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The Missing Picture

Credits DOK Leipzig Logo
Catherine Dussart, Rithy Panh
Rithy Panh
Marc Marder
Prum Mésa
Marie-Christine Rougerie, Rithy Panh
Rithy Panh
Eric Tisserand
Prum Mésa
Christophe Bataille
Szenen alltäglichen Horrors unter dem Regime der Roten Khmer, inszeniert mit bemalten Tonfiguren. Dieses Figurentheater kontrastiert der kambodschanische Regisseur Rithy Panh mit historischem Propaganda- und Wochenschaumaterial. So entsteht Reibungshitze und paradoxerweise ein wundersamer Zauber, der selbst in der Stilisierung des Ungeheuerlichen das Menschliche zu retten vermag.

Ralph Eue

The Khmer Rouge and the Man of Non-Violence

Dokumentarfilm
2011
87 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Serge Lalou, Les Films d'Ici
Bernard Mangiante
Mieczyslaw Weinberg
Bernard Mangiante
Catherine Gouze (Image)/ Bernard Mangiante/(son) Carole Verner
Bernard Mangiante
Bernard Mangiante
Phnom-Penh im Frühjahr 2009. Kaing Guek Eav, alias Duch, war zwischen 1976 und 1978 Leiter des Gefängnisses Tuol Sleng, bekannt und berüchtigt als S 21. Er ist Angeklagter vor dem internationalen Rote-Khmer-Tribunal, bei dem seine Schuld am Tod von 14.000 Gefangenen zur Verhandlung steht. Während der Vorbereitungen auf den Prozess durch den französischen Anwalt François Roux bekennt Duch seine Verantwortlichkeit, will sich schuldig erklären und um Vergebung bitten. Auf dieser Grundlage entwickelt der Verteidiger seine Strategie. Da die Verhandlung aber sowohl den Regeln des internationalen, als auch des nationalen kambodschanischen Rechts zu folgen hat, steht dem internationalen Verteidiger ein kambodschanischer Anwalt zur Seite, der seine Strategie gänzlich anders anlegt. Für diesen Verteidiger, Kar Savuth, spielen auch die Maßgaben der offiziellen kambodschanischen Politik eine wesentliche Rolle. Er plädiert auf Freispruch für seinen Mandanten und zieht generell die Zuständigkeit einer internationalen Gerichtsbarkeit in Zweifel. Mehrfach droht der Prozess zu platzen. Der Regisseur Bernard Mangiante verpflichtete sich in seinem Film zu absoluter stilistischer Sparsamkeit: er drehte ein konzentriertes Court-Room-Drama, das kaum einmal den Verhandlungssaal, die Flure oder Beratungsräume verlässt und dennoch menschliche Abgründe, die Banalität des Bösen und generelle Fragen nach der Interpretierbarkeit zivilisatorischer Grundwerte auf schwindelerregende Weise durchmisst.
– Ralph Eue