Filmarchiv

1813 – Gott mit uns

Animationsfilm
2013
3 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
Sandra Strauß
Schwarwel
Ludwig van Beethoven
Thomas Reichl
Schwarwel, Dirk Reddig
Schwarwel
Maik Hartung
Im Oktober 1813 fand bei Leipzig die Entscheidungsschlacht der Befreiungskriege gegen die napoleonische Fremdherrschaft – die Völkerschlacht – statt. Von den rund 600.000 in die Schlacht geführten Soldaten aus über einem Dutzend Völkern wurden mehr als 92.000 getötet oder verwundet. Viele weitere Opfer unter der Leipziger Zivilbevölkerung forderte eine der Schlacht folgende Typhus-Epidemie. Der vollanimierte Film des gebürtigen Leipziger Comiczeichners Schwarwel handelt von diesen Opfern, vom Krieg, von Zerstörung und Leid. „1813 – Gott mit uns“ ist ein Film für das Miteinander.
Film Unlimited
6:30 Collection

Eine Massengesellschaft versendet massenhaft Briefe, die nun an Fließbändern und mit der Hilfe von Maschinen sortiert, zugeordnet und auf die Reise geschickt werden. Mit kaum verhohlener Begeisterung begleitet der Film diesen Prozess. Er gilt nicht nur als erster Dokumentarfilm, der komplett mit Originalton arbeitet, sondern zeigt zugleich, dass Ton weit mehr kann als nur zu „dokumentieren“ ...

UK

GB
1934

6:30 Collection

Animadok
1934
15 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
John Grierson, GPO Film Unit
J. D. Davidson
Harry Watt
J. Cox
Eine Massengesellschaft versendet massenhaft Briefe, die nun an Fließbändern und mit der Hilfe von Maschinen sortiert, zugeordnet und auf die Reise geschickt werden. Mit kaum verhohlener Begeisterung begleitet der Film diesen Prozess. Er gilt nicht nur als erster Dokumentarfilm, der komplett mit Originalton arbeitet, sondern zeigt zugleich, dass Ton weit mehr kann als nur zu „dokumentieren“. Man achte auf die Bild-Ton-Montage und vor allem auf das Titelmotiv – das alle Studiomitarbeiter (einschließlich Grierson und Wright) mittels verschiedener Requisiten wie einer Bierflasche, einer Projektionsmaschine und Sandpapier selbst aufnahmen.

Grit Lemke
Film Unlimited
A Chairy Tale Normen McLaren, Claude Jutra

Ein Holzstuhl wehrt sich gegen den Mann, der sich auf ihn setzen möchte, und bewegt sich eigenmächtig. Nach der ersten Fassungslosigkeit wächst der Ehrgeiz des Mannes, und die beiden beginnen einen bizarren Tanz, der ...

1957

A Chairy Tale

Animadok
1957
10 Minuten
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Normen McLaren, Claude Jutra
Ravi Shankar, Chatur Lal, Maurice Blackburn
Evelyn Lambart
Ein Holzstuhl wehrt sich gegen den Mann, der sich auf ihn setzen möchte, und bewegt sich eigenmächtig. Nach der ersten Fassungslosigkeit wächst der Ehrgeiz des Mannes und die beiden beginnen einen bizarren Tanz, der in einer friedlichen Einigung endet.
„A Chairy Tale“ war eine Weiterentwicklung der Pixilationstechnik, mit der McLaren bereits in seinem Überraschungserfolg „Neighbours“ experimentiert hatte. Zu diesem außergewöhnlichen Tanzfilm schuf er alternative Versionen aus den Textreihen, die ebenfalls vom NFB veröffentlicht wurden. Die Musik steuerte der damals noch weitgehend unbekannte indische Musiker Ravi Shankar bei.

Annegret Richter
Film Unlimited
A Colour Box

Als der junge Norman McLaren „A Colour Box“ sah, wusste er, dass dies genau das war, was er machen wollte. Ohne Kamera erstellt und direkt auf den Filmstreifen gezeichnet ...

UK

GB
1935

A Colour Box

Animadok
1935
4 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
John Grierson, GPO Film Unit
Don Baretto and his Cuban Orchestra
Als der junge Norman McLaren „A Colour Box“ sah, wusste er, dass dies genau das war, was er machen wollte. Ohne Kamera erstellt und direkt auf den Filmstreifen gezeichnet, etablierte der Erfolg dieses Films (obgleich er anfangs die Zuschauer schockierte und ausgebuht wurde) die direkte Animation als eigenständige Technik. Die leicht angejazzte, fröhlich tanzende Postwerbung am Ende diente zwar der Rechtfertigung der Produktion eines solchen Werks durch eine Regierungsinstitution, doch sah Grierson in Filmen wie diesen ausdrücklich eine Bereicherung des GPO-Kanons.

