Filmarchiv

8 Bullets

Animationsfilm
Frankreich
2014
12 Minuten
Untertitel: 
englische
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Maud Martin
Frank Ternier
Zed
Frank Ternier, Shihhan Shaw, Laurent Moulin
Frédéric Duzan
Ein gedankenverlorener, in Taipeh lebender französischer Geschäftsmann mit einem Loch im Kopf wird von seiner Obsession in den Wahnsinn getrieben: der Geruch von gebratenem Fisch. In Wirklichkeit jagt er dem Duft der Rache nach, die grimmig mit 8 Kugeln geübt werden wird.
Durch verschiedene Blickwinkel und Rückblenden, die ineinander verschlungen sind wie die Tentakel eines Oktopus, wird um einen Kern reduzierter Linien, Hintergründe und Farben herum eine in sich zerrissene Erzählung konstruiert.

Victor Orozco

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
9 Days – From My Window in Aleppo Thomas Vroege, Floor van der Meulen

Der Fotograf Issa Touma kann seine Wohnung in Aleppo nicht verlassen – vor der Tür wird hart gekämpft: die Assad-Armee gegen die Aufständischen und schließlich kommt noch der IS.

9 Days – From My Window in Aleppo

Dokumentarfilm
Niederlande,
Syrien
2015
13 Minuten
Untertitel: 
englische
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Jos de Putter
Thomas Vroege, Floor van der Meulen
Issa Touma
Thomas Vroege, Floor van der Meulen
Issa Touma
Tom Jansen
Der Fotograf Issa Touma kann seine Wohnung in Aleppo nicht verlassen – vor der Tür wird hart gekämpft: die Assad-Armee gegen die Aufständischen und schließlich kommt noch der IS. Issa richtet die Kamera auf sich selbst und durch die heruntergezogene Jalousie aus dem Fenster. So entsteht ein authentisches Bild, das Menschen aus Konfliktregionen vertraut scheinen mag: Nachrichtenbilder, die echten Geräusche der Straßengefechte von draußen und die „Normalität“ des Alltags – Perversion des Kriegs.

Zaza Rusadze

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

A Baptism of Fire

Dokumentarfilm
Frankreich
2015
58 Minuten
Untertitel: 
englische
französische
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Jérôme Caza – 2P2L
Jérôme Clément-Wilz
Jérôme Clément-Wilz
Ael Dallier Vega
Jérôme Clément-Wilz
Zahlreiche Journalist/innen und Fotograf/innen sind heute auf der ganzen Welt unterwegs, um so schnell wie möglich Neuigkeiten und Bilder aus den Konfliktregionen direkt zu uns nach Hause zu liefern. Oft hat das Kino von Kriegsreportern als Helden erzählt. Jérôme Clément-Wilz nimmt eine andere Perspektive ein: Auch der Nachrichtenjournalismus ist eine Industrie. Viele freiberufliche, zumeist junge Fotografinnen und Fotografen reisen auf eigene Kosten in die Kriegsgebiete – in der Hoffnung, zur richtigen Zeit am richtigen Ort das entscheidende Foto zu schießen und es für teures Geld an die führenden Medien oder Agenturen zu verkaufen. In einer intimen Beobachtung folgt der Film dem Alltag junger französischer Reporterinnen und Reporter und gibt ihnen Raum, über ihre Arbeit zu reflektieren. Während des Arabischen Frühlings erfüllt sich ihr Traum: Ihre Bilder schaffen es auf die Titelseiten der größten Blätter. Dennoch vermeidet Clément-Wilz jedes heldenhafte Pathos, sondern zeigt einerseits Abenteuerlust und jugendliche Unbekümmertheit seiner Protagonist/innen, andererseits aber auch das harte Geschäft, in dem es keine Absicherung gibt und am ehesten der überlebt, der sein Leben am bereitwilligsten aufs Spiel setzt. Der Beruf des Kriegsreporters – ein prekärer Job.

