winter in der Wiener Innenstadt tote Tiere in ihren Händen halten oder blutüberströmt Schweineköpfe am Kreuz durch die Straßen tragen, sind kein schöner Anblick. Ebenso stört, dass es sich bei dem Verein gegen Tierfabriken (VGT) nicht einfach um eine Chaotentruppe handelt, sondern um ein international organisiertes Netzwerk, zu dessen Köpfen Wissenschaftler und Grünen-Politiker gehören, unter ihnen der charismatische Dr. Dr. Martin Balluch, der sich nach seiner Universitätskarriere für den Weg auf die Straße entschieden hat. Igor Hauzenberger begleitet die Demonstranten über mehrere Jahre, versucht, Licht in den Paragrafen-Dschungel zu bringen und sucht hartnäckig Staatsanwälte, Pressesprecher und Kaufhausbetreiber vor die Kamera zu holen. Vergeblich. Dieser größte Strafprozess Österreichs entwickelt sich zum Präzedenzfall: Demokratie versus jene, die auch schon mal brüllen, „der Hitler muss wieder her.“
– Cornelia Klauß

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Die Bande

Dokumentarfilm
Deutschland
2011
13 Minuten
Untertitel: 
englische
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Susanne Schulz
Susanne Schulz
Manuel G. Richter
Anke Trojan
Marion Tuor
Susanne Schulz
Daniel Fischer
„Kamera läuft und Action!“ – Film ab für die sechsköpfige Mädchenbande, die einen staubigen Dachboden für sich erobert. Charlotte, Jule, Lene, Kaya, Anna und Lisa wollen eine Geschichte erzählen. Die Kamera haben sie dabei. Doch, eine Geschichte worüber? Über Monster und Mumien im Wald oder doch lieber über Riesenkatzen? Die Stimmen wirbeln durcheinander, bis Anna vorschlägt, einen Film über ihre Bande zu drehen. Über Freundschaft und wie sie auf die Probe gestellt wird. Schnell wird ins Drehbuch gekritzelt: „Wir sind eine Bande“ und auf dem Dachboden beginnt sich die imaginäre Welt der Mädchen mit den Beobachtungen der ‚erwachsenen’ Filmcrew zu verweben.
Die Heldin der Geschichte ist Lisa (das ist sie auch im „wirklichen“ Leben, sie entfernt heldenhaft eine Spinne vom Rücken des Kameramädchens). Trotzdem wird sie gehänselt, weil sie die Jüngste ist. Sie rennt weg und verläuft sich, ihre Freundinnen suchen sie, erst nach einer dunklen Nacht wird sie gefunden. Die Freundschaft ist gerettet – lachend rufen die Mädchen: „Eine für Alle und Alle für Eine!“
Susanne Schulz ist ein Film gelungen, der genauso quirlig und lebendig ist, wie die 10-jährigen Mädchen. „Die Bande“ erinnert uns an die unbeschwerte Welt des „Kind-Seins“, die so unbeschwert gar nicht ist, wenn man gerade drin steckt. Neben den selbst gedrehten Aufnahmen der Bandenmitglieder zeigt der Film auch Situationen, in denen sich die Mädchen in die Haare kriegen, sich wieder versöhnen und herumalbern. Am Ende bleibt der Eindruck: Das ist wirklich die beste Bande der Welt.
– Luc-Carolin Ziemann

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Internationales Programm
Die Wiesenberger Martin Schilt, Bernard Weber

Ein Schweizer Jodelchor gewinnt eine Casting-Show, und die Alpenbauern werden zu Superstars im Showgeschäft – mitten in der Heuernte! Gute-Laune-Film mit Juchz-Potenzial.