Grit Lemke

A Folk Troupe

Dokumentarfilm
2013
62 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Gang Zhao, Cherelle Zheng
Gang Zhao
Qian Ge, Deng Gang
Luo Quan
Lin Yan
Liu Jian
Ein leichtes Brot ist es für die fahrenden Gesellen nicht. Am Stadtrand von Chengdu, einem Wirtschaftszentrum im Südwesten Chinas, wo sich eine besondere Form der Peking-Oper, die Sichuan-Oper, traditionell entwickelt hat, hält eine elfköpfige Theatertruppe Einzug in ihr provisorisches Domizil in einer garagenähnlichen Halle, unmittelbar neben einer Großbaustelle. Jeden Tag bieten sie ein anderes Stück dar. Für die drei- bis vierstündigen Aufführungen haben die Performer von Kindheit an die Geheimnisse der kunstvoll geschraubten Gesänge und die ausgeklügelte Choreografie beim Wechsel der aufwändigen Masken erlernt. Jahrhundertealte Geschichten werden immer wieder repetiert. Aber romantisch ist das Wanderleben wahrlich nicht. Hier in Chengdu sitzen sie fest. Es fehlt an Geld für die Weiterreise, Bürokraten zeigen sich unwillig, Genehmigungen zu erteilen, es gibt Zänkereien untereinander, die Stimmung ist angespannt. Das auf bescheidenen Holzstühlen ausharrende Publikum besteht aus verhärmten Gestalten, deren zerfurchte Gesichter auf ein entbehrungsreiches Leben deuten. Größer könnte der Gegensatz zu den knallbunten Inszenierungen auf der Bühne, die in Titeln wie „Im Land des Überflusses“ die schönsten Verheißungen bergen, nicht sein. Diese Art der Wanderoper können sich die Zuschauer vielleicht gerade noch leisten, aber der Abgesang ist schon unüberhörbar. Und wieder geht ein Stück Kulturgeschichte verloren …

Cornelia Klauß



Ausgezeichnet mit dem Preis der Fédération Internationale de la Presse Cinématographique 2013

Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
A Girl Named Elastika Guillaume Blanchet

Elastika ist nicht wie die anderen kleinen Mädchen, denn sie besteht aus Gummibändern. Und ihre Welt ist aus Kork. Einzigartig ist auch ihre Reise, bei der sie von Gebäude zu Gebäude springt, ein Meer überquert und in den Weltraum fliegt, indem sie sich an einer Feuerwerksrakete festhält

A Girl Named Elastika

Animationsfilm
2012
3 Minuten
Untertitel: 
französische
Credits DOK Leipzig Logo
Guillaume Blanchet
Guillaume Blanchet
Bamprod
Guillaume Blanchet
Guillaume Blanchet, Minh Tran
Guillaume Blanchet
Guillaume Blanchet
François Bélanger, Pierre-Hugues Rondot
Elastika ist nicht wie die anderen kleinen Mädchen, denn sie besteht aus Gummibändern. Und ihre Welt ist aus Kork. Einzigartig ist auch ihre Reise, bei der sie von Gebäude zu Gebäude springt, ein Meer überquert und in den Weltraum fliegt, indem sie sich an einer Feuerwerksrakete festhält.
Cross Media Screening
A Journal of Insomnia

Die Welt der Schlaflosigkeit als interaktive Selbsterfahrung. Persönliche Geschichten und inszenierte Begegnungen als Psychogramm der westlichen Gesellschaft. Intim, auch verstörend.

A Journal of Insomnia

Dokumentarfilm
2013
45 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
Hugues Sweeney
Was bringt uns nachts um den Schlaf? Der interaktive Dokumentarfilm geht dieser Frage nach, indem er die Nutzer einlädt, die Welt der Schlaflosigkeit zu erkunden – ein Phänomen, das in Zusammenhang steht mit Stress und Angst und in unserer heutigen Gesellschaft jeden dritten Menschen betrifft. „A Journal of Insomnia“ lotet die erzählerischen Grenzen des Dokumentarfilms aus. Per Video, Text und Zeichnungen werden persönliche Geschichten zu Schlaflosigkeit gesammelt und zu einem kollektiven Erfahrungsraum für Betroffene aus der ganzen Welt verbunden. Insbesondere die erstaunlichen Aussagen von vier Schlaflosen geben intime Einblicke in einen verstörenden Zustand, den wir meist in Einsamkeit durchleben.
Retrospektive
A Letter to Dad Srđan Keča

Der Krieg ließ Srđan Keča Facetten seines Vaters entdecken, die er nicht kannte. Nach dessen Tod macht er sich auf die Suche nach Spuren jener verborgenen, unterdrückten Seiten.

