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Exemplary Behaviour

Dokumentarfilm
2019
85 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Rasa Miškinytė, Martichka Bozhilova, Igor Pediček, Edoardo Fracchia
Audrius Mickevičius, Nerijus Milerius
Marjan Šijanec
Audrius Kemezys, Valdas Jarutis, Julius Žalnierukynas, Audrius Mickevičius
Ema Konstantinova, Armas Rudaitis
Rimas Sakalauskas
Audrius Mickevičius, Georgi Tenev
Saulius Urbanavičius
Das grässlich entstellte Gesicht seines ermordeten Bruders stellt Audrius Mickevičius an den Beginn seines Films. Er interessiert sich dafür, wie jemand für eine solche Tat büßt. Im Hinblick auf dieses konkrete Verbrechen könnte man meinen: viel zu kurz, denn der Täter kommt schon nach fünf Jahren wieder frei, weil er sich im Gefängnis als mustergültiger Häftling gezeigt hat. Mickevičius bleibt allerdings nicht bei dem individuellen Fall, sondern hebt seinen Film auf eine allgemeinere Ebene: „Exemplary Behaviour“ ist beinahe so etwas wie eine Meditation über die Frage, ob sich in einer zeitlichen Ordnung eine endgültige Tat wie ein Mord sühnen lässt – und ob die verstreichende Zeit es den Hinterbliebenen des Opfers erlaubt zu verzeihen.

Am Beispiel zweier Lebenslänglicher (der eine heiratet und wünscht sich Kinder, der andere legt seine ganze Leidenschaft in eine Idee von Kunsthandwerk) und eines Philosophen mit Hafterfahrung (Bernard Stiegler) macht Mickevičius den eigentümlichen Zustand eines suspendierten Lebens nachvollziehbar. Die elegische Grundstimmung wird schließlich noch verstärkt durch die Information, dass Audrius Mickevičius während der Produktion von „Exemplary Behaviour“ erkrankte und starb. Nerijus Milerius besorgte die Fertigstellung.

Bert Rebhandl



Ausgezeichnet mit einer Goldenen Taube im Internationalen Wettbewerb Langfilm, mit dem Preis der Interreligiösen Jury und mit dem FIPRESCI Preis.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Next Masters Wettbewerb
Never Whistle Alone Marco Ferrari

Eine kühle und gerade deshalb atemberaubende Studie zu Korruption und Wahrheit, die mutige Whistleblower „aus der zweiten Reihe“ vorstellt. Politisch, abgründig, aktivierend.

Never Whistle Alone

Dokumentarfilm
2019
74 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Priscilla Robledo, Francesco Crespi
Marco Ferrari
Francesco Leali, Alessandro Branca
Stefano Govi
Neil Devetti
Syd Golding
Marco Ferrari
Vito Martinelli
Seit Chelsea Manning und Edward Snowden weiß jeder, was ein Whistleblower ist. Der Geheimnisverrat um der guten Sache willen bringt denen, die sich trauen, kriminelle Systeme offenzulegen, viel Ehre ein. Wer zum Whistleblower wird, verliert aber auch sein (bisheriges) Leben, riskiert Mobbing, Verfolgung und Exil.

Regisseur Marco Ferrari spricht mit sieben Menschen aus seinem Heimatland Italien, die diese Entscheidung getroffen haben, und befragt sie zu ihren Beweggründen und den Folgen – sowohl auf persönlicher Ebene als auch in Hinblick auf das angezeigte Verbrechen. Auch wenn jeder der Sprechenden ganz individuell den Mut aufbrachte, Systemfehler anzuprangern, gleichen sich die Geschichten auf unheimliche Weise: Wer aussteigt und das Richtige tut, ist sofort mit Aggressionen, Einschüchterungen, Korruption, Schikane und Isolation konfrontiert. Polizei und Justiz scheinen nicht ansatzweise in der Lage zu sein, Whistleblower angemessen zu schützen beziehungsweise mit ihren Informationen sinnvoll umzugehen. Ferrari betont nicht die jeweils besonderen Ausprägungen, sondern zeigt mit gezielt überprononcierten Inszenierungen, welche allgemeingültigen Muster von Einschüchterung, Vertuschung und Gedankenlosigkeit korrupten Organisationen zugrunde liegen. Ein wichtiger, spannungsgeladener Film, dessen Akteure wie eine Blaupause für mehr Zivilcourage am Schreibtisch wirken.

