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Animationsfilm
2019
8 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Florian Grolig
Florian Grolig
Thomas Hoehl
Julian Vavrovsky, Florian Grolig, Nadya Fedotova, Dina Velikovskaya
Florian Grolig
Tobias Boehm, Christian Wittmoser
Gemeinsam durch die Welt stapfend, strotzen sie vor Glück. Der Eine ist klein, wie seine Landsleute auch. Der Andere ist im Vergleich extrem groß. Der normal Kleine und der anderswo vielleicht ebenso normal Große sind unzertrennlich. Ihre Freundschaft trotzt der Schwerkraft. In sepia-getönten Schwarz-auf-Weiß- und Weiß-auf-Schwarz-Szenen zeichnet Florian Grolig pointiert, was Freundschaft aushalten muss, wenn sie den gegebenen Rahmen sprengt. Tragikomisch – in Groligs unverwechselbarer Handschrift.

Nadja Rademacher

From My Desert

Animationsfilm
2019
14 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Veneta Androva
Veneta Androva
Nadia D’Aló, Benedikt Frey
Veneta Androva
Veneta Androva
Veneta Androva
Nadia D’Aló, Benedikt Frey
Temperatur: 21 °C. Luftfeuchtigkeit: 55 %. Für Martin optimale Bedingungen, frisch und ansehnlich zu bleiben. Rosige Haut, Schlafzimmerblick, ein keckes Mützchen – so begegnet er dem jugendlichen Kunstinvestor im Depot eines anonymen Flughafens. Sein Meister, Lucas Cranach der Ältere, hat ihn vor knapp fünfhundert Jahren erschaffen. Jetzt hängt er einem paralysierten Anzugträger gegenüber, dem seine Präsenz ekstatische Gefühle bereitet. Sie sprechen über den Kunstmarkt. Und doch über so viel mehr.

Carolin Weidner

Gravedad

Animationsfilm
2019
11 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Toufik Abdedaim, Matisse Gonzalez
Matisse Gonzalez
Simone Pivetta, Clemens Wenger
Maximilian Merth
Matisse Gonzalez, Ryoji Yamada, Alice Reily de Souza, Christian Ramirez, Bianca Scali, Michelle Ong, Tao Zhang
Matisse Gonzalez
Niklas Menschik, Sirius Kestel
Auf der Suche nach der Leichtigkeit des Seins entdeckt eine junge Frau die Schwerkraft. Zufriedenheit braucht nicht immer einen Himmelsflug, sondern schwebt zuweilen nur einen Meter über dem Boden. Aber der euphorische Trip ins Kosmische und die ganz tiefen Tiefen sorgen für den Perspektivwechsel. Matisse Gonzalez’ visuelle Sprache ist formal teilweise bis auf die Zeichenhaftigkeit reduziert und beschreibt sehr gelenkig und präzise sowohl emotionale Zwischentöne wie auch die Wucht des Lebens.

André Eckardt



Lobende Erwähnung im Wettbewerb kurzer Dokumentar- und Animationsfilm.

Nacht ueber Kepler 452b

Dokumentarfilm
2019
14 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Roj Younis, Roshak Ahmad, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Ben Voit
Konrad Waldmann
Sianne Gevatter
Richard Meyer
Aus dem Dunkel flackernd vorbeiziehende Lichtflecken. Straßenbilder, die sich in Unschärfe auflösen. Auf dem Boden ein liegender Mensch. Der Stern Kepler 452b sei „der lebensfreundlichste Exoplanet unserer Galaxie“, tönt es aus einem Radiomitschnitt. Auf der Erde, 1.400 Lichtjahre von ihm entfernt, fahren Helfer mit einem Kleinbus durch die Winternacht, um Obdachlose vor dem Erfrierungstod zu retten. Viel mehr können sie nicht tun.

Silvia Hallensleben

Nodon

Animationsfilm
2019
7 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Tim Romanowsky
Tim Romanowsky
Tim Romanowsky
Julian Scherle
Das Wort „Nodon“ benimmt sich palindromisch: Es ist immer bei sich selbst, egal aus welcher Richtung gelesen. Drei farblich verschiedene Prinzipien belauern, schmecken und umschlingen sich, erobern den Raum und geben ihn wieder her. Die fortlaufenden Verwandlungen – ob fließend leicht, ob voll der Schwerkraft – bilden ein äußerst lebendiges Energiefeld, das elektronisch tönt und mit tollem Sog zu einem Trip durch den Farbtunnel entführt.

André Eckardt

Onironauta

Dokumentarfilm
2019
21 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Valerie-Malin Schmid, KHM Kunsthochschule für Medien Köln, EICTV
Valerie-Malin Schmid
Joel Jaffe, Mira Rachel Hanak
Natalia Medina Leiva, David Aguilera Cogollo, Valerie-Malin Schmid
Rita Schwarze, Valerie-Malin Schmid
Henning Hein, Janis Ahnert, Marek Forreiter, Matthias Rohde
Während seiner Streifzüge durch Havanna sinniert der afrokubanische Dichter Omar über Erinnerungen und Abschiede, Patriotismus und Zensur – seine mythischen Verse lassen Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen. Es ist das Porträt eines Poeten, zugleich auch das eines isolierten Inselstaates, festgehalten in zeitlos erscheinenden Alltagsbeobachtungen in Wort und Bild, gebannt auf 16-mm-Filmmaterial.