Die Wiesenberger

Dokumentarfilm
Schweiz
2012
85 Minuten
Untertitel: 
englische
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Martin Schilt, Luckyfilm GmbH
Martin Schilt, Bernard Weber
Pantha du Prince
Peter Indergand / Stéphane Kuty / Martin Schilt / Bernard Weber
Mike Schaerer / Stefan Kälin / Dave D. Leins
Martin Schilt / Bernard Weber
Dieter Meyer
Dieser Film räumt mit dem Klischee auf, dass Jodeln nur in der altbackenen Ecke von Musikantenstadl und Co. beheimatet ist. Zwei Jahre lang begleiten die Filmemacher die Wiesenberger Jodler auf ihrem Weg ins Showbusiness. Der Verein besteht aus 20 jodelnden Bergbauern aus der Schweiz. Früher trafen sie sich einmal pro Woche in einer Kapelle, um gemeinsam zu jodeln – bis sie die Talentshow „Die größten Schweizer Hits“ gewannen. Nun nehmen die Hobbyjodler Alben auf und werden mit Angeboten überhäuft. Manche der Bauern stoßen an ihre Grenzen, andere sind berauscht von der neuen Welt, die sich ihnen auftut. Da kommt auch noch das Angebot, die Schweiz auf der Expo in Shanghai zu vertreten – ausgerechnet während des Heumachens im Hochsommer. Spätestens jetzt wird der Erfolg zur Zerreißprobe des Jodelklubs, in dem normalerweise alle Entscheidungen gemeinsam besprochen und basisdemokratisch entschieden werden.
Der Film zeigt uns, wie auch bei unterschiedlichen Auffassungen Zusammenhalt und Freundschaft funktionieren. Er dokumentiert, wie es den Jodlern gelingt, trotz Scheinwerferlichts authentisch zu bleiben. Und ganz nebenbei entstaubt er das Image der Musiker, die im besten Wortsinn Volksmusik machen. Sie werden mit einem Juchzer das Kino verlassen!
– Antje Stamer

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Internationales Programm
Downeast

Ein Unternehmer und seine Belegschaft versuchen, in einer kleinen US-Küstenstadt eine Fischfabrik aufzubauen und dem Würgegriff des Finanzkapitals zu trotzen. Packend erzählt.

Downeast

Dokumentarfilm
USA
2012
78 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Matthew Dougherty
David Redmon
David Redmon and Ashley Sabin
Die mit „Down East“ bezeichnete Region im US-Bundesstaat Mainegilt auch als „Hummerküste“ – und bis die Krise hierher gelangte, lebte man gut von Fischfang und -verarbeitung. Doch die letzte Ölsardinenfabrik in der kleinen Kommune Gouldsboro schloss 2010 und die Belegschaft – mit dem stolzen Durchschnittsalter von 65 Jahren – ist seither arbeitslos. Bis der italienisch-stämmige Unternehmer Antonio Bussone in dem Küstenort erscheint, um mit der Stammbelegschaft in den alten Anlagen den Neubeginn zu wagen: „Live Lobster“. Doch während die eifrigen älteren Damen die weißen Gummischürzen wieder überstreifen und voller Hoffnung am Fließband antreten, bekommt es Antonio nicht nur mit der Engstirnigkeit und dem Konkurrenzdenken der einheimischen Stadtväter – selbst Fischunternehmer – zu tun. Immer mehr gerät er in Abhängigkeit der Banken und ficht einen aussichtslosen Kampf um seinen „amerikanischen Traum“.
David Redmon und Ashley Sabin lebten anderthalb Jahre mit den Menschen von Gouldsboro und wurden Teil des Prozesses, dessen verschiedenen Akteuren sie folgen und nahe kommen. In bester amerikanischer Erzähltradition entwickeln sie eine packende Geschichte, in der ehrliches Unternehmertum („business is personal“) im Verein mit den Arbeitnehmern antritt gegen ein gesichtsloses Finanzkapital. Dabei geht es nicht nur um Existenzen und sehr viel Geld, sondern vor allem um Würde. Down East ist überall.
– Grit Lemke

