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Propaganda, Hass, Mord - Die Geschichte des rechten Terrors in Europa

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Frank Seidel Redaktion: Ulrich Brochhagen (MDR), in Zusammenarbeit mit arte
Rainer Fromm, Rolf-Axel Kriszun
Nikolai Tamás, Jean-Marie Gilles
Christoph Karsch
Rainer Fromm, Rolf-Axel Kriszun
Die Dokumentation rekonstruiert die Entwicklung des rechten Terrorismus in Europa, die vor mehr als 40 Jahren begann.
Italienische Neofaschisten waren die Ersten, die mörderische Anschläge verübten, um einen politischen Linksruck der jungen Republik zu verhindern und die Rückkehr zu einem autoritären Regime zu erzwingen.
In der Bundesrepublik studierten alte und junge Nazis zunächst die Methoden des Linksterrorismus, um davon zu profitieren. Die RAF zog durch ihre spektakulären Gewalttaten die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich, was rechte Terroristen nutzten, um die junge Demokratie fast unbemerkt ins Visier zu nehmen.
Auch in Frankreich und Belgien organisierten sich Neonazis und formierten sich Kampforganisationen gegen die parlamentarische Demokratie. Ihre paramilitärischen Gruppen unterhielten intensive Kontakte zu Wehrsportgruppen in der Bundesrepublik und in Italien.
Als Mitte der 1990er Jahre in Deutschland zahlreiche neonazistische Vereine verboten wurden, reagierte die rechtsradikale Szene mit einer neuen Strategie. Sie löste feste Strukturen auf, bildete lose Kameradschaften, um spontan handeln und nicht mehr verfolgt werden zu können. Da die Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden inzwischen verstärkt auf die Gefahren des islamistischen Terrorismus gerichtet ist, besteht die große Gefahr, dass Rechtsterroristen unbeobachtet massiv aufrüsten und ihre konspirativen Untergrund-Strukturen weiter entwickeln können.

Produktionsmitteilung

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