Filmarchiv

Retrospektive
Der Mann an der Rampe Walter Heynowski, Gerhard Scheumann

Heynowski und Scheumann kaufen sich bei bundesdeutschen Militaria-Händlern eine komplette Waffen-SS-Uniform (inklusive Auschwitz-Aufnäher) zusammen.

DDR

GDR
1988

Der Mann an der Rampe

Dokumentarfilm
1988
13 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
DEFA-Studio für Dokumentarfilme
Walter Heynowski, Gerhard Scheumann
Georg Katzer
Horst Donth, Winfried Goldner
Traute Wischnewski
Walter Heynowski, Gerhard Scheumann
Eberhard Schwarz
Gerhard Scheumann, Walter Niklaus
Heynowski und Scheumann kaufen sich bei bundesdeutschen Militaria-Händlern eine komplette Waffen-SS-Uniform (inklusive Auschwitz-Aufnäher) zusammen.

Olaf Möller
Werkschau Lutz Dammbeck
Der Maler kam aus fremdem Land … Lutz Dammbeck

Porträt der zwischen 1984 und 1985 aus der DDR nach Westberlin ausgereisten Künstler Cornelia Schleime, Hans-Hendrik Grimmling und Hans Scheib.

Der Maler kam aus fremdem Land …

Dokumentarfilm
1988
44 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Ulrich Lenze
Lutz Dammbeck
Carlo Inderhees
Eberhard Geick, Hartmut Lange
Ekkehard Faerber
Lutz Dammbeck
Karl-Heinz Laabs
„Der Maler kam aus fremdem Land, drum ist er hier noch unbekannt. Er kam aus einer fremden Welt, drum ist er hier auf sich gestellt.“ Porträt der zwischen 1984 und 1985 aus der DDR nach Westberlin ausgereisten Künstler Cornelia Schleime, Hans-Hendrik Grimmling und Hans Scheib. Was wurde „im Westen“ aus vormals subversiven Strategien und Haltungen? Ließen sich alte Gemeinsamkeiten fortsetzen? Wo lag nun das Kraftfeld für ihre Kunst? Dies war der erste Film, den Dammbeck in der BRD gedreht hat. Und er musste ihn zweimal drehen, weil das Originalnegativ auf dem Weg ins Kopierwerk verschwand. Als es wieder auftauchte, war es unbenutzbar. Ein Abschiedsgruß aus der alten Heimat?

Sven Safarow
Hommage Werner Herzog
Wodaabe – Die Hirten der Sonne Werner Herzog

Ob seine Dokumentarfilme ethnologische Studien seien? Herzog vergleicht seine Werke lieber mit alten Chroniken, die weniger die vermeintliche Realität als vielmehr kollektive Träume.

Wodaabe – Die Hirten der Sonne

Dokumentarfilm
1988
51 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Patrick Sandrin, Jörg Dattler, Catherine Jacques
Werner Herzog
Jörg Schmidt-Reitwein
Maximiliane Mainka
Werner Herzog
Walter Saxer
Werner Herzog
Ob seine Dokumentarfilme ethnologische Studien seien? Herzog vergleicht seine Werke lieber mit alten Chroniken, die weniger die vermeintliche Realität als vielmehr kollektive Träume und die psychische Verfasstheit des Menschen verzeichnen. In „Wodaabe“ porträtiert Herzog die Riten und Feste eines Nomadenvolks in der Sahara. Einen besonderen Raum nimmt die Guérewol-Feier ein, ein aufwändiger, mehrtägiger Schönheitswettbewerb, bei dem die stark geschminkten und kostümierten Männer von den Frauen ausgewählt werden. Herzog spielt dazu das von einem Kastraten gesungene „Ave Maria“ von Gounod ein und erreicht damit einen überraschenden und berührenden Verfremdungseffekt.

Kristina Jaspers
Disobedient Images
Cas’l’ Bruce Bickford

Bruce Bickfords Knetanimationen kennen keine Grenzen. Der kultig verehrte Magier lässt seine Figuren unablässig von einer Erscheinung in die nächste morphen.

Cas’l’

Animationsfilm
1988
48 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Bruce Bickford
Bruce Bickford
Bruce Bickford
Bruce Bickfords Knetanimationen kennen keine Grenzen. Der kultig verehrte Magier lässt seine Figuren unablässig von einer Erscheinung in die nächste morphen. Wesen und Welten pulsieren, entstehen und vergehen in berauschendem Fluss. Das Knetmaterial in „Cas’l’“ erzählt keine Geschichte, es IST die Geschichte!

