Filmarchiv

Re-Visionen
Psalm 18 Walter Heynowski, Gerhard Scheumann

Ein Gottesdienst in der Kirche des Nationalen Dankes, befohlen von der Regierung Pinochet, kurz nach dem Putsch in Chile im September 1973.

Psalm 18

Dokumentarfilm
1974
6 Minuten
Untertitel: 
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Studio H & S Berlin
Walter Heynowski, Gerhard Scheumann
Peter Hellmich
Ein Gottesdienst in der Kirche des Nationalen Dankes, befohlen von der Regierung Pinochet, kurz nach dem Putsch in Chile im September 1973. Als die neuen Machthaber das Gotteshaus verlassen, erscheinen die den Psalmen entnommenen Worte in ihrem Rücken: „Sie rufen zum Herrn, aber er antwortet ihnen nicht. Ich will sie zerstoßen wie Staub vor dem Winde; ich will sie wegräumen wie den Kot aus der Gasse.“

Ralph Eue

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Exkursion Thierbach

Dokumentarfilm
1974
23 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Bezirksfilmstudio Leipzig
Im sozialistischen Realismus sollte Kunst kein Selbstzweck sein. Der Bezug zur materiellen Produktion und zum Stand der Planerfüllung wurde erwartet. Auf Einladung der SED-Bezirksleitung und des Rates des Bezirkes Leipzig besuchten im Jahr 1974 Leipziger Künstler das neu erbaute Braunkohlekraftwerk Thierbach, dargestellt als Ergebnis der „sozialistischen ökonomischen Integration“ unter Leitung sowjetischer Spezialisten. Das Bezirksfilmstudio Leipzig (ursprünglich „Technisches Zentrum Amateurfilm“) begleitete 40 Leipziger Maler, Musiker, Schriftsteller und „Theatermacher“, darunter Wolfgang Mattheuer, Helmut Richter und Karl Kayser.

Stefan Gööck

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Introduction to the Enemy

Dokumentarfilm
1974
60 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Indochina Peace Campaign
Haskell Wexler
Haskell Wexler
Christine Burill, Bill Yahraus
Jane Fonda, Tom Hayden, Tra Giang, Nguyen Dinh Thi
In der Geschichte des Leipziger Festivals war 1974 das Jahr, als Jane Fonda kam. In ihrer Autobiografie „My Life so far“ schrieb sie über das Projekt Introduction to the Enemy: „Im Jahr 1974 unternahm ich meine zweite Reise in den Norden Vietnams, in der Absicht, einen Dokumentarfilm zu drehen, der die menschliche Seite des Krieges zeigen sollte. Unser Film sollte von der Bevölkerung Vietnams handeln, wie sie die US-amerikanische Öffentlichkeit sonst nie zu sehen oder zu hören bekäme. Wir wollten jedoch keinen Film über das Sterben und die Zerstörung drehen, sondern einen über das Leben und den Wiederaufbau. Haskell Wexler, der große amerikanische Kameramann, der schon Filme wie „Medium Cool“ und „Who's Afraid of Virginia Woolf“? gedreht hatte, begleitete uns auf dieser Reise.“ Dieser Film ist eine gemeinsame Arbeit von Christine Burrill, Bill Yahraus, Jane Fonda, Thomas Hayden, Haskell Wexler.

Ralph Eue

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Animadok aus Ungarn
I Think Life's Great Fun Katalin Macskássy

Die Siedlung Komló war ein typisches Beispiel dafür, wie angesichts der wachsenden Industrieproduktion der 1970er Jahre die Arbeitskraft ungelernter Roma ausgenutzt wurde.

1974

I Think Life's Great Fun

Animadok
1974
9 Minuten
Untertitel: 
keine
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György Matolcsy, Pannonia Film Studios
Katalin Macskássy
Mária Neményi, Gábor Szabó
Magda Hap
Katalin Macskássy
Béla Zsebényi
Die Siedlung Komló war ein typisches Beispiel dafür, wie angesichts der wachsenden Industrieproduktion der 1970er Jahre die Arbeitskraft ungelernter Roma ausgenutzt wurde. Diese Zusammenarbeit zwischen Roma-Schülern und ihren Kunstlehrern illustriert Interviews mit den Kindern über ihren harten Alltag mit deren eigenen Zeichnungen, in denen die grausamen Tatsachen häufig zu Märchen werden.

