Filmarchiv

Jahr

Metaphor or Sadness Inside Out

Dokumentarfilm
2013
32 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Catarina Vasconcelos
Catarina Vasconcelos
Lucie Troger
Catarina Vasconcelos
Catarina Vasconcelos
Catarina Vasconcelos
Mike Wyeld
Ein junger Mann schreibt seiner Schwester, der Filmemacherin, aus Lissabon nach London. Er gesteht ihr, dass er, neun Jahre nach dem Tod der Mutter, eine Leere in seinem Leben fühlt. Sie antwortet ihm mit einem Film, um jene Leerstelle zu füllen. Der Bruder beschreibt seine Sehnsucht nach einer Zeit, in der er noch gar nicht lebte, eine Vergangenheit, die verloren scheint. Es ist die Zeit der Mutter, die Zeit der Revolution in Portugal, die ein innerlich gebrochenes Land wieder mit sich vereinte. Das Gefühl der Freiheit ist heute für die Nachrevolutionsgeneration, mitten in der Eurokrise, schwer greifbar. Kann man sich in der Zeit rückwärts filmen?
Das körnige Super-8-Material schlägt eine Brücke ins Gestern. Die Kamera sucht Orte von drei Familiengenerationen auf, die sich nur noch halb anfühlen. Auch das Meer gehört dazu, von dem der Großvater einst sagte, es sei eine Metapher für die Welt. Immer wieder kommt der lyrische Wortwechsel zwischen Bruder und Schwester auf das Gefühl der Halbheit zurück. Auf der Bildebene wird nach der anderen Hälfte gesucht, durchaus mit einer feinen Ironie, die den melancholischen Grundton aufhebt. Eine Metapher bleibt schließlich eine Metapher. So entsteht ein selbstreflexives, poetisches Suchbild, in dem das Persönliche stets über sich hinausweist.
Lars Meyer

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Doc Alliance Selection
The Quest of the Schooner Creoula André Valentim Almeida

Eine Gruppe von Forschern auf der bisher größten wissenschaftlichen Expedition Portugals zu den Ilhas Selvagens im Atlantik. Entdeckungsreise, auch in die eigene Vergangenheit.

The Quest of the Schooner Creoula

Dokumentarfilm
2013
87 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Joana Miranda
André Valentim Almeida
André Valentim Almeida
André Valentim Almeida
André Valentim Almeida
André Valentim Almeida, Paulo Cunha Martins
André Valentim Almeida hat sich 2010 auf Entdeckungsreise gemacht. Entdeckungsreisen in einer Zeit, in der alles erkundet scheint und neues Land womöglich nur noch im Weltall zu finden ist, führen vielleicht unweigerlich dazu, bei allem, was einem begegnet, genauer hin- und besonders zurückzuschauen. Auf dem Schoner „Creoula“ begleitet er eine Gruppe von Forschern, die sich zur bisher größten wissenschaftlichen Expedition Portugals zu den Ilhas Selvagens im Atlantik aufgemacht haben. Während der Reise eröffnen sich dem Filmemacher Verbindungen zu seinem Kapitänsonkel, der in Neufundland gefischt hat, zur maritimen Geschichte Portugals und auch immer wieder zu sich selbst. Er schaut in die Vergangenheit, die Gegenwart, die Zukunft und entdeckt mehr, als er von seiner Expedition erwartet hat. Und dann ist da auch irgendwie noch Fußballweltmeisterschaft und alle werden kurz euphorisch.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.