Filmarchiv

Jahr

Fragment 53

Dokumentarfilm
Italien,
Schweiz
2015
71 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Tommaso Bertani, Federica Schiavo
Carlo Gabriele Tribbioli, Federico Lodoli
Carlo Gabriele Tribbioli, Federico Lodoli
Carlo Gabriele Tribbioli, Federico Lodoli
Carlo Gabriele Tribbioli, Federico Lodoli
Extrem dichte, akribisch recherchierte und journalistisch angelegte Studie über Liberias jüngere Geschichte. In Interviews sprechen sieben ehemalige Warlords unterschiedlicher Rangordnung über Grausamkeiten, die sie eigenmächtig oder auf Befehl während des ersten Liberianischen Bürgerkrieges Anfang der 1990er Jahre verübten. In einer fast bürokratisch zu nennenden Genauigkeit werden die Erinnerungen an die brutalen Gewaltorgien vorgetragen, nur unterbrochen von präzise komponierten Aufnahmen der wunderschönen Landschaft, in der – wie nach und nach deutlich wird – der nun nicht mehr sichtbare Horror stattgefunden hat.

Lina Dinkla

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Doc Alliance Selection
Striplife Andrea Zambelli, Valeria Testagrossa, Nicola Grignani, Alberto Mussolini, Luca Scaffidi

Gartenarbeit, Jungs beim Sport und eine Demonstration. Normales Leben – wären da nicht die Schüsse, Explosionen und Granatsplitter am Strand. Leben in Gaza.

Striplife

Dokumentarfilm
Italien
2013
64 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Raffaele Aspide
Andrea Zambelli, Valeria Testagrossa, Nicola Grignani, Alberto Mussolini, Luca Scaffidi
Walter Buonanno
Andrea Zambelli, Valeria Testagrossa, Nicola Grignani, Alberto Mussolini, Luca Scaffidi
Luca Gasparini
Ein junger Mann weckt seinen Bruder. Jemand arbeitet in seinem Garten. Ein paar Jungs machen gemeinsam Sport. Ein Fotograf macht Aufnahmen von einer Demonstration. Und wäre der junge Mann nicht für seinen Bruder verantwortlich, weil die Eltern verstorben sind, würden während der Gartenarbeit keine Schüsse ertönen, sähe man hinter den Sportlern keine Explosionen und säße der Fotograf nicht im Rollstuhl, weil ihm beide Beine amputiert wurden, könnte man es beinahe mit dem verwechseln, was wir Normalität nennen. Alles spielt sich ab im Gazastreifen, der wirkt wie eine Zwischenwelt. Eine Welt, in der es Supermärkte gibt, die bis oben hin vollgestopft sind, aber eben auch zuhauf Geschosssplitter am Strand. Der Film zeigt die Menschen von Gaza, die Anpassung an unmögliche Zustände, die Widersprüchlichkeit dieser Region und die Ruhe mitten im Sturm.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.