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Kids DOK
Grandpa & Me and a Helicopter to Heaven Åsa Blanck, Johan Palmgren

Sie sind die besten Freunde: David sitzt am Bett seines Großvaters und hört dessen Geschichten zu. Es macht nichts, dass der Opa zwischendurch manchmal einschläft, denn er macht immer noch die besten Witze und weiß alles über den Wald und Pilze. ...

Grandpa & Me and a Helicopter to Heaven

Dokumentarfilm
2013
14 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Åsa Blanck
Åsa Blanck, Johan Palmgren
David Ricci
Johan Palmgren
Petter Brundell
Åsa Blanck
Åsa Blanck
Sie sind die besten Freunde: David sitzt am Bett seines Großvaters und hört dessen Geschichten zu. Es macht nichts, dass der Opa zwischendurch manchmal einschläft, denn er macht immer noch die besten Witze und weiß alles über den Wald und Pilze. Schließlich begeben sich die beiden auf eine beschwerliche, aber lustige Ausfahrt in den Wald. Es soll ihre letzte sein, und am Ende bleiben David ein Hubschrauber und das Wissen um die Stelle mit den besten Pfifferlingen.
In einer Viertelstunde voller Leichtigkeit kann man alles sagen über den ewigen Kreislauf von Leben und Tod. So weise, dass es jedes Kind verstehen kann.

Grit Lemke

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

My Stolen Revolution

Dokumentarfilm
2013
75 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Nahid Persson Sarvestani
Nahid Persson Sarvestani
Adam Norden
Nicklas Karpaty, Makan
Emil Engerdahl, Nahid Persson Sarvestani
Die Archivaufnahmen der Eröffnungssequenz vergegenwärtigen den Alltag im Iran der 1970er Jahre. Vielen Menschen war es möglich, ein „normales Leben zu führen“, während die oppositionellen Gruppen noch Seite an Seite gegen den Schah kämpften. Der wurde gestürzt, „aber die Islamisten waren besser organisiert als wir“. Nahid Persson Sarvestani war damals linke Aktivistin. Nur mit sehr viel Glück und dank der Hilfe ihres Bruders Rostam entging sie der brutalen Gefangenschaft, die Folter, Vergewaltigungen und Massenhinrichtungen bedeutete. Auch Rostam wurde getötet.
Ein eigenwilliges Schuldgefühl bringt Nahid Persson Sarvestani Jahre später dazu, einige der wenigen Überlebenden des Widerstands zusammenzuführen. Die Suggestionskraft der Objekte und Kunstwerke, die in der und durch die Gefangenschaft entstandenen, sowie die erschütternden Erinnerungen der fünf Frauen an ein Regime, das heute immer noch an der Macht ist, werden einem sehr persönlichen Ansatz und dem Diskurs der eigenen Gedanken und Fragen gegenübergestellt. Der Regisseurin gelingt es überdies, von einer tiefen Verbundenheit zu erzählen, indem sie uns mit den bewegenden Gesichtern starker Persönlichkeiten konfrontiert, die sich nicht nur symbolisch von ihrem Tschador befreien.

Claudia Lehmann



Ausgezeichnet mit dem Filmpreis "Leipziger Ring" 2013

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

The Love Agency

Dokumentarfilm
2013
27 Minuten
Untertitel: 
englische
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Martina Carlstedt
Martina Carlstedt
Eirik Røland, Olle Markensten
Martina Carlstedt
Alexandra Litén
Johan Embring
In Zeiten, da selbst der KGB wieder auf Schreibmaschine umsattelt, kann man sich in Fragen der Liebe erst recht nicht aufs Internet verlassen. In Archangelsk jedenfalls, unweit des nördlichen Polarkreises, regelt man die Dinge noch analog und mithilfe eines Hefters voller Fotos. Da kommt rein, wer vorher in der Heiratsvermittlung (oder ist es wirklich eine Liebesagentur?) „Jevgenia“ zu Protokoll gab, wonach das Herz begehrt. Woraufhin Svetlana zum Hörer greift – alles Chefsache! – und beherzt zusammenführt, was sich im Leben nicht fand.
Was dann freilich passiert, kann so oder so ausgehen. Etwa wie bei Anna, die ehrlich über ihr Leben spricht, während sich Alexey nur für Fleisch und Soße interessiert. Oder aber als veritabler Coup de foudre wie bei Svetlana und ihrem Vladimir, aus dem im Verlauf des mit reichlich Cognac und russischer Poesie getränkten Abends erst Volodya und schließlich Volodichka wird. Amors Pfeile schießen wie stählerne Geschosse durch die Bar, und wie die Schminke auf den Gesichtern der vom Leben gebeutelten alten Mädchen ist alles immer ein bisschen zu viel, zu süß, zu fett. Ist das unecht? Aber wer weiß schon, was echte Liebe ist?
Wieder gelingt Martina Carlstedt in der nur ihr eigenen Art dokumentarischer Inszenierung ein Kabinettstück, eine melancholische Etüde über die Einsamkeit – auch wenn Svetlana und Vladimir am Ende dieses Abends ganz sicher heiraten wollen.

Grit Lemke

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

With Open Eyes

Dokumentarfilm
2013
14 Minuten
Untertitel: 
englische
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Erik Bäfving
Erik Bäfving
Gustav Wall
Erik Bäfving
Martin Hennel
Eines Tages stürzt sich der Vater ohne jede Vorwarnung aus dem Fenster seines Büros zu Tode. Der Sohn findet eine Nachricht: „Ich hoffe, du wirst mich eines Tages wieder mögen.“ Diesem Satz ist der Film gewidmet, der 25 Jahre später entsteht. Den Jungen von einst, Erik Bäfving, hat er nie losgelassen. Kann man einen Vater lieben, der sich einfach so aus dem Staub macht und keine Gelegenheit lässt, nach dem Warum zu fragen? Als Kind zog sich Erik Bäfving in die Welt seiner Zeichnungen zurück. Nun unterzieht er die Familienfotos einer akribischen Bildbetrachtung. Er wendet die Fotografien hin und her, um nach Andeutungen und Zeichen in den Gesichtern, Gesten und Gruppenarrangements zu suchen. Aus Negativen entstehen Positive und umgekehrt. Den Inszenierungen aber ist zu misstrauen, denn die Familienchronik erweist sich zusehends als Menetekel, der keine Generation entkommt. Die Bilder verlieren ihren angestammten chronologischen Platz, sie verwirbeln und finden neue Zuordnungen, die etwas über Abhängigkeiten und Ängste andeuten.
„With Open Eyes“ ist Teil einer Trilogie. Schon in den Filmen „Boogie Woogie Daddy“ (Goldene Taube bei DOK Leipzig 2002) und „Inbetweener“ suchte der Regisseur Versöhnung mit der Vergangenheit – ein Prozess, der nie aufhört, weil der Vater immer fehlen wird.

Cornelia Klauß

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.