Anna Ida Orosz

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Retrospektive
They Do Not Exist Mustafa Abu Ali

Der Filmtitel zitiert die frühere israelische Ministerpräsidentin Golda Meir. In neun formal sehr unterschiedlichen Kapiteln porträtiert der Film das palästinensische Flüchtlingslager Nabatieh im Südlibanon: die Verbundenheit der Lagerbewohnerinnen ...

They Do Not Exist

Dokumentarfilm
1974
25 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
PLO
Mustafa Abu Ali
Der Filmtitel zitiert die frühere israelische Ministerpräsidentin Golda Meir. In neun formal sehr unterschiedlichen Kapiteln porträtiert der Film das palästinensische Flüchtlingslager Nabatieh im Südlibanon: die Verbundenheit der Lagerbewohnerinnen und -bewohner mit dem Befreiungskampf, den antiimperialistischen Kontext und die Zerstörung Nabatiehs durch israelische Luftangriffe im Mai 1974. Regisseur Mustafa Abu Ali war einer der Gründungsväter der PLO-Filmorganisation.

Irit Neidhardt

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Chilefilm

Dokumentarfilm
1974
23 Minuten
Untertitel: 
deutsche
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Sveriges Radio SVT
Peter Nestler
Luis Francisco Roca, Ramon Chavez
Peter Nestler
Peter Nestler
Dieser für ein Jugendmagazin des Schwedischen Fernsehens produzierte Beitrag erläutert auf einfache, nachvollziehbare Weise die Hintergründe des Militärputsches in Chile. Unter – der für Nestler typischen – Zuhilfenahme historischer Dokumente und Zeichnungen sowie Fotos (auch von Thomas Billhardt) zieht er einen Bogen vom Befreiungskampf der Indios bis zu Allende und dessen Sturz. In aller betonten Sachlichkeit dennoch eine leidenschaftliche Parteinahme für die Sache der Unidad Popular: „Dass so viele schrecklich arm sind und so viele reich, hängt zusammen.“ Der Film wurde nie ausgestrahlt.
– Grit Lemke

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Dyketactics

Dokumentarfilm
1974
4 Minuten
Untertitel: 
keine
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Barbara Hammer
Eine Bolex-Kamera zwischen zwei Frauenkörpern, mit denen sie zu verschmelzen scheint.
„Jedes Einzelbild des Films zeigt eine Berührung. In der Evolution des Menschen kommt die Berührung vor dem Sehen und die Verbindung von beiden war ein zentrales ästhetisches Prinzip meiner frühen Filme. Das Publikum spürt am eigenen Leib, was es auf der Leinwand sieht.“ (Barbara Hammer)

Der erste "lesbische Film" der Filmgeschichte.

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Erinnere dich mit Liebe und Hass

Dokumentarfilm
1974
40 Minuten
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DEFA Studio für Dokumentarfilme
Jürgen Böttcher, Rolf Liebmann
Werner Kohlert, Bernd Mertens, Horst Simon
Drei Jahre nach der hoffnungsvollen Begegnung mit Vertretern der chilenischen Bewegung des neuen Liedes sind die Protagonisten von damals verschollen oder wurden getötet wie Victor Jara, andere konnten sich nach dem Putsch ins Exil retten, teils leben sie in der DDR wie die Gruppe Inti Illimani. Ihre Erzählungen und kraftvollen Lieder werden montiert mit ausdrucksstarken Fotos (u.a. von Thomas Billhardt) und Szenen aus Patricio Guzmáns Film „Das erste Jahr“. Am Ende des Schwarz-Weiß-Films färbt sich – Referenz auf Eisenstein – die Leinwand rot …
Wie kaum ein anderer lässt der Film schmerzhaft erahnen, was Chile für eine ganze Generation nicht nur von DDR-Künstlern bedeutete und welch unheilbare Wunden das Scheitern einer Utopie hinterlässt.
– Grit Lemke

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Mitbürger

Dokumentarfilm
1974
8 Minuten
Untertitel: 
deutsche
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Peter Hellmich
Walter Heynowski, Gerhard Scheumann
Santiago de Chile, Regierungspalast La Moneda, 11. September 1973. Bilder vom Bombardement. Es erklingt die Stimme Salvador Allendes; seine letzten Worte, gerichtet an sein Volk in der Stunde des Untergangs. Dazu in schneller Montage Fotos und Archivaufnahmen von der kurzen Zeit des Aufbaus und der Hoffnung. Und Allendes legendärer Satz: „Ich glaube an Chile und seine Zukunft.“ Dann wieder: Flammen.
– Grit Lemke
Hauptpreis und FIPRESCI-Preis Oberhausen (1974)

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