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DEFA Matinee
Der Elefant von Hoyerswerda Christian Lehmann

In seinem Diplomfilm begleitet Christian Lehmann Bauarbeiten in Hoyerswerda, wo für die Werktätigen des Gaskombinats „Schwarze Pumpe“ ein Wohnviertel errichtet wird.

DDR

GDR
1959

Der Elefant von Hoyerswerda

Dokumentarfilm
1959
15 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Deutsche Hochschule für Filmkunst (DHF), Potsdam-Babelsberg
Christian Lehmann
Christian Lehmann
In seinem Diplomfilm begleitet Christian Lehmann Bauarbeiten in Hoyerswerda, wo für die Werktätigen des Gaskombinats „Schwarze Pumpe“ ein Wohnviertel errichtet wird. Man sieht, wie Gebäude zusammengesetzt, Fassaden eingerüstet werden, beobachtet Kranfahrer, Maurer und Zimmerleute auf der sommerlichen Baustelle. Lehmann, der vor dem Kamerastudium bereits Fotografie an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst studiert hatte, findet dabei zu beeindruckenden Bildkompositionen. Beeinflusst durch das sowjetische Kino der Tauwetter-Periode, vor allem die Arbeit Sergei Urussewskis, entwickelt er zudem eine auf Dynamik und Sinnlichkeit beruhende Kameraführung.

Ilka Brombach

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

DEFA Matinee
Imbiß Thomas Heise

1954 wurde am Alexanderplatz in Ostberlin der „Automat Imbiss“ eröffnet, dem man gegen Einwurf von Münzen die Gerichte entnehmen konnte.

Imbiß

Dokumentarfilm
1978
5 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Hochschule für Film und Fernsehen (HFF), Potsdam-Babelsberg
Thomas Heise
Dagmar Mundt
1954 wurde am Alexanderplatz in Ostberlin der „Automat Imbiss“ eröffnet. Mit seinen Fächern, denen man gegen Einwurf von Münzen die Gerichte entnehmen konnte, entsprach er den damaligen Vorstellungen von Modernität und Zukunft. Zwanzig Jahre später, als Thomas Heise seinen Film dreht, hat der Imbiss seinen Vorzeigecharakter längst eingebüßt. Mit nüchternem Blick dokumentiert Heise die alltäglichen Routinen: Das Zubereiten von Hackepeter, das Zapfen von Getränken, das Einsammeln von dreckigem Geschirr. Hier arbeiten Frauen aus der Ostberliner Unterschicht, die die immer gleichen Tätigkeiten verrichten, zwischendurch rauchen und Bier trinken.

Ilka Brombach

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

DEFA Matinee
Montagebrüder Gerd Wille

Der Film dokumentiert die Lebensbedingungen von Montagearbeitern an der Erdgastrasse „Nordlicht“, einem der Großprojekte des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW).

DDR

GDR
1973

Montagebrüder

Dokumentarfilm
1973
23 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Hochschule für Film und Fernsehen (HFF), Potsdam-Babelsberg
Gerd Wille
Lutz Körner
Gudrun Seelig
Der Film dokumentiert die Lebensbedingungen von Montagearbeitern an der Erdgastrasse „Nordlicht“, einem der Großprojekte des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW), an dessen Fertigstellung viele Ostdeutsche beteiligt waren. Gute Bezahlung und die Hoffnung auf einen weniger streng geregelten Alltag lockten. Was Gerd Wille und sein Kameramann Lutz Körner vorfinden, sind allerdings schlechte Versorgungs- und Sanitärverhältnisse, fehlende Freizeitmöglichkeiten und allgemeine Unzufriedenheit. Weil der Film nicht dem offiziellen Arbeiterbild entspricht, wird ihm die Abnahme verweigert und er verschwindet bis 1990 im Archiv.