Zaza Rusadze

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Als wir die Zukunft waren Lars Barthel, Gabriele Denecke, Andreas Voigt, Peter Kahane, Thomas Knauf, Hannes Schönemann. Ralf Marschalleck

Die in den 50er Jahren in der DDR Geborenen: Kindheitserinnerungen einer Generation. Sechs Miniaturen, reich gestaltet mit Witz, Wehmut und Poesie. Echo einer Utopie.

Als wir die Zukunft waren

Dokumentarfilm
Deutschland
2015
87 Minuten
Untertitel: 
keine
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Barbara Etz
Lars Barthel, Gabriele Denecke, Andreas Voigt, Peter Kahane, Thomas Knauf, Hannes Schönemann. Ralf Marschalleck
Marcel Noll
Lars Barthel, Andreas Köfer, Thomas Plenert, Marcus Lenz, Sebastian Hattop
Grete Jentzen, Gudrun Steinbrück-Plenert, Pamela Homann, Mathieu Honoré
motionworks Halle, Jörg Herrmann
Uwe Busch, Maurice Wilkering, Thomas Funk, Nic Nagel
Generationen definieren sich über Zukunft – mal gibt es zu wenig, mal zu viel davon. Der Generation der in den 50er Jahren in der DDR Geborenen hatte man von früh an eingetrichtert, dass sie die Zukunft des Sozialismus wären. Ganz schön viel Verantwortung. Und irgendwie schiefgegangen.

Die sechs Regisseure und eine Regisseurin des Omnibusfilms verbindet neben der Sozialisation auch, dass sie alle für die DEFA gearbeitet haben. Dennoch sind ihre Erinnerungen an die Kindheit in einem Land, das noch vom Krieg gezeichnet, aber im Aufbruch war, stilistisch höchst unterschiedlich gestaltet: vom strengen Bildkonzept bis zum überbordenden Einsatz von Animation oder gespielten Szenen. Am stärksten geraten sie, wenn sie visuell konzentriert assoziative Freiräume eröffnen, oder wenn es gelingt, mit dem Wissen des Erwachsenen aus der Perspektive des Kindes zu erzählen. Es sind zumeist Kinder, denen zunächst der Vater abhandenkommt und dann der Glaube an den Sozialismus. Ein interessanter Aspekt, dass der Westen nicht nur das duftende Westpaket, Indianerfilme, Spielzeugpistolen oder Onkel Alfred war, sondern oft ebenso der ausgereiste Vater. Und auch die dagebliebenen Väter waren zumeist abwesend. Der Osten, das waren die Mütter, schön und stark. Manchmal zerbrachen sie daran.

Das Problem war am Ende, dass der Sozialismus seinen Kindern nicht vertraute. Ihre Erzählungen sind wie das Echo einer Utopie.

Grit Lemke

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Animated Minds: Stories of Post-Natal Depression – Katie's Story

Animadok
UK
2015
3 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Andy Glynne
Lucy Izzard
Alexander Parsons
Lucy Izzard
Alexander Parsons
Die vielfach preisgekrönte Reihe „Animated Minds“ visualisiert seit 2003 die Innenwelten psychisch erkrankter Menschen. In den neuen Folgen kommen Frauen zu Wort, die nach der Geburt ihres Kindes unter postnataler Depression litten. Katie erzählt von ihren Schuldgefühlen und der Ohnmacht angesichts der neuen Lebenssituation. Die Animation lässt ihre Gefühle und Gedanken für uns sichtbar werden.

Annegret Richter

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationaler Wettbewerb Animadok (2015-2017)
Animated Minds: Stories of Post-Natal Depression – Mike's Story Dan Binns

Was weniger bekannt ist: Postnatale Depression betrifft nicht nur Frauen, die nach der Geburt keinen Zugang zu ihrem Kind und ihrem neuen Leben finden. Die Krankheit zieht auch einschneidende Veränderungen für den Partner und die Familie nach sich.