Luc-Carolin Ziemann

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Score for Joanna Kotze

Dokumentarfilm
2019
4 Minuten
Untertitel: 
englische
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Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver
Maureen McLane
Ein imaginärer Raum, der alles sein kann. Oder auch nichts. Ein Raum, der alles ist, was man möchte. Tänzer vereinnahmen Orte und verwandeln sie in einen unwiderstehlichen Sog – so auch die amerikanische Choreografin Joanna Kotze, für die diese essayistische Wort-Bild-Partitur geschrieben wurde. Shelly Silver hat einen vierminütigen assoziativen Bewusstseinsstrom entworfen, der zudem auch mit Umweltverschmutzung im italienischen Mittelmeer abrechnet.

Julia Weigl

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Sicherheit123

Dokumentarfilm
2019
72 Minuten
Untertitel: 
englische
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Julia Gutweniger, Florian Kofler
Julia Gutweniger, Florian Kofler
Edgars Rubenis
Julia Gutweniger
Julia Gutweniger, Florian Kofler
Florian Kofler
Die Alpen. Heute scheint kaum ein Berg mehr unberührt. Längst haben wir die erhabenen Gipfel bezwungen und selbst das Hochgebirge als Freizeitlandschaft erschlossen. Dass die Alpen fast grenzenlos nutzbar sind, ist nicht selbstverständlich: Die gesamte Region durchzieht ein nahezu unsichtbares Sicherheitssystem. Gut getarnt sollen Schutzvorkehrungen gegen Steinschlag oder Lawinen für angstfreie Begeh- und Bewohnbarkeit sorgen. Auffallend und fast surreal erscheinen jedoch Betonbefestigungen um einzelne Bauernhöfe herum oder skulptural geschwungene Mauern am Hang zur Sicherung eines ganzen Dorfes.

„Sicherheit123“ fängt in atemberaubenden Bildern diese baulichen Maßnahmen und die meist im Hintergrund laufende Arbeit ein. Ruhige Einstellungen zeigen eindrucksvoll auf, wie vielschichtig das Sicherheitssystem ist: Unaufhörlich wird die Landschaft vermessen und der Ernstfall simuliert, ob in Computermodellen, Versuchsanlagen oder in groß angelegten Katastrophenübungen. Aufmerksam hält sich der beobachtende Dokumentarfilm an die manchmal fast rätselhaft wirkenden Tätigkeiten und Vorkehrungen und erzählt vom Kampf der Menschen gegen die Naturgewalt, die trotz Präzisionstechnik nicht aufzuhalten ist.

Annina Wettstein



Ausgezeichnet mit einer Goldenen Taube in Next Masters Wettbewerb Langer Dokumentar- und Animationsfilm.

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Internationaler Wettbewerb
Siddhartha Damiano Giacomelli, Lorenzo Raponi

Siddharta und Fabrizio, der eine neun, der andere 65 Jahre alt, sind Kern einer Gemeinschaft, die auf jeglichen zivilisatorischen Komfort verzichtet. Wir sind ihre Gäste – einen Sommer lang.

Siddhartha

Dokumentarfilm
2019
79 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Eleonora Savi, Damiano Giacomelli
Damiano Giacomelli, Lorenzo Raponi
Damiano Giacomelli, Lorenzo Raponi
Aline Hervé, Enrico Giovannone
Diego Schiavo
Eine Nuss allein macht kein Geräusch, wenn man sie in seiner Tasche trägt. Viele zusammen aber klappern. So nennt sich die kleine Gemeinschaft, in welcher der neunjährige Siddharta mit seinem 65-jährigen Vater Fabrizio lebt „Noci Sonanti“, die „Klingenden Nüsse“. Ohne Strom und sonstigen zivilisatorischen Komfort bewohnen beide ein Haus inmitten eines abgelegenen italienischen Landstrichs. Hin und wieder finden sich Menschen ein, die für eine Weile Teile des Stamms werden, bevor sie weiterziehen. Wie Erica, die man manchmal mit Fabrizio in Meditation versunken sieht. Doch völlig isoliert sind Siddharta und Fabrizio nicht. Monatlich findet ein Wechsel statt, wenn Siddharta zu seiner Mutter Sofia und deren neuer Familie zieht. Außerdem pflegt der Junge eine Freundschaft mit einem Mädchen aus dem Dorf, unweit des Hauses seines Vaters, durch das er in Kontakt mit Dingen kommt, gegen die sich Fabrizio schon vor langer Zeit ausgesprochen hat: stark gesüßten Eistee etwa. Oder Mittel gegen Läuse.