Frederik Lang

Opera Glasses

Dokumentarfilm
2019
24 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Daniel Asadi Faezi, HFF München
Mila Zhluktenko
Rebecca Hoeft
Felicitas Sonvilla
Andrii Rogachov
Operngläser sind nötig, um im Zuschauerraum die Bühne von den hinteren Sitzreihen aus ins Visier nehmen zu können. Wer sich mit dem Foyer bescheidet, braucht hingegen nur wache Augen und Gespür: nicht für die überlebensgroßen Gesten des Musiktheaters, sondern für kleine (Selbst-)Inszenierungen im öffentlichen Raum. Prüfblicke in den Spiegel, übereifrige Readjustierungen der Mimik beim Selfie, die unnachahmliche Coolness alternder Garderobenfrauen – all das hat Teil am Spektakel der Sichtbarkeit.

Lukas Foerster



Ausgezeichnet mit einer Goldenen Taube im Deutschen Wettbewerb kurzer Dokumentar- und Animationsfilm.

The Last Painting

Dokumentarfilm
2018
14 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Inka Achté
Tom Salt
Tom Salt
Tom Salt, Nina Ijäs
Ein Malerleben ohne Worte. Der Fotorealist John Salt arbeitet an einem Bild, ein Stillleben mit alten US-Autos vor Brandmauern. Inmitten idyllischer Landschaft verläuft seine Lebensroutine, der Hund wartet, man geht spazieren, und die winzigen Schablonen, mit denen er den absoluten Realismus erreicht, kleben überall, auch am Hund. Langsam fällt dem Künstler das Werkzeug aus der Hand. Erinnerungen werden sortiert, draußen fahren andere Autos. Ein ganzes stilles Menschenleben wird zusammengeräumt.

Saskia Walker



Lobende Erwähnung im Deutschen Wettbewerb kurzer Dokumentar- and Animationsfilm.

The Qilin

Dokumentarfilm
2019
19 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Sam Hopkins, David Lalé, Arne Birkenstock
David Lalé, Sam Hopkins
VAMOS Animation
Chu-Li Shewring
Die chinesische Hafenstadt Guangzhou gilt als eines der Zentren für Schattenwirtschaft. Ökonomische Erfolge lassen meist nicht lange auf sich warten, alles ist Business. Seit Jahren wandern Menschen verschiedener afrikanischer Nationen nach Guangzhou aus und versuchen ihr Glück. Von ihren Erfahrungen berichtet dieser Film, dessen Protagonisten aus Sicherheitsgründen unerkannt, schattenhafte Schemen bleiben müssen.

Carolin Weidner
Deutscher Wettbewerb Kurzfilm
Tithonos und die Göttin der Morgenröte Jörg Weidner

Die Göttin der Morgenröte hat eine Affäre mit dem Kriegsgott. Die Göttin der Liebe verdammt ihre Rivalin zu unstillbarer Begierde nach Sterblichen. Eine ästhetisch-morbide Puppenanimation.

Tithonos und die Göttin der Morgenröte

Animationsfilm
2019
13 Minuten
Untertitel: 
englische
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Jörg Weidner
Jörg Weidner
Martin Davies, Jörg Weidner
mk-filmton
Rudolf Danielewicz
Ulrich Jakob, Sebastian Schedo, Alejandro Calderon, Anna Brótonkova, Inka Perl
Die Göttin der Morgenröte, Eos, hat eine Affäre mit dem Kriegsgott Ares. Dessen Langzeitgeliebte Aphrodite benutzt wiederum ihre göttliche Macht, um die Rivalin zu unstillbarer Begierde nach jungen Sterblichen zu verdammen. So verfällt Eos dem Prinzen Tithonos … Dieses Lehrstück in fünf Akten wird als Puppenanimation erzählt. Organische Materialien in diversen Zuständen – sich sichtbar zersetzend, verfallend und verschrumpelnd – künden ästhetisch-morbide von der übergeordneten Thematik.

Nadja Rademacher

Where We Used to Swim

Dokumentarfilm
2019
8 Minuten
Untertitel: 
englische
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Daniel Asadi Faezi
Daniel Asadi Faezi
Daniel Asadi Faezi
Narges Kalhor
Daniel Asadi Faezi, Andrew Mottl
Die getrockneten Tränen des Urmiasees im nördlichen Iran stehen zum Verkauf – Salz in Plastiktüten, am Straßenrand. Einst der größte See im Nahen Osten, ist heute nur noch ein winziger Bruchteil von ihm vorhanden. Dies ist sein Trauerlied, in dem sich sowohl frühere Pracht als auch Istzustand präsentieren. Zwischen Sachlichkeit und Melancholie changierend, entscheidet sich der Film schließlich für einen pessimistischen Blick auf die Gesellschaft. Der sterbende See wird zum Symbol.

Carolin Weidner