A Letter to Dad

Dokumentarfilm
2012
48 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Srđan Keča
Srđan Keča
Alcyona Mick
Srđan Keča
Katherine Lee
Tudor Petre
Der Krieg ließ Srđan Keča Facetten seines Vaters entdecken, die er nicht kannte. Nach dessen Tod macht er sich auf die Suche nach Spuren jener verborgenen, unterdrückten Seiten.

Olaf Möller

A Tangled Tale

Animationsfilm
2012
6 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Corrie Francis Parks
Corrie Francis Parks
Mark Orton
Corrie Francis Parks
Cole Pierce
In dieser ungewöhnlichen Romanze wird handgefärbter Sand zur Metapher für zwei Seelen, die sich vereinigen und wieder trennen. Ein einsamer Fisch, der an einem Angelhaken hängt, trifft einen anderen in der gleichen traurigen Lage.

Ab Ovo

Animationsfilm
2013
6 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Marcin Malatyński
Anita Kwiatkowska-Naqvi
George Antoniv
Anita Kwiatkowska-Naqvi
Anita Kwiatkowska-Naqvi
Anita Kwiatkowska-Naqvi
Anita Kwiatkowska-Naqvi
Der Film zeigt das Erwachen eines neuen Lebens und die Veränderung eines weiblichen Körpers, der seine gewohnte Form verliert. Die Sinneswahrnehmungen werden immer deutlicher, bis zu dem Moment, in dem das Baby die Grenzen des mütterlichen Körpers verlässt.

Abdullah

Animadok
2013
9 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Holger Lochau
Jakob Besuch
Oleg Hollmann
Jakob Besuch
Jakob Besuch
„Er heißt Abdullah“, sagt der Arzt im Krankenhaus zur Mutter, nachdem ihr Sohn eine Psychose erlitten hat. Zum ersten Mal in seinem Leben hat Abdullah das Gefühl, als eigenständiger Mensch wahrgenommen zu werden. Ein Film über Vorurteile, erzählt von Abdullah selbst.

Alppikatu 25 – Home to the Homeless

Dokumentarfilm
2012
27 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Cilla Werning, Liisa Juntunen
Inka Achté, Marika Väisänen
Graham Hadfield
Sari Aaltonen, Daniel Lindholm, Tuomas Järvelä
Hannele Majaniemi
Alppikatu-Straße 25 lautet seit 1937 die Adresse eines Obdachlosenheimes in Helsinki. Ein Ort für Männer ohne eigenen Ort. Männer ohne Vergangenheit? „Create your own memories“, steht jedenfalls als Motto auf einem Zettel an der Wand. Und doch speichert das eintönige Gebäude, das mit seinen langen, kahlen Fluren und schmalen Zellen durchaus Assoziationen an ein Gefängnis wachruft, gewissermaßen die Erinnerungen und Lebensspuren vieler Menschen, die sich hier ein minimales Zuhause geschaffen haben, wenn auch nur vorübergehend. Fünf von ihnen kommen zu Wort. Jeweils für einen Moment taucht der Film in ihre innere Welt ein, nur durch ihre Stimme, ergänzt durch subtile Geräuschcollagen. Optisch bleiben die Männer Phantome. Manchmal sind sie gebannt in die Unschärfe des Raumes, manchmal erscheinen sie nahe am Stillstand. Nur der Zigarettenrauch scheint sich dann noch zu bewegen. Der Raum indessen lässt sich widerstandslos von der Kamera ergründen, so als gäbe er tatsächlich Auskunft über seine Bewohner. Das Abstrakte liegt nahe am Konkreten, die Zeit streift den Raum.

Lars Meyer

Amen!

Animationsfilm
2012
5 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Moritz Mayerhofer, Bettina Morlock
Moritz Mayerhofer
Wilhelm Stegmeier
Assen Semov
Moritz Mayerhofer
Damir Simovski, Mai Nguyen, Ania Plocica, Karl Krause
Moritz Mayerhofer
Dominik Avenwedde
Was würde Gott tun, wenn er sehen könnte, wie sein Wort von den Menschen verkündet wird? Eine schwarzhumorige Parabel über einen Pfarrer, der bei der Predigt für seinen letzten Gast komplett über das Ziel hinausschießt.

