Filmarchiv

Internationales Programm
Book-Paper-Scissors Hirose Nanako

Kikuchi Nobuyoshi ist Buchdesigner der alten Schule. In seinem Atelier in Tokio entwirft er mittels Papierbögen, Klebestreifen und Linealen minimalistische Kunstwerke voller Feingefühl.

Book-Paper-Scissors

Dokumentarfilm
Japan
2019
94 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Kitahara Eiji, Amy Aoyama
Hirose Nanako
biobiopatata, Suzuki Tsunekichi
Hirose Nanako
Hirose Nanako
Als Buchdesigner hat Kikuchi Nobuyoshi mehr als 10.000 Titel entworfen. Klassisch, mit Millimeterpapier, Lineal, ausgedruckten Kanji (den japanischen Schriftzeichen) und Tesafilm wird jedes Exemplar zunächst in feinster haptischer Arbeit erschaffen, bevor seine Assistentin, mit der er seit über dreißig Jahren zusammenarbeitet, das fertige Design in den Computer überträgt. Kikuchis Bücher stehen für eine durchdachte, minimalistische Ästhetik, in der jedes einzelne Element – Buchumschlag, Einband, Buchrücken, Lesebändchen – jene Geschichte weiterträgt, der er selbst beim Lesen begegnet ist. Namhafte Autoren wie Furui Yoshikichi, der unter anderem Robert Musil ins Japanische übersetzte, vertrauen auf die Intuition und das Geschick von Kikuchi, der von sich behauptet, über die Dekaden immer leerer geworden zu sein. Regisseurin Hirose Nanako zeigt in ihrem sanften Porträt einen Mann, dessen gesamte Lebensführung von eleganter und kultivierter Haltung den Dingen gegenüber geprägt ist – sei es beim Aufgießen frisch gemahlenen Kaffees, beim Benutzen eines alten Grammofons oder beim Schlendern über einen Flohmarkt in Tokio.

Carolin Weidner

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
My Milk Cup Cow Yantong Zhu

Nunus Vater ist alleinerziehend. Mit kleinen Flunkereien versucht er, seiner Tochter möglichst lange eine heile Welt vorzuspielen. Als Nunu älter wird, werden diese Lügen zu einem Problem.

My Milk Cup Cow

Animationsfilm
Japan
2014
11 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Koji Yamamura
Yantong Zhu
Asuka Horiguchi
Ayane Fukushima
Nunus Vater ist alleinerziehend. Mit kleinen Flunkereien versucht er, seiner Tochter möglichst lange eine heile Welt vorzuspielen. Als Nunu älter wird, werden diese Lügen zu einem Problem.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Sansui, Landschaft

Dokumentarfilm
Deutschland,
Japan
2014
27 Minuten
Untertitel: 
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Hochschule für bildende Künste Hamburg
Nina Wiesnagrotzki
Nina Wiesnagrotzki
Nina Wiesnagrotzki
Pablo Paolo Kilian
Die Japaner pflegen eine besondere Beziehung zu den Bergen. Das ist nicht erst seit der kitschigen Verfilmung von „Heidi“ so. Der schneebedeckte Fujisan (wie der Fujiyama korrekt heißt) ist sicher das beliebteste Postkartenmotiv. Die Farbholzschnitte von Katsushika Hokusai visualisieren hoch meisterlich die Ehrfurcht vor den Naturgewalten. Kein Wunder: Der Archipel besteht zu zwei Dritteln aus Bergen und befindet sich zudem auf einer Bruchzone von tektonischen Platten. Dieser fragile Untergrund, der regelmäßig Erdbeben und Tsunamis mit verheerenden Folgen auslöst, hat das Leben der Bewohner tief geprägt. Aber sie haben auch gelernt, sich damit zu arrangieren. Die auch als Installationskünstlerin arbeitende Filmemacherin Nina Wiesnagrotzki betreibt in ihrem Film „Sansui, Landschaft“ eine Art Bild-Untersuchung, um sich der japanischen Mentalitätsgeschichte zu nähern. Dabei bewegt sie sich in immer weiter ausholenden Denk-Kreisen, die auch das Bilderarsenal des populären Kinos, der Comics und Legenden einschließen. Spätestens seit der Katastrophe von Fukushima weiß man, dass Godzilla als Gestalt gewordener Albtraum keine Übertreibung darstellt.
Cornelia Klauß

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Beyond the Wave

Dokumentarfilm
Deutschland,
Japan
2013
83 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Gregor Streiber
Kyoko Miyake
Shigeru Umebayashi
Kozo Natsuumi, Shai Levy
Joby Gee
Kyoko Miyake
Dominik Raetz, Tsukada Dai
Eingestürzte Hausdächer, zerbrochene Fensterscheiben, vertrocknete Pflanzen, tote Tiere – ein ausgestorbener Ort. In einem Lebensmittelladen findet man beinahe alles noch so vor, wie an einem Tag im März 2011. Die wenigen Menschen, die zu sehen sind, tragen weiße Papieranzüge mit Mundschutz. Es sind jene, die an diesem Tag im März ihren Lebensraum verloren haben. Eine von ihnen ist Tante Kuniko. „Es ist nur natürlich, neue Energiequellen zu suchen.“ Mit diesen Worten wurde einst der Bau des Atomkraftwerkes in der mittlerweile toten Gegend beworben. Dass dieser Satz nach der Katastrophe von Fukushima zum Leitmotiv unserer Zukunft werden sollte, demonstriert uns „Beyond the Wave“ auf eine sehr besondere Weise. Zwischen der Trauer um den Verlust der Vergangenheit und der Hoffnung auf eine persönliche Perspektive müssen sich die Protagonisten in der zerstörten Heimat, diesem Niemandsland, das viele längst verlassen haben, neu definieren. Kyoko Miyake zeigt uns nicht zuletzt durch ihren persönlichen Kommentar, wie unter den verbleibenden Japanern ein eher untypisches, wenn auch zornfreies Aufbegehren entsteht, und wie nicht nur ihre geschäftstüchtige Tante den unablässigen Versuch unternimmt, sich gegen alle Vorurteile und frei nach dem Motto „I cannot let this disaster ruin all my efforts“ den Sinn ihres Lebens zurückzuerobern.

Claudia Lehmann

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Hide-and-seek

Animadok
Japan
2012
8 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Yuichi Ito, Tokyo University of the Arts
Keiko Shiraishi
Natsuko Yokoxama, Andres Duarte Loza
Keiko Shiraishi
Keiko Shiraishi
Keiko Shiraishi
Keiko Shiraishi
Natsuko YOKOYAMA, Andres Duarte LOZA
Eine lichtundurchlässige Schicht legte sich über das Wohngebiet mitseinem wunderbaren Blick aufs Meer und die Berge. Von diesem Tag an war die Stadt stockdunkel. In dieser Dunkelheit verbargen sich die Lichter der Stadt, mein Heimweg, meine Mutter und das Baby in meinem Bauch.

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Modern No 2

Animationsfilm
Japan
2011
5 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Mirai Mizue
twoth
Mirai Mizue
Auf einem Blatt Millimeterpapier, wie es normalerweise von Architekten benutzt wird, verbindet Mizue Geraden, die sich in drei Richtungen erstrecken; das Resultat ist eine rastlose Animation sich verändernder geometrischer Formen und Rhythmen.

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