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Countries (Film Archive)

Hommage Ruth Beckermann 2018
Die Geträumten Ruth Beckermann

Ein gefühlvolles Sezieren und eine Versuchsanordnung über die Sprache und Sprachlosigkeit der Liebe: Wir sehen feuchte Augen und hören schweres Schlucken im Angesicht von Worten, die manchmal gar nicht abgeschickt wurden.

Die Geträumten

Dokumentarfilm
Österreich
2016
89 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Ruth Beckermann
Johannes Hammel
Dieter Pichler
Ruth Beckermann, Ina Hartwig
Georg Misch
Ein gefühlvolles Sezieren und eine Versuchsanordnung über die Sprache und Sprachlosigkeit der Liebe: Wir sehen feuchte Augen und hören schweres Schlucken im Angesicht von Worten, die manchmal gar nicht abgeschickt wurden. Der jahrelange Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan wird von Sprechern (Anja Plaschg und Laurence Rupp) in einem Tonstudio des ORF eingesprochen. Dazwischen Rauchpausen und kurze Gespräche, die wie ein Echo die Wirkung der Worte in der Gegenwart zulassen. Das Hin und Her der Gefühle hat Beckermann zusammen mit der Co-Autorin Ina Hartwig auf eine Essenz verknappt, die man als eine unmögliche Liebesgeschichte oder eine mögliche Geschichte von Liebe verstehen kann.

Patrick Holzapfel

Die papierene Brücke

Dokumentarfilm
Österreich
1987
95 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Ruth Beckermann
Ruth Beckermann
Nurith Aviv
Gertraud Luschützky
Ruth Beckermann
Josef Aichholzer, Reinhold Kaiser, Heinz Ebner
Betty Beckermann, Salo Beckermann, Herbert Gropper, Robert Schindel, Willy Stern, Rabbi Wassermann
Es wäre gut, sagt die dringliche Erzählstimme von Beckermann, wenn man von manchen Dingen keine Bilder hätte. So würden sie Erinnerung bleiben. Ihr treibender Filmessay allerdings arbeitet auf einer verlorenen Heimatsuche gegen das Vergessen an. Es ist eine zugleich persönliche und historische Reise. Beckermann begeht sie mit ihrer Kamera und einer Unrast, die mehr wissen muss. Das Gewicht der Vergangenheit wird hier spürbar durch das wache und zulassende Registrieren dessen, was im Hier und Jetzt geschieht. Man driftet durch die Überbleibsel einer jüdischen Identität in Czernowitz, in Israel, am Set eines Fernsehfilms im ehemaligen Jugoslawien und auf Wiener Straßen, wo Kurt Waldheim die Bevölkerung spaltet.

Patrick Holzapfel