Ines Seifert

Day After Day

Dokumentarfilm
1988
16 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
WFDiF
Irena Kamieńska
Krzysztof Pakulski
Jadwiga Zajiček
Irena Kamieńska
Krystyna Pohorecka, Janina Kurec
1988: Seit 36 Jahren laden und entladen diese Zwillingsschwestern täglich Ziegelsteine. Über die ewigen Handgriffe und die mürrischen Gedanken läuft ihre Lebenszeit ebenso ab wie die der Volksrepublik, die sie mit aufbauen sollten. Dokumentarischer Gedankenstrom.

Hope

Dokumentarfilm
1988
12 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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WFDiF
Tadeusz Pałka
Wojciech Waglewski
Cezary Makowski, Jacek Czerwiński
Łucja Ośko
Tadeusz Pałka
Stumme Menschen beim Schlange Stehen, stumme Menschen hinter den Busfenstern – nur noch die Apathie verbindet die Polen. Impressionistische Bestandsaufnahme der Endzeitstimmung in den 80ern.
Alltag in der DDR
Ist der Ofen aus? Rainer Hässelbarth

„Acht Männer, die eine lange Wegstrecke miteinander Gas und Koks herstellten, stehen vor einem einschneidenden Abschnitt in ihrem Arbeitsleben, […]“ (Fotokino-Magazin, 1/1988)

DDR

GDR
1988

Ist der Ofen aus?

Dokumentarfilm
1988
14 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
AmateurFilmClub ENERGIE Berlin
Rainer Hässelbarth
„Acht Männer, die eine lange Wegstrecke miteinander Gas und Koks herstellten, stehen vor einem einschneidenden Abschnitt in ihrem Arbeitsleben, […] der wie ein nostalgischer Abgesang an eine Arbeitsstätte anmutet, die man ob ihrer Schwere und des Schmutzes der Tätigkeit sicher so manches Mal verfluchte, aber nun in rosaroten Farben beschreibt.“ (Fotokino-Magazin, 1/1988)

Die große Reise der alten Schildkröte

Animationsfilm
1988
14 Minuten
Untertitel: 
keine
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DEFA-Studio für Trickfilme
Barbara Eckhold
Igor Bazlik
Lutz Kleber
Eva d'Bomba
Barbara Eckhold
Marita Böhme
Für Maja Nagel war die Gestaltung der Adaption des gleichnamigen chilenischen Liedes der Einstieg in die Arbeit mit Animation. Gern hätte sie mehr Einfluss auf den Gesamtfilm gehabt. Entsprechend übernahm sie bei ihren späteren Projekten auch die Regie, um sich als Malerin gänzlich ausprobieren zu können.

Nadja Rademacher

Kubus im Rock

Animationsfilm
1988
4 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
DEFA-Studio für Trickfilme
Thomas Stephan
ABSALOM, Andreas Zöllner
Rolf Hofmann
Eva d'Bomba
Thomas Stephan
Rockige Rhythmen hauchen einem Kubus ein tänzerisches Eigenleben ein. Thomas Stephan ließ seine Würfel-Bewegungsstudien von verschiedenen Musikern interpretieren. Die Komposition von Andreas Zöllner und ABSALOM inspirierte ihn dann zu „Kubus im Rock“. Der Film kam aufgrund des Umbruchs nicht mehr in die Kinos.

---Nadja Rademacher

Slow Glass

Dokumentarfilm
1988
40 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
John Smith
John Smith
John Smith
John Smith, Patrick Duval
John Smith
John Smith
John Smith
Ein Typ in der Kneipe, der einem ein Ohr abkaut – obwohl er nur erklären wollte, wie man Glas macht. Und während die Autorität des Erzählers schwindet, erzählen die Bilder vom Glas in allen seinen Formen eine ganz eigene Geschichte vom Entstehen und Vergehen, von Verlust, dem Wandel unserer Städte und der Erinnerung.

Grit Lemke

Das Freie Orchester

Dokumentarfilm
1988
17 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Petra Tschörtner
Michael Lösche

Der Auftrag

Dokumentarfilm
1988
5 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Jochen Kraußer
Rainer Schulz

Letters of Love

Animationsfilm
1988
0
Credits DOK Leipzig Logo
Oliver Harrison
Royal Mail

Podo

Dokumentarfilm
1988
18 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Peter Rocha
Karl Farber

Schnelles Glück

Dokumentarfilm
1988
10 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Petra Tschörtner
Jürgen Hoffmann

Endangered

Dokumentarfilm
1988
19 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Barbara Hammer
Helen Thorington
"Ende der 80er Jahre, auf dem Höhepunkt der digitalen Revolution, wurde mir der schleichende Niedergang und das drohende Ende des 16mm-Films bewusst, des Mediums, das ich für meine Kunst gewählt hatte. Ich reiste zu den Galapagos Inseln, um sowohl das Schwinden des Lichts durch die Luftverschmutzung wie auch den Niedergang des Films zu betrauern. Dieses Memento Mori ist den Dingen gewidmet, die ich liebe." (Barbara Hammer)