Damiano Giacomelli und Lorenzo Raponi beobachten das Leben der „Noci Sonanti“ einen von sonnendurchfluteten Tagen und neugeborenen Katzen geprägten Sommer lang. Einer demonstrativen Wertung entziehen sich die Regisseure dabei – und montieren doch behänd die verschiedenen Lebensmodelle, zwischen denen Siddharta wandelt und nicht selten auch vermittelt.

Carolin Weidner

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Spätlese
The Young Observant Davide Maldi

Luca soll Hotelfachangestellter werden, auch wenn er eigentlich ein schüchterner, rebellischer Teenager ist. Eine intime Coming-of-Age-Geschichte in sorgsam gebauten Vintage-Bildern.

The Young Observant

Dokumentarfilm
2019
85 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Gabriella Manfrè, Davide Maldi, Micol Roubini, Fabio Scamone
Davide Maldi
Freddy Murphy, Chiara Lee
Davide Maldi
Enrica Gatto
Davide Maldi, Micol Roubini
Stefano Grosso, Marzia Cordò, Giancarlo Rutigliano
Um Hotelfachangestellter zu werden, braucht es vor allem eines: Disziplin. Das ist für pubertierende Jugendliche natürlich nicht so leicht. Besonders der schüchterne vierzehnjährige Luca tut sich schwer. Er kann weder ruhig stehen noch möchte er seine zotteligen roten Haare schneiden lassen. Lieber flirtet er im Französischunterricht mit der Lehrerin oder geht im einsamen Wald auf die Jagd. Die gleichermaßen renommierte wie spießige Hotelfachschule langweilt ihn und geht ihm mit ihrer ständigen Routine auf die Nerven: Servietten falten, Gläser polieren, zuhören. Das Problem ist allerdings, dass seine Familie große Erwartungen in ihn setzt.

In einem winzigen Bergdorf in den Alpen aufgewachsen, kennt sich der Junge natürlich mit den Kühen auf dem heimischen Hof aus. Die umliegenden Wälder waren sein Revier, in dem er sich austoben konnte. Nun soll ihn die Schule zähmen, ihm Selbstbeherrschung beibringen und ihm am Ende zu einem ordentlichen Job verhelfen. In ruhigen Vintage-Bildern illustriert der italienische Regisseur Davide Maldi das enge Korsett einer Ausbildungsanstalt, die aus der Zeit gefallen scheint. Antike Holzmöbel, zitronengelbe Wände, junge Herren in schwarzen Anzugwesten und zugeknöpften weißen Hemden. Sie bilden Kostüm und Setting für eine intime Coming-of-Age-Geschichte, in der es um ein Opfer geht: Muss Luca seinen Freigeist aufgeben, um „etwas“ zu werden?

Julia Weigl

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Denoise

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Federico Biasin
Giorgio Ferrero, Federico Biasin
Giorgio Ferrero, Rodolfo Mongitore
Fabrizio Cyreck, Giorgio Ferrero, Federico Biasin
Filippo Vallegra
Giorgio Ferrero, Rodolfo Mongitore
Giorgio Ferrero
Ein Ölfeld in Texas, der Maschinenraum eines Überseefrachters, ein schalltoter Raum, eine Müllverbrennungsanlage – verbindendes Element dieser gegensätzlichen Szenerien sind die Protagonisten dieses collageartigen 360°-Films. Sie führen einsame Existenzen, fernab unseres eigenen Lebensstils. Die Stille der reflexionsarmen Kammer trifft auf das Dröhnen im Maschinenraum. Doch am Ende ist alles eins.

Lars Rummel, Marie Hinkelmann

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Retrospektive
Emigration 68 Luigi Perelli

Arbeitsmigranten erzählen: vom „Gast“ sein in Belgien, Frankreich und der BRD, von Verlusterfahrungen, die zum Sinnspruch wurden: Es ist deutsch in Kaltland.

Emigration 68

Dokumentarfilm
1969
33 Minuten
Untertitel: 
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Luigi Perelli
Franco Potenza
Alberto Marrama
Raimondo Crociani
Dacia Maraini
Arbeitsmigranten erzählen: vom „Gast“ sein in Belgien, Frankreich und der BRD, von Verlusterfahrungen, die zum Sinnspruch wurden: Es ist deutsch in Kaltland.