American Vagabond

Dokumentarfilm
2013
85 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Cilla Werning
Susanna Helke
Samuli Kosminen
Susanna Helke, Marko Luukkonen
Niels Pagh Andersen
Es sollte nie wieder erwähnt werden, weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte. Doch entgegen des Verdikts seines Vaters wurde aus James kein „richtiger“ Junge, der gern zum Jagen und Angeln ging, sondern das Schlimmste, was die amerikanische Mittelschichtsfamilie sich vorzustellen vermochte. Also warfen sie den schwulen Sohn, ein Teenager noch, aus dem Haus und überließen ihn seinem Schicksal als einer von Tausenden obdachlosen Jugendlichen in den USA. Bis zu vierzig Prozent von ihnen leben auf der Straße, weil sie einer „sexuellen Minderheit“ angehören.
Susanna Helke begleitet James und seine große Liebe Tyler durch die dreckigen Straßen und dunklen Parks von San Francisco, der „schwulsten Stadt der Welt“. Statt des erhofften Paradieses finden sie sich dort frierend, hungernd und marginalisiert wieder, auch von der arrivierten Gay Community. Doch alles kommt anders: Nachdem im ersten Teil des Films James aus dem Off seine Geschichte erzählt, geht es im zweiten um seine Abwesenheit – als „Sexualstraftäter“ sitzt er ein. Denn während nun selbst die konservative Familie zum Umdenken bereit ist, kennt das „Mutterland der Demokratie“ nur Härte gegen alles, was anders als der Mainstream ist. Atmosphärisch dicht und behutsam erzählt der Film nicht nur eine so zarte wie erschütternde Coming-of-Age-Geschichte. Er ist zugleich ein leidenschaftliches Plädoyer für eine Liebe (zum Menschen), die bedingungslos ist.

Grit Lemke

Among Women

Dokumentarfilm
2012
52 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Hasse van Nunen
Kim Brand
Harry de Wit
Suzan van Steenwijk
Joël Hielckert
Hüften bewegen sich rhythmisch, Körper verschlingen sich ineinander, ein sexueller Tanz wird praktiziert und führt irgendwann zum Höhepunkt, der die Tänzerin in eine andere Ebene befördern kann. Wir befinden uns nicht in einem Nachtclub in einer europäischen Metropole, sondern unter Frauen in Sambia, die sich gegenseitig für die Ehe vorbereiten. Hier wird gelehrt, wie „frau“ beim Geschlechtsverkehr die Kontrolle behält, sodass „frau“ sich nebenbei natürlich auch selbst befriedigt. Hier wird „frau“ aber auch mit dem Anblick des Blutes der Entjungferung vertraut gemacht, indem sie einem zwischen den Schenkeln eingeklemmten Huhn den Hals durchschneiden muss. Aber „frau“ solle sich keinesfalls wie ein Huhn benehmen! Nach Absolvierung dieses Kurses sind die Damen jedenfalls in der Lage, ihre Ehe, aber auch den dazugehörigen Mann „wie eine Last auf dem Kopf zu tragen“.
Kim Brand nähert sich den Ritualen und Denkweisen der anderen Kultur nicht zuletzt über die Reflexion ihrer eigenen Liebesbeziehung in der niederländischen Heimat und eröffnet uns ganz neue Perspektiven auf das Erleben von Stolz, Freiheit und Glück. In jeglicher Hinsicht ein lehrreicher Film. Am Ende darf man diese Frauen dann gerne beklatschen, wie sie das selbst sonst nur nach vollzogenem Akt mit ihrem Mann tun.

Claudia Lehmann

An Adventurous Afternoon

Animationsfilm
2013
6 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Ines Christine Geisser
Ines Christine Geisser, Kirsten Carina Geisser
The Giant Fox & William Honda Group
Ines Christine Geisser, Kirsten Carina Geisser
Ines Christine Geisser
Ines Christine Geisser, Kirsten Carina Geisser, Michel Esselbrügge
Ines Christine Geisser, Kirsten Carina Geisser
Jan Kristian Fuchs, Karl Ingo Willam
Eigentlich wollten Giant Fox und William Honda nur einen Kaffee zusammen trinken, aber der Nachmittag wird abenteuerlicher als geplant.