Ilka Brombach

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

DEFA Matinee
Susis Schicht Petra Tschörtner

Für ihre erste Filmübung ging Petra Tschörtner in einen Betrieb des VEB Kombinat Sekundär-Rohstofferfassung (SERO), der zur ostdeutschen Abfallwirtschaft gehörte.

Susis Schicht

Dokumentarfilm
1978
7 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Hochschule für Film und Fernsehen (HFF), Potsdam-Babelsberg
Petra Tschörtner
Für ihre erste Filmübung ging Petra Tschörtner in einen Betrieb des VEB Kombinat Sekundär-Rohstofferfassung (SERO), der zur ostdeutschen Abfallwirtschaft gehörte. Der konsequente Beobachtungsfilm folgt einer jungen Arbeiterin während ihrer Schicht, zeigt Berge von Altpapier (vor allem die Zeitung „Neues Deutschland“, die jedes SED-Mitglied abonnieren musste), die verladen und geschreddert werden. Man sieht die Arbeitenden, darunter viele Frauen, bei einfachen und schweren Tätigkeiten und ahnt, dass sie zum unteren Rand der DDR-Gesellschaft gehören. Sensibel registriert die Kamera Details in Mimik und Körperhaltung und macht sichtbar, wie die Frauen auch hier einer Hierarchie unterworfen sind.

Ilka Brombach

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

DEFA Matinee
Trompete, Glocke, letzte Briefe Peter Kahane

In Peter Kahanes Dokumentarfilm wird das „rote“ Berlin von den 1910er Jahren bis zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus als proletarische Familiengeschichte lebendig.

DDR

GDR
1978

Trompete, Glocke, letzte Briefe

Dokumentarfilm
1978
20 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Hochschule für Film und Fernsehen (HFF), Potsdam-Babelsberg; Fernsehen der DDR
Peter Kahane
Hansjoachim Sommer
Helga Wardeck
Peter Kahane
In Peter Kahanes Dokumentarfilm wird das „rote“ Berlin von den 1910er Jahren bis zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus als proletarische Familiengeschichte lebendig. Die Geschwister des 1944 hingerichteten Kommunisten Ernst Knaack erzählen vom Lokal der Großeltern, in dem führende KPD-Mitglieder wie August Bebel und Hermann Duncker verkehrten. Statt zu heroisieren, sucht der Film seine Interviewpartner in ihrer alltäglichen Umgebung auf und lässt sie über die wenigen Erinnerungsstücke sprechen, die aus der Zeit erhalten sind – die Trompete vom Rotfrontkämpferbund, die Glocke, mit der die Versammlungen eröffnet wurden, und die letzten Briefe vom Bruder Ernst aus dem KZ Sachsenhausen.

Ilka Brombach

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

DEFA Matinee
Wolters Trude Gabriele Denecke

Gabriele Denecke zeichnet das Porträt einer 74-jährigen Frau, die in einfachen Verhältnissen in einem Dorf in Brandenburg lebt und ihre Geschichte erzählt.

DDR

GDR
1978

Wolters Trude

Dokumentarfilm
1978
28 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Hochschule für Film und Fernsehen (HFF), Potsdam-Babelsberg; Fernsehen der DDR
Gabriele Denecke
Eberhard Geick
Karin Geiß
Gabriele Denecke
Gabriele Denecke zeichnet das Porträt einer 74-jährigen Frau, die in einfachen Verhältnissen in einem Dorf in Brandenburg lebt und ihre Geschichte erzählt: Geboren 1904 in Rastenburg, Ostpreußen, wächst sie nach dem Tod der Mutter im Waisenhaus auf, heiratet früh, bekommt acht Kinder, von denen sechs überleben. Mit dem Frauenschicksal, das der Film dokumentiert, ist er Oral History und Women’s History zugleich. Dabei spielt er auch mit den Möglichkeiten des Mediums und kombiniert das Interview mit traumähnlichen Spielszenen, die visualisieren, was aufgrund der sozialen und der Geschlechterverhältnisse nicht Wirklichkeit werden konnte.

Ilka Brombach

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.