Ralph Eue

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

I Had a Dream

Dokumentarfilm
2018
84 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Claudia Tosi, Nathalie Combe
Claudia Tosi
Daniele Rossi, Enrico Pasini
Claudia Tosi, Andrea Gioacchini
Marco Duretti
Claudia Tosi
Diego Schiavo
Zwei Männer flankieren diesen Film: Silvio Berlusconi, der 2008 zum vierten Mal italienischer Ministerpräsident wurde, und Donald Trump, der ein knappes Jahrzehnt später als amerikanischer Präsident vereidigt wurde. Für Manuela, eine Abgeordnete des italienischen Parlaments, und Daniela, eine Lokalpolitikerin, ist dieser dergestalt männlich markierte Zeitraum der Inbegriff für den politischen Regress. Seit Jahren kämpfen die beiden für mehr Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern, für bessere Gesetze zum Schutz vor häuslicher Gewalt gegen Frauen und für ein diverseres Gesamtbild politischer Verantwortungsträger.

Ist die Politik tot? Diese brutale Frage leitet Claudia Tosis Langzeitstudie über die Entwicklungen des letzten italienischen Jahrzehnts an. Mit einem Verlust von 6,7 % der Stimmen unterlagen die Demokraten 2018 deutlich gegen die populistische und europaskeptische Fünf-Sterne-Bewegung. Dass Demokratie, zivilgesellschaftlicher Zusammenhalt und Fortschrittswille noch einmal derart infrage stehen, dass der überwunden geglaubte Berlusconismus noch in einem solchen Ausmaß nachwirkt, hätten Manuela und Daniela nicht für möglich gehalten.

Lukas Stern



Ausgezeichnet mit einer Goldenen Taube im Internationalen Wettbewerb Langfilm, mit dem Preis der Interreligiösen Jury und mit dem FIPRESCI Preis



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Internationales Programm
My Home, in Libya Martina Melilli

Mithilfe des jungen Mahmoud blickt die Regisseurin aus dem italienischen Padua aus der Ferne nach Tripolis – auf der Suche nach der Geschichte ihrer Großeltern.

My Home, in Libya

Dokumentarfilm
2018
66 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Edoardo Fracchia, Stefano Tealdi, Elena Filippini
Martina Melilli
Nicola Ratti
Nicola Pertino
Enrica Gatto
Martina Melilli
Matteo Valeri
Der Urgroßvater der Regisseurin emigrierte Mitte der 1930er Jahre, mitten im Kolonialkrieg, den Italien gegen Libyen führte, von Sizilien nach Tripolis und beschloss zu bleiben. Aus Gesprächen mit ihrem Großvater in Padua, aus Fotos, coram publico improvisierten Straßenskizzen, Polaroids und Erinnerungen formt Martina Melilli das Bild einer Stadt in der Ferne. Da die Filmemacherin kein Visum für Libyen bekommt, bittet sie den jungen Mahmoud, ihr Auge in Tripolis zu sein. Aus den Chats zwischen ihr und ihm ergibt sich ein komplexes Bild der wechselvollen und teils gewalttätigen Beziehungen zwischen Italien und Libyen, aber auch ein neuer Blick auf den Alltag der beiden. Die Suche nach der richtigen Tür, dem passenden Balkon zu den Erinnerungen der Großeltern, nach den Brachen, in denen in Tripolis einst Kinos ihr Alltagsgeschäft verrichteten, stehen neben der Gegenwart: Stagnation in Libyen, Sterben im Mittelmeer, Kommunikation via Internet. „Ich will so nah rankommen, wie ich kann“, postuliert eine eingeblendete handschriftliche Notiz. Die Nähe stellt sich her: auf Umwegen, auf Umbildern, auf Umschriften – vermittelt und in ihrer Vermitteltheit authentisch.