UK

UK
2015

Animated Minds: Stories of Post-Natal Depression – Mike's Story

Animadok
UK
2015
3 Minuten
Untertitel: 
keine
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Andy Glynne
Dan Binns
Alexander Parsons
Dan Binns
Alexander Parsons
Was weniger bekannt ist: Postnatale Depression betrifft nicht nur Frauen, die nach der Geburt keinen Zugang zu ihrem Kind und ihrem neuen Leben finden. Die Krankheit zieht auch einschneidende Veränderungen für den Partner und die Familie nach sich. Hier zeigt „Animated Minds“, wie Mike als Mann und Vater die Situation erlebt.

Annegret Richter

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Healthy Workplaces Film Award
Automatic Fitness Alejandra Tomei, Alberto Couceiro

Ein Leben auf dem Förder- und Forderband. Die detailreiche und ideenfunkelnde Puppenanimation denkt als bitterböse Satire auf unsere schöne neue Arbeitswelt den Begriff „Human Resources“ zu Ende und erfindet en passant noch einen neuen Laufschritt.

Automatic Fitness

Animationsfilm
Deutschland
2015
21 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Alejandra Tomei
Alejandra Tomei, Alberto Couceiro
Boris Joens, Ole Wulfers
Alejandra Tomei
Dietmar Kraus
Alberto Couceiro
Alejandra Tomei, Alberto Couceiro
Dietrich Körner
Stellen Sie sich vor, Sie erwachen morgens in Ihrem Bett, das auf dem Fließband steht. Ein automatischer Weckruf und ein paar von Roboterhand gereichte Tabletten machen Sie fit für den Arbeitstag. Und dann immer weiter im vorgegebenen Tempo. Ein Leben auf dem Förder- und Forderband. Die detailreiche und ideenfunkelnde Puppenanimation denkt als bitterböse Satire auf unsere schöne neue Arbeitswelt den Begriff „Human Resources“ zu Ende und erfindet en passant noch einen neuen Laufschritt.

Lars Meyer



Ausgezeichnet mit dem Healthy Workplaces Film Award 2015

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Internationales Programm
Back Home Inna Denisova

Heimkehr nach Simferopol. Begegnungen mit fanatischen Putin-Anhängern und Kritikern, die die Krim verlassen müssen. Authentischer Blick auf eine zutiefst gespaltene Gesellschaft.

Back Home

Dokumentarfilm
Russland
2015
74 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Inna Denisova
Inna Denisova
DJ Enjoykin
Egor Maximov, Oleg Morgun
Natasha Josef
Anna Shifrina
Inna Denisova
Roman Bakharev
Wir werden es vermutlich nie erfahren, wie sich die Annexion der Krim genau ereignet hat. Doch weder die versteckten Operationen der Streitkräfte noch die offenen Polit-Rhetoriken sind für Inna Denisova, die diesen No-Budget-Film mit viel Energie realisiert hat, von Belang. Sie interessiert sich für die schleichenden atmosphärischen Verschiebungen, die mit den geopolitischen einhergehen. Wie lebt es sich im Meer des russischen Weiß-Blau-Rot und von Graffiti-Plakaten, die für die einen Glücksverheißung, für die anderen Chauvi-Sprüche sind? Putins große Heimholung der Halbinsel konterkariert Denisova mit ihrer kleinen, sehr persönlichen Rückkehr nach Simferopol, in ihre Geburtsstadt. Zweimal „Back Home“ – und die Frage, was das war, ist und sein wird: Heimat, Zugehörigkeit, Kindheit.

Ohne jede Polemik spricht sie mit alten Schulfreundinnen, Künstlern und Galeristen. Manche bleiben, viele gehen. Ob im Interview mit einem Freund von Regisseur Oleg Sencov (wegen „Terrorismus“, aber ohne Beweise zu 20 Jahren Straflager verurteilt) oder in der ausgesprochen martialischen Reenactment-Event-Kultur (Panzer-Licht-Show für Jung und Alt), ob im Gespräch mit einem Zeichner, dem die Touristen wegbleiben, weshalb er nun Zhirinovsky und die „freundlichen Menschlein“ des Anschlusses porträtiert … Was sich zeigt: eine zutiefst gespaltene Gesellschaft und die noch tiefere Verunsicherung des Einzelnen.

