Filmarchiv

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Das andere Leben

Dokumentarfilm
1930
54 Minuten
Untertitel: 
Russiche Zwischentitel
Credits DOK Leipzig Logo
Studiya Meshrabpom
Yuri Zhelyabuzhsky, Aleksey Dmitriev
Yuri Zhelyabuzhsky
Ein anderes, neues Leben: Programmatisch demonstriert Regisseur Scheljabuschski das moderne Baku als „Boomtown“ des Ostens. Mit der Revolution fiel der Sowjetmacht auch der Erdölreichtum Aserbeidschans in die Hände, der vorher ins Ausland abgeflossen war. 10 Jahre später will dieser Jubiläumsfilm für die staatliche Ölgesellschaft die Errungenschaften zeigen, die es eben nicht nur in Moskau gibt. Neben Türmen und Minaretten sprießen die Bohrtürme, darunter fährt die erste elektrische Tram des Sowjetreichs. Stolz präsentiert der Film die ganze neue Technik, aber auch Alphabetisierungskurse für Frauen, Ingenieursausbildung, Neubausiedlungen, Kinderkrippen, Seebäder und Festumzüge. Damals wie heute wird Baku als „Perle am Schwarzen Meer“ gezeigt.
– Alexander Schwarz

Musikbegleitung: Pelikorn
Phillip Frischkorn - Piano
Jakob Petzl - Bass
Clemens Litschko - drums
(http://pelikorn.jimdo.com/)

Der Jemen

Dokumentarfilm
1930
60 Minuten
Untertitel: 
Russiche Zwischentitel
Credits DOK Leipzig Logo
Studiya Meshrabpom
Vladimir Shneiderov
Ilya Tolchan
Wladimir Schnejderow galt als der Abenteuerexperte bei Meschrabpom-Film. Er war beim Rekordflug von Moskau nach Tokio mit an Bord und hatte 1928 erfolgreich die Erkundung der unbekannten Pamir-Gipfel und –Gletscher gefilmt. Da suchte das Studio mit seiner deutschen Firma Prometheus einen weiteren weißen Fleck auf der Landkarte aus. Diesmal ging es in die Gluthitze des Jemen. Nie zuvor war eine Filmkamera in diesem Land aufgetaucht. Russische und deutsche Kinozuschauer staunten über die raren Bilder von der Sklavenarbeit für die Kaffeehändler, archaischen Fischfang, faszinierenden Bauwerken, von einer jüdischen Enklave, von Feudalismus, Stämmen und Ritualen. Bald danach verschlug es Schnejderow wieder ins ewige Eis.
– Alexander Schwarz

Musikbegleitung: Südwind
Tilo Augsten, piano
Frank Liebscher, sax
Joseph Augusten, percusssion

Im Schatten der Weltstadt

Dokumentarfilm
1930
16 Minuten
Untertitel: 
Deutsche Zwischentitel
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Studiya Meshrabpom
Albrecht V. Blum
Der mit Tempo und Gespür für Pointen geschnittene Kompilationsfilm koppelt zeitgenössisches Dokumentarfilmmaterial. Heute sind besonders die Berliner Milieuszenen interessant, die hier auch für die unmenschlichen Lebensbedingungen in den Arbeitervierteln anderer Weltstädte stehen.
– Günter Agde

Kanonen oder Traktoren

Dokumentarfilm
1930
80 Minuten
Untertitel: 
Russiche Zwischentitel
Credits DOK Leipzig Logo
Studiya Meshrabpom
Esfir Shub
David Blok
Yuri (Georgi) Stilyanudis, Vladimir Stepanov
Esfir Shub, Mark Zeitlin
Dokumentarischen Szenen aus den Ländern des modernen Kapitalismus, insbesondere aus den USA, werden Szenen aus dem blühenden Leben in der Sowjetunion gegenübergestellt. Der Film suggeriert, dass der Kapitalismus die Sowjetunion bedrohe. Und die Gegenüberstellung signalisiert, dass die Sowjetunion für jeden Kampf bereit sei. Ein rasant geschnittener Vergleichsfilm, der kämpferisches Pamphlet und Hymne zugleich ist.
– Günter Agde

Musikbegleitung: Improvisationsklasse der HfMT
Annamaria Schwarzer - Klavier
Peter Gotterbarm - Schlagzeug
Phillip Sommer - Viola

Leipzig unter roten Fahnen

Dokumentarfilm
1930
7 Minuten
Untertitel: 
Deutsche Zwischentitel
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Studiya Meshrabpom
Fragmentarische Reportage einer großen proletarischen Massendemonstration in Leipzig. Als der Zug die Freifläche vor dem Leipziger Hauptbahnhof, heute Willy-Brandt-Platz, erreicht, kann die Abschlussveranstaltung beginnen. Bemerkenswertes Dokument.
– Günter Agde

Vierzig Herzen

Dokumentarfilm
1930
52 Minuten
Untertitel: 
Russiche Zwischentitel
Credits DOK Leipzig Logo
Studiya Meshrabpom
Lev Kuleshov
Konstantin Kuznetsov
Ivan Ivanov-Vano
Aleksandr Andriyevsky
Wie popularisiert man mit einem Film die Elektrifizierung eines riesigen Landes? Der Regisseur Lew Kuleschow verbindet in atemberaubendem Tempo Originalaufnahmen von Baustellen mit wirbligen Tricks und verblüffend schlagkräftigen Symbolen für die Kraft der Elektrizität. Seine Filmlogik ist bezwingend: die Elektrizität bereitet den Weg zu jedermanns Glück. Und die vierzig Herzen sind vierzig Kraftwerke, die im ganzen Land gebaut werden.
– Günter Agde

„Vierzig Herzen“
Musikbegleitung: Bläserensemble der HfMT

Zeitprobleme. Wie der Arbeiter wohnt

Dokumentarfilm
1930
15 Minuten
Untertitel: 
Deutsche Zwischentitel
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Studiya Meshrabpom
Zlatan Dudov
Ehrlich und ohne jede Übertreibung zeigt der Film das Wohnungselend von Arbeitern in der Großstadt. Slatan Dudows Reportage gewinnt durch ihre einfache Aufnahmetechnik große Anklagekraft - ganz im Sinne der IAH.
– Günter Agde