Fabian Tietke

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Nijolė

Dokumentarfilm
2018
79 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Dagnė Vildžiūnaitė, Max Chicco
Sandro Bozzolo
Lina Lapelytė
Sandro Bozzolo
Silvija Vilkaitė, María Cecilia Reyes
Maria Cecilia Reyes, Sandro Bozzolo
Vytis Puronas
Antanas Mockus war Bürgermeister von Bogotá, mehrmals kolumbianischer Präsidentschaftskandidat und wurde 2018 in den Senat gewählt. Doch hier geht es nicht um ihn als Politiker, sondern um seine 88-jährige Mutter, die eigenwillige Künstlerin Nijolė Šivickas. Beharrlich hat sie ihr Privatleben vor der Öffentlichkeit abgeschirmt. Nur widerwillig gab sie in Medieninterviews Auskunft. Selbst ihr Sohn wusste kaum etwas über ihre Kindheit in Litauen. In ihrem künstlerischen Schaffen, aber auch emotional, hat sie sich von ihrem Heimatland abgewandt.

Nijolė ist nun eingeladen, anlässlich einer großen Retrospektive in Vilnius einen Workshop zu halten. Der Film begleitet sie und Antanas auf dieser Reise. Es ist gleichsam der Blick eines Sohnes auf seine Mutter. Ihre Unabhängigkeit und ihr gesellschaftskritischer Geist waren stets seine Inspiration. Sandro Bozzolo und sein Team nähern sich ihrer Protagonistin zurückhaltend, passen sich auch in der Montage ihrem Rhythmus an und konzentrieren sich auf die Räume ihres Schaffens, auf Nijolės Begegnungen mit Antanas und auf die gemeinsame Rückkehr in die Heimat, die beide tief bewegt. So wie der Sohn die Mutter nimmt auch diese Geschichte einer äußeren wie inneren Reise die Zuschauenden an die Hand. Welche Geschehnisse bleiben in einem Leben prägend und welche sollten besser vergessen werden?

Annina Wettstein


Nominiert für den MDR-Filmpreis

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Open to the Public Silvia Bellotti

Zwischen Kratzbürstigkeit und gemeinsamem Lächeln – die Beratungsstelle für Sozialmieter in Neapel als Lebensbühne und gemeinsame Gefühlsfront gegen das bunte Tier der Bürokratie.

Open to the Public

Dokumentarfilm
2017
60 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Antonella Di Nocera
Silvia Bellotti
Silvia Bellotti
Silvia Bellotti
Lea Dicursi
Silvia Bellotti
Marco Saitta
Morgengrauen in Neapel, Leuchtstoffröhren öffnen blinzelnd ihre Augen in einem Büro. Sie wecken mit ihrem Licht in den hohen cremefarbenen Altbauräumen die Registraturen und Stapel von Pappheftern, aus denen einzelne Formulare hervorlugen und auf lange Vorgänge verweisen. Die Ruhe erstirbt in aufkommendem Gemurmel und ersten Unmutslauten: Ein Vordrängler an einem der beiden wöchentlichen Öffnungstage der Beratungsstelle für Sozialmieter. Der Tag nimmt Fahrt auf. Die adrett gekleidete Signora – eine von den auffällig vielen Witwen – und der lässige Berater spielen leidenschaftlich ihre Rollen zwischen Kratzbürstigkeit und gemeinsamem Lächeln: „Sie lassen uns nie ausreden.“ – „Bei dem Mist, den ich mir von den Leuten anhören muss, ist es besser, wenn ich spreche.“ Und ganz beiläufig hat die Hand wieder eine Papierseite an den richtigen Platz verbracht.

Vier Tische in einem Raum mit offener Tür zu den Wartenden im Gang – Silvia Bellottis Film tänzelt dezent um Gespräche, quetscht sich wachsam in der Enge dieser besonderen Lebensbühne in Position. Hier verhandeln Verzweifelte, Fordernde, Einsichtige mit den Beraterinnen und Beratern über existenzielle Wohnungsnöte. In dem Gewusel befinden sich die Angestellten und Psychologen des Alltags an der Gefühlsfront, versuchen das bunte Tier der Bürokratie zu zähmen und eine Lücke in den unzähligen Vorschriften für ihre Klienten zu finden.

André Eckardt


Lobende Erwähnung Healthy Workplaces Film Award

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Per tutta la vita

Animationsfilm
2018
6 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Emmanuel-Alain Raynal, Pierre Baussaron (Miyu Productions), Davide Ferazza, Alessandro Giorgio (Withstand Film)
Roberto Catani
Andrea Martignoni
Roberto Catani
Roberto Catani
Andrea Martignoni
Alles beginnt mit dem Blick einer Frau aus einem Zirkuswohnwagen zum Zauberer mit seinem Hasen im Schnee. Auf einen Brief folgt Nacktbaden, dann eine Hochzeitstafel, beschwingt wie eine Kirmes, dann das vertraute Miteinander von voltigierenden Zirkusartisten. Alles aus dem Hut der Vergangenheit und Zukunft gezaubert – denn hier geht es um die Liebe fürs Leben. Roberto Catani feiert große und kleine Momente unter blinkenden Sternen in einem zärtlich-melancholischen Taumel an Farben.