Barbara Wurm

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Internationales Programm
Between the Devil and the Deep Heinrich Dahms

Südafrikanische Fischer im Überlebenskampf angesichts eines offiziellen Fangverbots. Schwarzfischerei, Drogen, familiäre Dramen, eine Liebe, die zerbricht, und immer das Meer.

Between the Devil and the Deep

Dokumentarfilm
Niederlande
2015
98 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Michele Aime
Heinrich Dahms
Johan Bosgraaf
Heinrich Dahms
Heinrich Dahms
Peter Suyderhoud
Es mag ja einiges dafür sprechen, die vom Aussterben bedrohte Meeresschnecke Abalone (deutsch: Seeohr) unter Schutz zu stellen. In Asien als Aphrodisiakum gehandelt, ist sie viel Geld wert und deshalb vor der Küste Südafrikas nahezu ausgerottet. Aber das von der Regierung ausgesprochene totale Fangverbot trifft in erster Linie die Fischer, das schwächste Glied in der Produktionskette. Was tun, wenn es keine andere Einnahmequelle gibt? Sie tauchen illegal nach der Abalone, wodurch ein neuer Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt, Kriminalisierung und Justiz beginnt. Davon erzählt der Film des Niederländers Heinrich Dahms am Beispiel eines kleinen Fischerdorfs in der Nähe von Kapstadt. Über die Geschichten von drei Familien, die Opfer des Fangverbotes sind, entsteht das Bild einer Gemeinschaft, die zwischen dem täglichen Überlebenskampf und den Fallgruben einer korrupten und gewalttätigen Ordnungsmacht zerrieben wird. Dabei gelingen dem Regisseur ebenso eindrucksvolle Einblicke in die Gefahren (und die Schönheit) der Fischerei wie in die Leben seiner Protagonisten und ihrer Probleme: ein ertrunkener Sohn und der Kampf mit den Ermittlungsbehörden, ein Familienvater im Visier der Polizei, ein Meth-abhängiger Kleingangster, der die Liebe seiner Frau zu verlieren droht. Das Leben im neuen Südafrika, und davon erzählt uns der Film eben auch, ist voller enttäuschter Hoffnungen.

---Matthias Heeder

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Filmpreis Leipziger Ring
Black Sheep Christian Cerami

Zwei Brüder aus einer Suburb in Nordengland geraten unter den Einfluss der rechtsgerichteten „English Defence League“, die sich vor allem durch ihren lautstarken Anti-Islamismus-Kurs hervortut.

Black Sheep

Dokumentarfilm
UK
2015
16 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Alex Sedgley
Christian Cerami
Simon Plunkett
Samuel Haskell
Vicky Harris
Zwei Brüder aus einer Suburb in Nordengland geraten unter den Einfluss der rechtsgerichteten „English Defence League“, die sich vor allem durch ihren lautstarken Anti-Islamismus-Kurs hervortut. Was mit Neugier beginnt, wird für den Älteren zum Trip in die Welt der harten Jungs mit klarer Gesinnung, für den erst 13-jährigen Jack aber zum Albtraum. Mit einer am Spielfilm geschulten Kamera fängt der Regisseur mit beeindruckender Präzision das Kräftemessen nicht nur zweier ungleicher Charaktere ein.

Cornelia Klauß

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Internationales Programm
Daddy's Girl Melisa Üneri

Um ihrem dominanten Vater zu entkommen, zieht Melisa in die Türkei. Doch dort wartet schon Oma – Daddy hoch drei … Herrlich schwarze Komödie über das Erwachsenwerden.

