Filmarchiv

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Jubiläum: Now and Then – Then and Now
Die Revolution kann keiner aufhalten Juan Forch

Der von einer Gruppe von Künstlern des Dresdner Trickfilmstudios gestaltete Film stellt Bilder des friedlichen Aufbaus unter Allende jene der Zerstörung und Gewalt durch die Pinochet-Junta gegenüber.

DDR

GDR
1977

Die Revolution kann keiner aufhalten

Animadok
1977
6 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
DEFA-Studio für Trickfilme
Juan Forch

Gäste aus dem Kosmos

Dokumentarfilm
1977
8 Minuten
Untertitel: 
keine
Die anfängliche Dominanz der UdSSR in der Weltraumkonkurrenz war Quelle ehrlicher Fortschrittsbegeisterung für viele DDR-Bürger. Allerdings hatten sich mit der ersten Mondlandung durch US-Astronauten 1969 die Verhältnisse umgekehrt. Als 1977 zum wiederholten Male Sowjet-Kosmonauten durch die DDR tourten, wurde ostdeutsche Weltraumtechnik propagandistisch herausgestellt. Zum Besuchsprogramm in Leipzig gehörte die ISKRA-Gedenkstätte in der Russenstraße, die an den Druck von Lenins erster revolutionärer Zeitung erinnern sollte. Der 35-mm-Film wurde offenbar als Zweitverwertung überwiegend aus verschiedenen Dup-Negativen professionell geschnitten und nachvertont. Ein Positiv ist nicht überliefert.

Stefan Gööck

My Brother Fidel

Dokumentarfilm
1977
16 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Carlos H. Canals
Santiago Álvarez
Iván Nápoles, Raúl Pérez Ureta
Miriam Talavera
Rebeca Chávez, Santiago Ávarez
Fidel Castro (1926–2016) besuchte 1977 einen damals 93-jährigen, erblindeten Greis in den Bergen Kubas. Der Alte erzählt dem Präsidenten, wie er als Bub dem kubanischen Nationalhelden José Martí (1853–1895) begegnete, kurz bevor dieser im Unabhängigkeitskampf gegen Spanien fiel. Den ganzen Film über weißder alte Mann aber nicht, wer sein Besucher eigentlich ist.

Ralph Eue

From a Night Porter’s Point of View

Dokumentarfilm
1977
16 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
WFDiF
Krzysztof Kieślowski
Witold Stok
Lidia Zonn
Wiesława Dembińska, Michał Żarnecki
Krzysztof Kieślowski demaskiert den Prototyp des Denunzianten und Mitläufers (in der totalitären Gesellschaft) konsequent aus dessen eigener Perspektive. Auch die Kommentare stammen vom zwiespältigen Protagonisten. Um diesem nicht zu schaden, hielt Kieślowski den Film später unter Verschluss.

How to Live

Dokumentarfilm
1977
82 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
WFDiF, Zespół Filmowy X
Marcel Łoziński
Małgorzata Jaworska
Jacek Petrycki
Łucja Ośko
Marcel Łoziński
Halina Paszkowska
Anna Zyman, Edward Zyman, Piotr Zyman
„Big Brother“ auf dem Campingplatz: Beim Betriebscampen wird ein Wettbewerb für die beste Familie ausgeschrieben. Der Gewinn: Eine Waschmaschine. Eine Jury observiert das Verhalten der Eltern. Doch Regisseur Marcel Łoziński hat Störenfriede eingeschmuggelt und provoziert so den sozialistischen Kleinbürger. Bitterböse Gesellschaftskomödie und dokumentarische Grenzüberschreitung.
Alltag in der DDR
Meine Arbeit Peter Gallasch

Der Zerspaner Hermann Scheps, 64 Jahre alt, wird bei der Herstellung von Metallteilen für Mikroskope im „VEB Carl Zeiss Jena“ porträtiert.

Meine Arbeit

Dokumentarfilm
1977
6 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
Amateurfilmcentrum Jena
Peter Gallasch
Christoph Lüdemann
Der Zerspaner Hermann Scheps, 64 Jahre alt, wird bei der Herstellung von Metallteilen für Mikroskope im „VEB Carl Zeiss Jena“ porträtiert. Die Montage aus Nahaufnahmen, Maschinengeräuschen und dem Puhdys-Song „Lied für Generationen“ leitet das Ende der plakativen Arbeits- und Arbeiterdarstellung im DDR-Amateurfilm ein.

Ralf Forster

Ostbahnhof

Dokumentarfilm
1977
10 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Hans Wintgen
Peter Badel
Dorothea Brühl
Retrospektive
Fortress of the Land Kiichi Hoshi

Frühjahr 1969: Der Luftwaffenstützpunkt Tachikawa ist im Vietnamkrieg von außerordentlicher Bedeutung für die USA. Eine Koalition von Bauern, die schon Mitte der 1950er Jahre gegen den Ausbau der Basis kämpften, und ...

Fortress of the Land

Dokumentarfilm
1977
170 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Kiichi Hoshi
Kiichi Hoshi
Kimio Tsukamoto, Takashi Ueda, Masaaki Yoshimaru
Hiroko Kono
Yukio Kubota
Frühjahr 1969: Der Luftwaffenstützpunkt Tachikawa ist im Vietnamkrieg von außerordentlicher Bedeutung für die USA. Eine Koalition von Bauern, die schon Mitte der 1950er Jahre gegen den Ausbau der Basis kämpften, und verschiedenen Fraktionen der japanischen Studenten- wie Antikriegsbewegung(-en) versucht, den Flugverkehr zu sabotieren. Mit dem Ende des Krieges treten die Unterschiede zwischen den Gruppen wieder stärker in den Vordergrund …

Olaf Möller

Lautaro

Animationsfilm
1977
19 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
DEFA Studio für Trickfilme
Juan Forch
Bernd Wefelmeyer
Hans Schöne
Juan Forch
Chile-Filme aus der Zeit nach dem Putsch nehmen immer wieder Bezug auf das Epos von Lautaro: ein Mapuche-Junge, der von den spanischen Eroberern in Ketten gelegt wird und bei ihnen aufwachsend von ihnen lernt. Als Krieger kehrt er heim, lehrt die Indios den Gebrauch der Waffen und führt sie in den Widerstand gegen die Eroberer.
Die Metapher auf das politische Schicksal der Linken in Chile wurde hier in kraftvollen, erdverbundenen Bildern gestaltet von Hernando León. Der renommierte Maler musste Chile nach dem Putsch verlassen und ließ sich schließlich in Dresden nieder, wo er viele Jahre an der Kunsthochschule lehrte und bis heute künstlerisch wirkt.
– Grit Lemke