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Dragan Wende - West Berlin

Dokumentarfilm
Deutschland,
Serbien
2012
90 Minuten
Untertitel: 
englische
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Lena Müller, von.müller.film
Dragan von Petrovic, Lena Müller
Ognjan Milosević
Vuk Maksimovič
Dragan von Petrovic
Braća Burazeri
Vuk Maksimovič, Lena Müller, Dragan von Petrovic
Vladimir Uspenski, Vladimir Zivković, Miloš Drndarević
Seit 20 Jahren hat der Exiljugoslawe Dragan Wende keinen Fuß in den Osten Berlins gesetzt. Wenn nur dieser Gorbatschow mit dem Mauerfall nicht das wunderbare Gleichgewicht der Welt, insbesondere der Dragan Wendes, zerstört hätte! Einst König der Berliner Unterwelt und halbseidenen Amüsierszene um den Ku’damm, rechte Hand des legendären Rolf Eden (der sich allerdings kaum an seinen besten Mitarbeiter zu erinnern vermag) und – die Taschen voller Westgeld – Traum aller Ostberliner Ladys, fristet er heute ein eher bescheidenes Dasein. Zwar stilecht am Adenauerplatz in bordellrotem Plüsch und immer noch als „street manager“ (Türsteher) diverser Nachtclubs, doch eigentlich eher einsam und auf Stütze. Und als wäre das nicht genug, kommt auch noch der filmende Neffe Vuk daher, um den Mythos des West-Onkels zu erforschen, dicht gefolgt von Vater Mile, Gastarbeiter der ersten Generation, stolzer Erbauer Westberlins und ebenfalls ein großer Freund der Mauer …
In ihrer „Balkan-Tragikomödie“ porträtieren die Regisseure voller Liebe und schwarzem Humor einen Menschenschlag, der sich von einer dahergelaufenen Geschichte nicht zum Verlierer stempeln lässt – auch wenn alles dagegen spricht. Glanz ist in der kleinsten Hütte und zwischen Balkansongs und Dönerbuden haben sie ihre Heimat gefunden in einer Gemeinschaft aus bizarren Überlebenskünstlern. In die schließlich auch Vuk aufgenommen wird – als „street manager“, versteht sich. Westberlin ist vorerst gerettet.
– Grit Lemke

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Internationales Programm
Drivers Wanted

Eine kleine Taxifirma in Queens, der alte Chef und seine Fahrer, Alltag und Überlebenskämpfe. Voll schrulligem, jüdischen Humor - der Big Apple der kleinen Leute.

Drivers Wanted

Dokumentarfilm
USA
2012
54 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Adam Crystal
Joshua Z Weinstein
Jean Tsien
Das Straßennetz von New Yorker besteht aus 6174 Meilen überwiegend asphaltierter Straßen. Eine Legende besagt, dass der authentische Yellow Cab Driver diesen Dschungel kennen würde wie seine eigene Westentasche, was allein schon deshalb falsch ist, weil die meisten authentischen Fahrer gar keine Weste tragen. Die Filmemacher Jean Tsien und Joshua Weinstein mischten sich unter die bunte Gesellschaft von Fahrern, Mechanikern und Büroleuten eines alteingesessenen Taxi-Unternehmens in Queens, um zu bezeugen, wie in diesem etwas zerschlissenen Laden das ursprüngliche Ideal vom Big Apple der kleinen Leute überaus präsent und lebendig ist. Das gerät ihnen aber nicht zur Behauptung idyllischer oder gar paradiesischer Zustände, vielmehr vermitteln sie aufs Angenehmste jenes ebenso unspektakuläre wie großartige Gefühl, das Hemingway beschrieb, als er sich an die Begegnung mit Handwerkern während seines Paris-Aufenthalts in den 1920er Jahren erinnerte: "Es ließ sich leichter überlegen, wenn man ging oder etwas tat oder wenn man Leute sah, die etwas taten, worauf sie sich verstanden." Was bleibt? Die Gewissheit, dass es nicht schadet, gelegentlich auch für Kleinigkeiten Dankbarkeit zu empfinden.
– Ralph Eue

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Duo de Volailles, Sauce Chasseur

Animationsfilm
Belgien,
Frankreich
2011
6 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Thrierry Zamparutti, Ambiances...asbl
Pascale Hecquet
Pierre Gillet
Pascale Hecquet
Pascale Hecquet
Valerie Capoen
Ein schwarzes und ein weißes Huhn sitzen in ihrem Wohnzimmer, als es an der Tür klingelt. Es ist der Fuchs mit angelegter Flinte – und einer Schwarz-Weiß-Schwäche.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Happy Birthday

Animationsfilm
Estland
2012
12 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Andrus Raudsalu, OÜ Nukufilm
Riho Unt
Malle Maltis
Urmas Jõemees
Riho Unt
Marili Toome, Andres Tenusaar
Riho Unt
Horret Kuus
Eine Zukunftsvision des Duells zwischen dem biblischen Helden Jesus und einem von Menschen gemachten Roboter. Schafft es der Roboter, die starren Dogmen zu durchbrechen und die Religion zu seinen Gunsten zu verändern oder bleibt der Status Quo so, wie er ist?

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.