Daddy's Girl

Dokumentarfilm
Finnland
2015
52 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Mika Ronkainen
Melisa Üneri
Olli Tuomainen
Melisa Üneri
Mesut Ulutas
Melisa Üneri
Esa Nissi
Zugegeben – um zu erfahren, dass Familien schlimm sind, müsste man nicht ins Kino gehen. Dieser Film aber hat mehr zu bieten. Beispielsweise eine Familie, die besonders, ja auf geradezu kinotaugliche Art schrecklich ist. Und dies mit Wonne vor der Kamera ausspielt. „Daddy’s Girl“ ist die Regisseurin, allerdings will in dieser Familie jeder die Regie führen. Zuvorderst Daddy selbst, der als Filmheld ein Naturtalent, als Vater anstrengend ist. Der Türke hatte die Tochter in Finnland allein großgezogen. (Wir werden erfahren, warum er nicht nach Hause zurückkehrte.) Um sich von seiner erdrückenden, dominanten Liebe zu befreien, zieht Melisa an den einzigen Ort, wohin Daddy ihr garantiert nicht folgt: in die Türkei. Dort aber wartet schon Oma – Daddy hoch drei. Zum familiären Konflikt kommt jetzt der kulturelle, denn Oma weiß ganz genau, was sich für Frauen gehört und was nicht …

Eine herrlich schwarze Komödie voll klug beobachteter und gesetzter Details, in der zumindest zwei der drei Hauptpersonen sich nach allen Regeln der Boshaftigkeit das Leben gegenseitig schwer zu machen versuchen. Dahinter steht die Frage, wie eine Generation, der von ihren Eltern jedes Hindernis aus dem Weg geräumt wurde und wird, sich je von ihnen lösen kann. In Istanbul begegnet Melisa zornigen jungen Menschen, deren Gezi-Proteste auch gegen die Generation der Eltern rebellieren.

Grit Lemke

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Internationales Programm
Der Auftritt Francesca Bertin

Ein kurzer Film für all jene unter uns, die sich schon immer für das Geheimnis einer gepflegten Konversation interessiert haben. Und die das nicht interessiert: Kommt trotzdem! Vielleicht erfahrt ihr etwas über euer Karma.

Der Auftritt

Dokumentarfilm
Deutschland
2015
4 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Francesca Bertin, Leonhard Kaufmann
Francesca Bertin
Leonhard Kaufmann
Leonhard Kaufmann
Francesca Bertin
Ein kurzer Film für all jene unter uns, die sich schon immer für das Geheimnis einer gepflegten Konversation interessiert haben. Und die das nicht interessiert: Kommt trotzdem! Vielleicht erfahrt ihr etwas über euer Karma.

Matthias Heeder

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Die Angst des Wolfs vor dem Wolf Juliane Jaschnow

Ein Heulen im Nichts. Eine Gestalt bewegt sich vor und zurück, im blutrot flackernden Licht eines doppelten Zweikampfs. Der mit dem Wolf, aber mehr noch der mit der Angst vor dem Wolf. Ohne Entrinnen, auf Messers Schneide – wortgewaltig.

Die Angst des Wolfs vor dem Wolf

Animationsfilm
Deutschland
2014
5 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Ostpol e.V.
Juliane Jaschnow
Juliane Jaschnow
Juliane Jaschnow
Juliane Jaschnow
Stefan Petermann
Juliane Jaschnow, Stefan Petermann
Ein Heulen im Nichts. Eine Gestalt bewegt sich vor und zurück, im blutrot flackernden Licht eines doppelten Zweikampfs. Der mit dem Wolf, aber mehr noch der mit der Angst vor dem Wolf. Ohne Entrinnen, auf Messers Schneide – wortgewaltig. Ein minimalistisches wie eindringliches filmisches Poem von Filmemacherin Juliane Jaschnow und Autor Stefan Petermann über die Dialektik von Opfer- oder Täterwerdung. Auf welcher Seite du auch stehst: Du wirst verlieren, wenn du bleibst, wer du bist.