Nadja Rademacher

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Pierino

Dokumentarfilm
2018
70 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Andrea Zanoli
Luca Ferri
Luca Ferri, Samantha Angeloni
Stefano P. Testa
Stefano P. Testa, Luca Ferri
Luca Severino
Pierino ist ein Rentner mit heiterem Gemüt, alleinstehend und Filmliebhaber. Sein strukturierter Alltag verläuft nach dem immer gleichen Wochenrhythmus. Montags und freitags Einkaufen sind Fixpunkte, genauso wie der regelmäßige Besuch am Grab der Mutter oder beim Frisör – außer das Wetter spielt gerade nicht mit.

Luca Ferri begleitet den gut organisierten Pensionär ein Kalenderjahr lang, beginnend im Januar. Die Aufnahmen sind an seinen Zeitplan angepasst. So finden ihre Treffen jeden Donnerstag exakt um 10:30 Uhr statt und beginnen mit einem Wochenrückblick. Pierino lässt sich von der Kamera nicht stören, denn er kommentiert gern, was er erlebt. Er erweist sich als Zeitgenosse mit detailliertem Gedächtnis und großem Allgemeinwissen. Die Akribie seines Protagonisten schlägt sich nicht nur in der Pünktlichkeit und Verlässlichkeit der vom Filmemacher anberaumten Drehtermine nieder, sondern auch in den filmischen Gestaltungsmitteln. Die Patina der seit Jahren unveränderten Wohnung findet ihre kongeniale Entsprechung in der Musik der Siebziger und in der Materialität: Aufgenommen auf VHS ist der Film eine Verneigung vor der analogen Zeit, die sich im Bild genauso manifestiert wie in Pierinos unzähligen Filmnotizbüchern und in seiner Videokassettensammlung. Die liebevoll-schräge Chronik eines unscheinbaren Alltags.

Annina Wettstein

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

The Sequence of the Paper Flower (Love and Anger)

Dokumentarfilm
1968
12 Minuten
Untertitel: 
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Armando Bertuccioli, Castoro Film Rom, Anouchka Film Paris
Pier Paolo Pasolini
Guiseppe Ruzzolini
Pier Paolo Pasolini
Ein Faun in den Straßen von Rom: Jugendliche Unbekümmertheit trifft auf Horrorbilder der Gegenwart. Am Ende die Stimme eines strafenden Gottes.

Ralph Eue

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Una Primavera

Dokumentarfilm
2018
80 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Johannes Schubert
Valentina Primavera
Macarena Solervicens
Valentina Primavera
Federico Neri
Valentina Primavera
Valentina Primavera, Macarena Solervicens
Die Fotos aus der Zeit, in der Fiorella und Bruno geheiratet haben, tragen den Index einer verlorenen Epoche. Die Braut – weißes Kleid, Spitzenschleier – blickt leicht nach oben. Eine Art Marienbildnis. Der Bräutigam – schwarzes Haar, schwarzer Anzug – richtet den Blick ins Objektiv: durchdringend und dunkel. Ob sie ihn damals geliebt habe, könne sie nicht sagen, meint Fiorella, die sich gerade das schwere, enzyklopädisch große Hochzeitsalbum auf den Schoß gelegt hat. 40 Jahre liegen zwischen jenen Aufnahmen und der Gegenwart dieses Films – 40 Jahre eines Selbstverlusts, wie Fiorella einmal unter Tränen erzählt.

Valentina Primavera, die jüngste Tochter der Eheleute, reist nun mit der Kamera zurück ins Elternhaus, um eine jahrzehntelange Geschichte des Streits, der Beleidigungen und der häuslichen Gewalt frei- und offenzulegen. Und sie begleitet ihre Mutter bei dem Versuch, sich nach 40 Jahren Ehe endlich und endgültig von ihrem Mann zu trennen. Die Kamera ist ein gnadenloser Apparat. Ihre Gnadenlosigkeit auszuhalten – darin liegt die physische Kraft und Anstrengung dieses Films.

Lukas Stern


Nominiert für den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts

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