Filmarchiv

Countries

Retrospektive
Der Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft 1945–1948 Rudolf Werner Kipp

Wie das Fundament des Wirtschaftswunders gegossen wurde – eine angenehm trockene Chronik der ersten drei Nachkriegsjahre.

Der Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft 1945–1948

Dokumentarfilm
1979
15 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
RKF Filmproduktion
Rudolf Werner Kipp
Wie das Fundament des Wirtschaftswunders gegossen wurde – eine angenehm trockene Chronik der ersten drei Nachkriegsjahre.

Olaf Möller
Retrospektive
Im Namen des Lebens Alfons Machalz

Eine Dokumentarfilmauskunft zur antifaschistischen Erinnerungskultur in der DDR – und wie diese, zum Beispiel, ausländischen Gästen zu vermitteln ist.

DDR

GDR
1979

Im Namen des Lebens

Dokumentarfilm
1979
24 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
DEFA-Studio für Dokumentarfilme
Alfons Machalz
Eine Dokumentarfilmauskunft zur antifaschistischen Erinnerungskultur in der DDR – und wie diese, zum Beispiel, ausländischen Gästen zu vermitteln ist.

Olaf Möller

Afterlife

Animationsfilm
1979
8 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Derek Lamb
Ishu Patel
Herbie Mann
Ishu Patel
Nach dem Ende des Lebens tritt der Mensch in die Sphäre der Ewigkeit über – Erinnerungen vermischen sich mit Unvorhersehbarem. Andere Menschen, Tiere und Fabelwesen tauchen auf und verschmelzen zu einer Einheit. Ishu Patel schildert die Metamorphosen dieses transzendentalen Raumes in intensiv schimmernden Plastilinbildern und verleiht dem Jenseits eine eigene Schönheit.

Duscha Kistler
Länderfokus
Sensitivity as Bread Edmundas Zubavičius

Die Veterinärakademie in Kaunas steht im Mittelpunkt dieses frühen Films von Edmundas Zubavičius. Die Beobachtung des Alltags in der Institution offenbart die Sehnsucht nach menschlicher Anteilnahme.

Sensitivity as Bread

Dokumentarfilm
1979
10 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Lithuanian Film Studio
Edmundas Zubavičius
Donatas Buklys
Vidmantas Kazlauskas
Die Veterinärakademie in Kaunas steht im Mittelpunkt dieses frühen Films von Edmundas Zubavičius, einem der produktivsten litauischen Dokumentarfilmer. Die Beobachtung des Alltags in der Institution offenbart die Sehnsucht nach menschlicher Anteilnahme – fast als spräche man ein Gebet. Die poetische kinematografische Sprache betont die raffinierten Verbindungen zwischen Bild und Ton, während realistische Szenenfolgen zum Nachsinnen über die Verbindung von Mensch und Natur auffordern.
Sechzig Minuten nach Zwölf

Zwischen 12 und 13 Uhr: Mittagsstunde im Dorf Linum. Während des kalten und schneereichen Winters 1979/80 sind einige Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten.

1979

Sechzig Minuten nach Zwölf

Dokumentarfilm
1979
12 Minuten
Zwischen 12 und 13 Uhr: Mittagsstunde im Dorf Linum. Während des kalten und schneereichen Winters 1979/80 sind einige Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Beobachtungen des Alltags: in der LPG-Küche und beim Schneeräumen. Ausruhen und Kraft schöpfen – denn der Winter verlangt höchsten Einsatz.

Ralf Forster

Der Fluß

Animationsfilm
1979
5 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
DEFA-Studio für Trickfilme
Katja Georgi
Bernd Wefelmeyer
Peter Pohler
Anita Uebe
Katja Georgi
Ein junger Mann und eine junge Frau möchten zueinander, eilen jedoch aus Risikoscheu in die falsche Richtung. Die Filmmusik zur Parabel stammt vom renommierten Theater-, Film- und Fernsehkomponisten Bernd Wefelmeyer, der regelmäßig für das DEFA-Studio arbeitete.