Nadja Rademacher

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Dissonance Till Nowak

Für Till Nowak eignet sich dieser Zustand einer allgemeinen Irritation aber hervorragend, um die Verwirrtheit seines Protagonisten, eines obdachlosen Pianisten, dessen Psychosen sowie die Ängste aller Beteiligten in Szene zu setzen.

Dissonance

Animationsfilm
Deutschland
2015
15 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Till Nowak
Till Nowak
Olaf Taranczewski, Frank Zerban
Ivan Robles Mendoza
Till Nowak, Philipp Hahn
Till Nowak, Malte Lauinger
Till Nowak
Andreas Radzuweit
Es wird immer schwerer, im Film Gattungsgrenzen zu ziehen. Und warum auch? Fantasie und Realität liegen so dicht beieinander wie Dokumentarfilm, Fiktion und Animation. Natürlich kann diese Auflösung der gelernten Ordnung Angst machen, denn was ist dann noch richtig? Für Till Nowak eignet sich dieser Zustand einer allgemeinen Irritation aber hervorragend, um die Verwirrtheit seines Protagonisten, eines obdachlosen Pianisten, dessen Psychosen sowie die Ängste aller Beteiligten in Szene zu setzen.

---Annegret Richter

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Don't Lose Your Head Karolina Specht

Allzu viele Inhalte menschlicher Kommunikation bleiben Kopfgeburten und recht kurzlebig. Wie die Revolution ihre Kinder fressen die Sprechblasen sich selbst, während das System sich beständig reproduziert. Geht es um Medien, Kirche, Politik? Das entscheide jeder selbst.

Don't Lose Your Head

Animationsfilm
Polen
2015
4 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Marcin Malatyński
Karolina Specht
Karolina Specht
Karolina Specht
Karolina Specht
Karolina Specht
Bogdan Klat, Wieslaw Nowak
Allzu viele Inhalte menschlicher Kommunikation bleiben Kopfgeburten und recht kurzlebig. Wie die Revolution ihre Kinder fressen die Sprechblasen sich selbst, während das System sich beständig reproduziert. Geht es um Medien, Kirche, Politik? Das entscheide jeder selbst. Ironisch schraubt die Computeranimation die Wiederholungsspirale der „Talking Heads“ weiter und setzt dafür nicht Sprache, sondern Bildsprache ein: die der grafischen Icons, die unsere Verständigung erleichtern. Oder auch nicht.

Lars Meyer

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Don’t Think I’ve Forgotten: Cambodia’s Lost Rock and Roll John Pirozzi

Hypnotische Rhythmen, exotische Klänge, coole Sängerinnen: ostasiatischer Rock, eliminiert von den Roten Khmer. Zeitreise mit magischem Archivmaterial.

2014

Don’t Think I’ve Forgotten: Cambodia’s Lost Rock and Roll

Dokumentarfilm
USA
2014
107 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
John Pirozzi, Andrew Pope
John Pirozzi
Scot Stafford
John Pirozzi
Daniel Littlewood, Matthew Prinzing, Greg Wright
In den 60er und frühen 70er Jahren entstand in Kambodscha eine neue Musikszene, die die Stilrichtung des Rock’n‘Roll auf den Kopf stellte. Sie mischte die westlichen Klänge mit den filigranen Melodien, hypnotischen Rhythmen und dem weiblichen Gesang der traditionellen kambodschanischen Musik und erschuf daraus etwas Neues. Der Amerikaner John Pirozzi führt auf eine musikalische Reise voller exotischer, aber auch vertrauter Klänge. Gleichzeitig schlägt er mittels Archivmaterial und Erzählungen von Zeitzeugen eine Brücke in die nationale Geschichte. Während sich die jungen Musiker ebenso wie Teile der kambodschanischen Gesellschaft den westlichen Einflüssen öffneten, bewegte sich das Land langsam in den Abgrund. Ab 1975 eliminierten die Roten Khmer mit der gesamten Kunst und Intelligenz auch die Musikszene auf das Grausamste. Die Wiederentdeckung ihrer Lieder ist ein später Triumph des Rock’n‘Roll.

---Zaza Rusadze

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.