Filmarchiv

Countries (Film Archive)

Tiny Souls

Dokumentarfilm
Frankreich,
Jordanien,
Libanon,
Qatar
2019
85 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Dina Naser
Dina Naser
Ronald Heu
Dina Naser, Hasan Abu Hammad
Najwa Khachimi, Qutaiba Barhamji
Dina Naser
Antonin Dalmasso
Sie und all die anderen werden das Leben immer inspirieren, schreibt Dina Naser am Ende ihres Films über drei Kinder des Krieges in Syrien. Sie wachsen in einem Lager für Geflüchtete in Jordanien auf: Marwa ist die älteste, dann kommt ihre Schwester Ayah und schließlich Mahmoud, der Kleine. Sie haben noch sieben weitere Geschwister, aber die Familie ist auseinandergerissen worden, seit ein Bruder in Syrien nicht mehr in der Armee und damit dem Diktator Assad dienen wollte. Marwa ist die Heldin des Films. Sie wird bald groß sein oder jedenfalls von ihren Eltern als beinahe heiratsfähig betrachtet werden. Mutter und Vater achten nun darauf, dass sie nicht mehr ausgeht. Dabei hat sie doch schon einen Freund.

Dina Naser verfolgt das Geschick und den Alltag der drei Kinder über einen längeren Zeitraum, beginnend im Jahr 2014. Vorübergehend gibt die Filmemacherin ihren Protagonisten sogar eine Kamera in die Hand – für die Zeit, in der sie nicht bei ihnen sein kann. Zu vergleichen ist und darf dies sein mit der Situation geflüchteter Palästinenser im Jahr 1948, darunter Dina Nasers Vater, auf dessen Erfahrungen die Regisseurin anspielt. Damit öffnet sich ein größerer Kontext für diese zutiefst allgemein menschliche, mit vielen Details zugleich aber in den komplizierten Syrien- und Nahostkonflikt eingebundene Geschichte.

Bert Rebhandl

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Kids DOK
Surprise Tariq Rimawi

Eine diebische Elster hat die Mütze des Clowns geklaut. Doch als er sie zurückholen will, macht er eine Entdeckung …

Surprise

Animationsfilm
Jordanien
2016
5 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Tariq Rimawi
Tariq Rimawi
Tareq Jundi
Alaa Abu Hanish
Tariq Rimawi
Mohammed Shafagoj
Eine diebische Elster hat die Mütze des Clowns geklaut. Doch als er sie zurückholen will, macht er eine Entdeckung …

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Possessed by Djinn

Dokumentarfilm
Deutschland,
Jordanien
2015
75 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Lino Rettinger
Dalia Al Kury
Zeid Hamdan
Eric Gottesman, Mutaz Sinokrot
Anika Simon
Dalia Al Kury
Bedouin Addy, Hamza Arnaout, Dalia Al Kury
Hierzulande assoziiert man mit einem Dschinn den Geist aus Aladins Wunderlampe. Nicht so in Jordanien. Dort bringt ein Vater seine vier Jahre alte Tochter um, weil er glaubt, sie sei von einem Dämon besessen. Ausgehend von diesem Fall recherchiert die Regisseurin Dalia Al Kury den (skandalösen) Verlauf des Prozesses und begibt sich immer tiefer in eine Art Parallelwelt, wo Exorzismus und Volksglaube noch gleichermaßen neben dem Koran praktiziert werden. Dabei stößt sie vor in das kollektive Unterbewusstsein einer Gesellschaft, die von Tabus durchzogen ist. Sie weist nach, dass so ein Dschinn vor allem da anzutreffen ist, wo es um Non-Konformität geht – in Bezug auf Moralvorstellungen, Verhaltenskodexe oder mentale Störungen. Dass der Film zu keinem Traktat wird, liegt an dem offenherzigen und bilderreichen Umgang der Filmemacherin mit dem Thema, das auch obskure Seiten und Naivität seitens der Gläubigen offenbart. Es sind aber auch die Gespräche mit ihrer Mutter, die zeigen, wie eng Religion, Ritual und der Wunsch nach Spiritualität miteinander verflochten sind – nicht nur in der arabischen Welt.

Cornelia Klauß

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