Nadja Rademacher

Aufenthalt auf Erden

Dokumentarfilm
1979
18 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
DEFA Studio für Dokumentarfilme
Orlando Lübbert, Christiane Barckhausen
Orlando Lübbert, Christiane Barckhausen
Während in der (Ost-)Berliner U-Bahn Menschen zur Arbeit fahren, werden ganz in ihrer Nähe in einem Krankenhaus verletzte nicaraguanische Sandinisten behandelt und auf ein Leben mit teils schweren Behinderungen vorbereitet. Die kindlichen Gesichter stehen in krassem Gegensatz zu den nüchtern-sachlichen Schilderungen von Kampfhandlungen und schrecklichen Erfahrungen und Verlusten.
Ein, vielleicht auch wegen der fehlenden Distanz zur Praxis im Krieg kämpfender Kinder, aus heutiger Sicht beklemmendes Dokument. Vor allem aber macht es deutlich, wie hoch der Preis war, den die Völker Lateinamerikas für ihre Freiheit zu zahlen bereit waren – was sich auch im titelgebenden Verweis auf Neruda ausdrückt.
– Grit Lemke

Leipzig 1979 "Preis des Ministers für Kultur der DDR"
Hommage Boris von Borresholm
Die Ordnung Bohumil Stepan, Hana StepanBoris von Borresholm

Auf surreale Weise zeigt dieser Collagenfilm, wie die verschiedenen Bevölkerungsgruppen einer Stadt so lange konformisiert werden, bis sie alle im wahrsten Sinne des Wortes ein „Arschgesicht“ haben.
ARR

Die Ordnung

Animationsfilm
1979
10 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Bohumil Stepan, Hana StepanBoris von Borresholm
Josef Anton Riedl
Renate Rühr
Heidi Geneé
Boris von Borresholm
Auf surreale Weise zeigt dieser Collagenfilm, wie die verschiedenen Bevölkerungsgruppen einer Stadt so lange konformisiert werden, bis sie alle im wahrsten Sinne des Wortes ein „Arschgesicht“ haben.
ARR

Ganz Berlin ist in deinen Augen - Erinnerungen an Otto René Castillo

Dokumentarfilm
1979
27 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
Karlheinz Mund
Atahualpa Youpauqui
Karlheinz Mund
Werner Kohlert, Karlheinz Mund
Otto René Castillo, der in seiner Heimat Guatemala bis heute als wichtigster Dichter verehrt wird, studierte 1959-1962 im Exil in Leipzig Literatur, bevor er zur DEFA ging, um sich dem Medium Film zu widmen. 1963 kehrte er zurück, schloss sich der Guerilla an und wurde 1967 von der guatemaltekischen Armee grausam getötet.
Jahre später begibt sich sein früherer Kollege Karlheinz Mund auf Spurensuche in Guatemala und der DDR. Bruchstückhaft, aus Erinnerungen seiner Weggefährten, Frauen und Kollegen, aus Gedichten und Briefen setzt sich das Bild eines Menschen zusammen, der es nicht ertrug, „nur zu reden, wenn andere sterben“. Ein Bild, das unvollständig bleiben muss. Mund und der Schriftsteller Fritz Rudolf Fries, der den Kommentar schrieb, sind Fragende, und hinter der Reflexion über einen kompromisslosen Künstler und Freund steht die unausgesprochene Erkenntnis des eigenen Scheiterns in einem Land, das sich im Mittelmaß eingerichtet hat.
Der Name Castillo ist auf schicksalshafte Weise mit diesem Festival verbunden: Otto René Castillo war 1961 Mitglied der Jury der Leipziger „Dokumentar- und Kurzfilmwoche“ (woran sich der kubanische Regisseur Octavio Cortázar im Film erinnert), was ihn mit zu seinem Wechsel zur DEFA bewogen haben dürfte. 1983 war sein – heute noch in Leipzig lebender - Sohn, Patrice Castillo, einer jener Jugendlichen, die als Teil der DDR-Friedensbewegung während des Festivals jene legendäre „Kerzendemo“ veranstalteten, die brutal verhaftet wurden und lange Freiheitsstrafen verbüßen mussten.
– Grit Lemke